VDM beklagt steigenden Verwaltungsaufwand
Die Bemühungen der Bundesregierung zur Entbürokratisierung erreichen viele Betriebe in der Praxis nicht. Zu diesem Schluss kam der VDM am Donnerstag in Berlin.

Die Bemühungen der Bundesregierung zur Entbürokratisierung erreichen viele Betriebe in der Praxis nicht. Zu diesem Schluss kam der VDM am Donnerstag in Berlin.
Die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) sieht im Referentenentwurf der Gewerbeabfallverordnung eine gute Diskussionsgrundlage, die aber vor allem in der praktischen Umsetzung noch Schwächen hat.
Der Bundesrat hat heute dem Entschließungsantrag einiger Länder zur Neufassung des Wertstoffgesetzes zugestimmt. Das RECYCLING magazin fasst erste Stimmen zusammen.
"Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin gewerbliche Sammlungen auch für Sperrmüll zuzulassen, setzt das richtige Signal", erklärte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock für den bvse.
Die Betriebe der Metallrecyclingwirtschaft müssen infolge des neuen Mess- und Eichgesetzes bei der Abwicklung von Handelsgeschäften mit einem deutlich höheren Verwaltungsaufwand und damit einem Anstieg der Kosten rechnen. Darauf weisen der VDM und die BDSV auf ihrem jährlichen Euregio-Trefftag am 14.01.2016 in Aachen hin.

Einweg oder Mehrweg - welche Variante ist die ökologisch sinnvollere? Zwei Studien im Auftrag von FEFCO aus dem vergangenen Jahr kamen zu dem Schluss, dass Einweg besser ist. Wissenschaftler*innen vom Fraunhofer IBP und Fraunhofer Umsicht versuchen im Auftrag von „Die Stiftung Initiative Mehrweg" in ihrem Bericht „Zwei Verpackungssysteme im Wettbewerb: Mehrwegsteige aus Kunststoff vs. Einwegkarton aus Pappe", dies zu widerlegen.

Dass in Deutschland und insbesondere im Bundesumweltministerium ein bisweilen doch sehr eigenes Verständnis von Kreislaufwirtschaft herrscht, ist nichts Neues. Vor allem der Unterschied zum europäischen Verständnis einer Circular Economy ist mehr verwirrend als hilfreich. Das Umweltbundesamt hat bisher immer versucht, diese seltsame Unterscheidung aufzulösen. Mit dem Bericht „Empfehlungen für die Fortentwicklung der deutschen Kreislaufwirtschaft zu einer zirkulären Ökonomie" stiftet das UBA allerdings zusätzliche Verwirrung. Denn nun wird zwischen einer „klassischen Abfall- und Kreislaufwirtschaft" und einer zirkulären Ökonomie unterschieden. Das wäre in dem ansonsten klugen Bericht eigentlich nicht notwendig gewesen.

Denis Reuter (TSR Recycling), Vorsitzender des Stahlausschusses des BIR, erklärt, dass der Beginn des vierten Quartals des vergangenen Jahres weiterhin von der strikten Nullzinspolitik Chinas und dem weltweiten Zinserhöhungszyklus der wichtigsten Zentralbanken geprägt war. Die weltweite Stahlindustrie sah sich mit einer anhaltend schwachen Nachfrage und steigenden Produktionskosten konfrontiert. Die Einkäufer der Stahlwerke senkten die Schrottpreise, wodurch die Preise in Europa und der Türkei zu Beginn des Quartals unter Druck blieben.

Nachdem die Papierrecycler 2022 schon eine Achterbahnfahrt erlebt hatten, sind die Aussichten für 2023 unklar. Gute Exportmöglichkeiten stehen einem eher schwachen Inlandsgeschäft gegenüber. Der Ukrainekrieg und die wirtschaftliche Gesamtlage bleiben Unsicherheitsfaktoren. Zudem stellt die novellierte Abfallverbringungsverordnung zumindest die europäischen Händler vor neue Herausforderungen.

Am 24. März 2023 fand in Berlin die erste gemeinsame Veranstaltung des VDM und der von Aurubis ins Leben gerufenen Initiative Women4Metals unter dem Titel „Fachkräfte, Diversität und Frauenförderung" mit über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Die deutsche Gießerei-Industrie ist fundamentaler Bestandteil industrieller Wertschöpfungsketten und nimmt mit jährlichen CO₂-Emissionen von 4,6 Mt pro Jahr einen Anteil von 2,5 Prozent der deutschen Industrie-Emissionen ein. Die Zielsetzungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf europäischer und nationaler Ebene erfordern von Gießereien einen umfassenden Transformationsprozess. Im Zuge dessen ist bis 2030 eine Reduktion der jährlichen CO₂-Emissionen um 37 Prozent gegenüber 2020 und bis zum Jahr 2045 eine klimaneutrale Produktion umzusetzen. Dies geht mit gravierenden Prozessanpassungen und Technologiewechseln einher. Diese Veröffentlichung zeigt vier Möglichkeiten zur Erreichung der Ziele auf.

