Kompromissbereitschaft beim Wertstoffgesetz gefordert
Im Rahmen des Neujahrsempfangs des bvse heute in München sprach der parlamentatischer Staatssekretär Florian Pronold unter anderem über den aktuellen Stand des Wertstoffgesetzes.
Im Rahmen des Neujahrsempfangs des bvse heute in München sprach der parlamentatischer Staatssekretär Florian Pronold unter anderem über den aktuellen Stand des Wertstoffgesetzes.
In unabhängigen Pressemitteilungen haben sich BDE, bvse und BDSV klar gegen die Absicht einiger Bundesländer gestellt, die Organisationshoheit zur Wertstofferfassung den Kommunen zuzuschreiben.

Die Kreislaufwirtschaft ist eine einschneidende Veränderung - nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für alle anderen Bereiche. Dafür muss es aber klare Regeln geben, die heute noch weitgehend fehlen. DIN, DKE und VDI haben in Zusammenarbeit mit mehr als 500 Expert*innen die „Deutsche Normungsroadmap Circular Economy" vorgelegt. Der Beitrag gibt einen kleinen Einblick in die ambitionierten Pläne.

Die kommende Dekade werde entscheidend dafür sein, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen und die notwendigen Schritte Richtung Netto-Null-Emissionen zu unternehmen, erklärt die Europäische Kommission. In den kommenden Jahren mussten die wirtschaftlichen Weichen dafür gestellt werden. Es wurden neue Märkte entstehen, neue Technologien entwickelt und das Energiesystem sich verändern. Wer dabei zuerst und schnell investiert, werde sich einen guten Platz in dieser neuen Wirtschaft sichern. Damit die EU dabei gut abschneidet, hat die Kommission einen „Industrieplan für den Grünen Deal" vorgelegt.

Millionen Tonnen E-Schrott warten darauf, in den Stoffkreislauf zurückzukehren. Die effiziente Behandlung lohnt sich, die Technologien stehen bereit. Wieso geht trotzdem so viel verloren? Über diese und andere Fragen wurde auf dem International Electronics Recycling Congress in Salzburg diskutiert. Deutlich wurde dabei: Der Zugang zu urbanen Minen und anderen Quellen muss schnellstens vereinfacht werden.

Die Coronapandemie hat die digitale Kommunikation und vor allem das digitale Lernen noch einmal beschleunigt. Webinare und Online-Live-Seminare gehören längst zum Standard, auch in der Recycling-Branche. Die Karl Meyer Akademie GmbH mit Sitz in Wischhafen an der Elbe und in Hamburg hat die Zahl der Online-Veranstaltungen ebenfalls deutlich gesteigert. Doch das Unternehmen der Karl Meyer Gruppe geht mittlerweile einen Schritt weiter. Die Mitarbeiter*innen haben komplette E-Learnings entwickelt, in denen Beschäftigte der Branche interaktiv Wissen vermittelt bekommen. Dabei sind sie weder auf einen festen Ort noch einen festen Termin angewiesen und damit noch flexibler.

Laut aktuellem Klimaschutzgesetz soll Deutschland bis 2045 klimaneutral sein. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) übertrifft dieses Ziel schon jetzt. Denn seit 2018 arbeitet das Unternehmen bereits klimapositiv. Mit anderen Worten: Die CO₂-Einsparungen liegen deutlich über den Emissionen.

Das Center Textillogistik der Hochschule Niederrhein hat eine Sortieranalyse von Alttextilien durchgeführt. Fragestellung war, wie die Kenntnisse über Mischfasern und deren Einsatz in Bekleidungsprodukten faserspezifische Recyclingprozesse unterstützen können, um einen geschlossenen textilen Kreislauf zu fördern. Grundlage für die Überlegungen zu dieser Untersuchung waren die bisher unzureichende Datenlage dieses Stoffstroms und die erforderliche Adaption an aktuelle und in der Forschung befindliche Faser-zu-Faser-Textilrecyclingverfahren. Die Qualität des Outputs entsprechender Systeme richtet sich maßgeblich nach der Beschaffenheit und Zusammensetzung der Input-Materialien und damit, neben sortenreinen Textilabfällen, der gesamten Bandbreite der gemischten Alttextilien.

Die Klimaneutralität sorgt nicht nur in Deutschland für Diskussionen und Konfrontationen. Die bringen uns aber derzeit kaum weiter, so die Einschätzung der Stiftung Klimawirtschaft. In ihrem Bericht „Fortschritt braucht Mut - Mit Klimaneutralität Deutschland zukunftsfähig machen" betont sie die Notwendigkeit, schnell zu handeln und macht konkrete Vorschläge, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Der Bericht befasst sich konkret mit drei Elementen des Onlinehandels: Versandverpackungspraxis, Logistik inklusive letzte Meile und Retourenmanagement. Für diese drei Bereiche wurden mögliche Handlungsansätze zur Ökologisierung entwickelt. Zudem wurden drei Szenarien mit unterschiedlichen Umsetzungsgraden betrachtet.