Sort4Circle: CO2-effiziente Kunststoffsortierung
Die Hochschule Pforzheim und Polysecure wollen gemeinsam eine neue Sortiertechnologie für das Recycling von Kunststoffen und anderen Materialien weiterentwickeln.

Die Hochschule Pforzheim und Polysecure wollen gemeinsam eine neue Sortiertechnologie für das Recycling von Kunststoffen und anderen Materialien weiterentwickeln.

Mit neuen Ruf-Brikettieranlagen verringert das Sägewerk Weihele den Stromverbrauch um rund ein Viertel.

Markus Tandel, 42, übernimmt bei Lindemann die Bereiche Beschaffung und Aftermarket.

Die europäischen Ziele für das Recycling von Verpackungen für 2025 und 2030 sind ambitioniert. Und durch die Umstellung des Berechnungsverfahrens gehen die Quoten gerade eher nach unten als nach oben. Die Studie „Mixed Waste Sorting to meet the EU's Circular Economy Objectives", die Eunomia im Auftrag von Reloop und Zero Waste Europe erstellt hat, soll das Potenzial gemischter Abfälle zum Erreichen der Quoten aufzeigen.

Zwar ist E-Schrott der am schnellsten wachsende Abfallstrom der Welt, dennoch findet er noch zu wenig Beachtung bei der Bewirtschaftung. Allerdings erfordert die Bewältigung des Problems mehr als nur technische Lösungen. Nach Auffassung von Forschenden der Universität von Nevada ist eine Kombination aus kosteneffizienten chemischen Recyclingtechnologien sowie vorausschauenden politischen Reformen für die effektive Bewirtschaftung und Reduzierung von Elektroschrott die Lösung. In dem Bericht „Exploring the e-waste crisis: strategies for sustainable recycling and circular economy integration", der in „Recycling" erschienen ist, stellen sie ihren Ansatz vor.

Laut Plastics Recyclers Europe befindet sich die europäische Kunststoffindustrie inklusive der Recycler in einer massiven Krise. In dem Papier „Securing a future for circular plastics in Europe" schlägt der Verband eine Reihe von Maßnahmen vor.

Wie wirkt sich die EU-Finanzierung auf die Kapazitäten und den Fortschritt beim Aufbau effizienter Abfallmanagementsysteme aus? Diese Frage wird im Bericht "Abfallmanagement und die Kreislaufwirtschaft in Mittel- und Osteuropa" von Galovic savjetovanje, Bankwatch Network, Zelena Akcija und Za Zemiata mit Unterstützung von Methane Matters und Zero Waste Europe behandelt. Wie der Titel andeutet, konzentriert sich der Bericht auf die osteuropäischen Mitgliedstaaten

Obwohl Kunststoffe in fast allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle spielen, gibt es zwei große Probleme mit dem Material. Erstens gelangt Kunststoff durch unsachgemäße Entsorgung und Verschmutzung in die Umwelt. Zweitens stellt sich die Frage, wie man das Material am Ende seiner Lebensdauer behandelt. Eine Kreislaufwirtschaft, die Abfall vermeidet und Materialien im Umlauf hält, kann beide Probleme lösen. Allerdings werden derzeit nur etwa 9 % aller Plastikmüllabfälle weltweit recycelt. Die Studie "Disruptive technologies that deliver a circular economy for plastics", die von australischen Wissenschaftlern in "Next Sustainability" veröffentlicht wurde, untersuchte daher disruptive Technologien, die die Rückgewinnung und das Recycling von Kunststoffen ermöglichen. Disruptive Technologien werden definiert als solche, die eine bestehende Technologie erheblich verdrängen, eine Branche transformieren oder eine neue Branche schaffen. Die Studie identifizierte Biokunststoffe, chemisches Recycling, synthetische Biologie, rückverfolgbare Kunststoffe und Abfalltrennung als die wichtigsten disruptiven Technologien. Diese wurden hauptsächlich im Hinblick auf Patente untersucht.
Der hohe Bedarf an Materialien für die Energiewende kann zumindest in Teilen durch die Rückgewinnung bereits vorhandener Materialien gedeckt werden. Dabei ist das Recycling aber nur eine von verschiedenen Strategien. Die International Energy Agency hat in ihrem Bericht „Recycling of Critical Minerals - Strategies to scale up recycling and urban mining" den aktuellen Stand bei der Rückgewinnung von Materialien für die Energiewende untersucht.