Bereits zum 25. Mal lud der bvse zum internationalen Altpapiertag ein. Mehr als 500 Teilnehmer*innen folgten der Einladung nach Stuttgart. Und auch per Livestream war der Altpapiertag zu verfolgen.

Die Defossilisierung gilt heute als Schlüssel zur Erreichung der Klimaneutralität. Wenn Netto-Null das Ziel ist, sind jedoch andere Rohstoffquellen nötig, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit zirkuläre Bioökonomie im großen Maßstab Realität werden kann? Eine Roadmap der Fraunhofer-Gesellschaft liefert Antworten.

Mit ihrem Bericht „Increasing Recycling Rates with EPR Policy" (Erhöhung der Recyclingquoten durch EPR-Politik) möchte The Recycling Partnership aufzeigen, dass die erweiterte Herstellerverantwortung die Recyclingquoten für Verpackungen erfolgreich erhöhen kann. Darüber hinaus sollen die erwarteten signifikanten Auswirkungen der erweiterten Herstellerverantwortung in den USA dargelegt werden.

Saubermacher hat es sich zum Ziel gesetzt, die Abfalllogistik zu optimieren und durch verminderten Verkehr und höhere Verwertungsquoten zum Klimaschutz beizutragen. Dafür wurde gemeinsam mit Partnern ein Werkzeug namens „Smart Collection Plattform" geschaffen. Das Tool optimiert die Logistikprozesse, verbessert die Servicequalität und senkt Kosten sowie CO₂-Ausstoß. Nach rund vier Jahren im Pilot-Einsatz und laufender Weiterentwicklung im Bezirk Horn bestätigen sich die Erfolge: Die Effizienz der Abfallsammlung wurde deutlich um 15 Prozent erhöht, die Qualität wesentlich um 65 Prozent verbessert und Transportkilometer samt schädlicher Klimagase um 15 Prozent verringert. Seit Anfang 2023 befindet sich das Projekt im Regelbetrieb.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Lithium-Ionen-Batterien steigt auch das Abfallaufkommen dieser Batterien. Dies hat in den vergangenen Jahren vermehrt zu Bränden in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben geführt. Als Gegenmaßnahme wird eine Pfandpflicht für Batterien gesehen. Die Studie „Prüfung der Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige Batterien und Akkumulatoren", die Dr. Brüning Engineering und die Cyclos GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt haben, soll untersuchen, inwieweit eine Pfandpflicht die Brandgefahr verringern kann. Außerdem wurde untersucht, inwieweit eine Pfandpflicht zu einer Erhöhung der Sammelmengen beitragen kann.

Der Begriff „Zeitenwende" wird ja derzeit etwas überstrapaziert. Für den BDE gilt er aber doch: Statt dem westdeutschen, katholischen CDU-Mitglied Peter Kurth steht künftig das ostdeutsche, evangelische Grünen-Mitglied Anja Siegesmund an der Spitze des Verbandes - allerdings mit etwas Verspätung.

Mit der Mantelverordnung soll die Baubranche einfach und zirkulär werden. Den Kreislauf zu fördern und die Akzeptanz für Ersatzbaustoffe zu verbessern ist auch das Ziel von Mineral Minds: Das Netzwerk soll Kreisläufe schließen und Transportwege verkürzen. Wie passen Verordnung und Plattform zusammen, und welche Rolle spielt die Digitalisierung? Antworten liefern Moritz Obexer, Gründer und Geschäftsführer von Mineral Minds, und Thomas Meyer, Experte der Plattform für Ersatzbaustoffe.

Wie sieht es aus mit der Kreislaufwirtschaft in der EU? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes. Der Titel „Kreislaufwirtschaft: Langsame Umsetzung in den Mitgliedstaaten trotz EU-Maßnahmen" nimmt die Antwort schon vorweg.

Abfälle aus der Medizin bringen für die Entsorgung große Herausforderungen mit sich. Der wesentliche Teil wird heute verbrannt. Wie das Whitepaper „Mit werkstofflichem Recycling zu einer nachhaltigen Medizintechnik - Herausforderungen und Lösungsansätze für die Verarbeitung von Klinikabfällen" des Fraunhofer IWU zeigt, sind aber Potenziale für das Recycling vorhanden.