Mit dem Clean Industrial Deal will die Europäische Kommission die Wirtschaft wieder wettbewerbsfähiger machen. Der Deal sieht dabei eine Reihe einzelner Maßnahmen vor, unter anderem einen „Aktionsplan für eine wettbewerbsfähige und kohlenstoffarme Stahl- und Metallindustrie". Der wurde Mitte März veröffentlicht.

Hohe Kosten, wenig Aufträge: Die Lage der deutschen Kunststoffverarbeiter ist laut dem Branchenverband TecPart alles andere als rosig. Mit Besserung ist frühestens im Sommer zu rechnen.

Die Kommission betont die Bedeutung der industriellen Basis für die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Allerdings stehe die EU vor einer Reihe von Herausforderungen, denen gleichzeitig begegnet werden müsse. Dies seien die Klimakrise und ihre Folgen, die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Daher sei ein transformativer Wirtschaftsplan erforderlich. Der Clean Industrial Deal soll Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit in einer übergreifenden Wachstums-strategie zusammenbringen.

Europa strebt an, der erste klimaneutrale Kontinent mit einer nachhaltigeren, gerechteren und wohlhabenderen Gesellschaft zu werden, die planetare Grenzen akzeptiert. Die zur Erreichung dieses Ziel notwendigen Veränderungen könnten jedoch bestehende Ungleichheiten verschärfen und neue schaffen. Daher ist eine gerechte Transformation erforderlich. Der vom EEA veröffentlichte Bericht "Just Sustainability transitions - from concept to practice" untersucht, wie dies in aktuellen Politiken angegangen wird.

Auf das Klimaziel des Pariser Abkommens haben sich die meisten Länder der Welt geeinigt. Mit der Umsetzung tun sich die meisten aber noch sehr schwer. Wie eine Untersuchung von Germanwatch, dem New Climate Institute und Climate Action Network International zeigt, fehlt den meisten Ländern die notwendige Ambition.

Conversio hat im Auftrag von BKV mit Unterstützung von Plastics Europe Deutschland, BDE, bvse, VDMA Kunststoff und Gummimaschinen, IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, KRV - Kunststoffrohrverband, VinylPlus Deutschland, GKV - Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe, FSK - Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane, TecPart - Verband Technische Kunststoff-Produkte, pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme, der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sowie dem VCI - Verband der Chemischen Industrie das aktuelle „Stoffstrombild Kunststoffe" erstellt.

Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüsselelement globaler Nachhaltigkeitsstrategien, auch in Südostasien. Eine kürzlich von der GIZ in Zusammenarbeit mit ASEAN durchgeführte und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Studie untersucht, wie Mikro-, Klein- und Mittel- und KMU-Unternehmen (KMU) in den zehn ASEAN-Mitgliedstaaten am Übergang zur Kreislaufwirtschaft teilnehmen - oder eben nicht.

Die kommende Dekade werde entscheidend dafür sein, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen und die notwendigen Schritte Richtung Netto-Null-Emissionen zu unternehmen, erklärt die Europäische Kommission. In den kommenden Jahren mussten die wirtschaftlichen Weichen dafür gestellt werden. Es wurden neue Märkte entstehen, neue Technologien entwickelt und das Energiesystem sich verändern. Wer dabei zuerst und schnell investiert, werde sich einen guten Platz in dieser neuen Wirtschaft sichern. Damit die EU dabei gut abschneidet, hat die Kommission einen „Industrieplan für den Grünen Deal" vorgelegt.
Der VDI begrüßt den veröffentlichten Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) ausdrücklich.

Die Weltrohstoffpreise zogen im Juni 2024 auf Dollar-Basis nur geringfügig um 0,8 % an. In Inlandswährung betrug der Anstieg aufgrund einer leichten Abwertung des Euro zum US-Dollar 1,3 %.
Trotz jüngster Rückschläge wird weltweit die Produktion von Kraftstoffen aus Abfällen betrieben.