Mit KI gegen Batteriebrände
Im Anschluss forderte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock eine stärkere Verantwortung von Herstellern und Politik im Umgang mit falsch entsorgten Batterien.

Im Anschluss forderte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock eine stärkere Verantwortung von Herstellern und Politik im Umgang mit falsch entsorgten Batterien.

Dr. Stefan Bleckwehl verstärkt seit März 2026 die Geschäftsführung von Berlin Recycling. Er übernimmt die Leitung mit Bianka Rieder.

Die Tagung wird vom Deutschen Abbruchverband ausgerichtet und gilt als zentraler Treffpunkt der Abbruch- und Rückbaubranche im deutschsprachigen Raum. Neben Teilnehmern aus Deutschland nutzten auch internationale Fachbesucher die Veranstaltung zum Austausch über aktuelle Projekte, Verfahren und Entwicklungen im Bereich Rückbau und Stoffstrommanagement.

Komptech mit Sitz in Frohnleiten in der Steiermark und Anlagenbau Günther aus Wartenberg in Hessen arbeiten seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Sieb- und Separationstechnik zusammen. Im Zuge eines Generationenwechsels bei Anlagenbau Günther wurde die bestehende Kooperation neu strukturiert und langfristig erweitert. Anfang des Jahres hat Max Günther die Geschäftsführung des 1924 gegründeten Familienunternehmens übernommen und folgt damit auf den langjährigen Geschäftsführer Bernd Günther.

Das Forschungsprojekt „TheKey", gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, untersucht Verfahren für das Recycling von Mischgeweben. Im Projekt wurde nun ein erster Meilenstein erreicht. Unter industrienahen Bedingungen konnten aus polyesterhaltigen Textilabfällen die Monomere Terephthalsäure und Ethylenglykol zurückgewonnen werden. Die gewonnenen Ausgangsstoffe erfüllen gängige Industrienormen und können für die Herstellung von neuem Polyester eingesetzt werden.

Medienberichten zufolge bleibt der von Umweltminister Norbert Totschnig vorgelegte Gesetzesentwurf hinter diesen Anforderungen zurück. Demnach enthält der Entwurf weder verbindliche sektorale Emissionspfade noch wirksame Korrekturmechanismen und nennt das Zieljahr 2050 statt des im Regierungsprogramm sowie in der Industriestrategie festgelegten Jahres 2040.

Ziel ist es, das Recycling von thermogeformten PET-Schalen im industriellen Maßstab zu stabilisieren und die Herstellung lebensmitteltauglicher rPET-Schalen aus Post-Consumer-Material zu ermöglichen.

Diese Materialien können grundsätzlich als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe empfiehlt deshalb, ausgediente Ausrüstung über Altstoffsammelstellen zu entsorgen, damit sie in entsprechende Recyclingströme gelangen kann.

Polystyrol wird häufig für Lebensmittelverpackungen eingesetzt, etwa für Joghurt- und Milchproduktebecher. Das Material bietet eine hohe Stoßfestigkeit und schützt Lebensmittel während Transport und Lagerung. Gleichzeitig gilt Polystyrol grundsätzlich als recycelbar. Das über den Gelben Sack erfasste Material stammt überwiegend aus Lebensmittelverpackungen. Dennoch werden Polystyrol-Verpackungen zunehmend seltener sortiert und dem Recycling zugeführt, da die erfassten Mengen zurückgehen.

Mehrere Beiträge machten deutlich, dass zirkuläre Geschäftsmodelle zunehmend Teil langfristiger Unternehmensstrategien werden. Kreislaufwirtschaft wird dabei nicht mehr ausschließlich als Umweltinstrument verstanden, sondern als Ansatz zur Sicherung von Rohstoffen und zur Stabilisierung industrieller Wertschöpfung.

Die Convitrum GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft der Reiling Unternehmensgruppe sowie der Anlagenbauingenieure Kevin Auner und Erwin Schaller. Das Unternehmen verbindet Erfahrungen aus dem industriellen Photovoltaik-Recycling mit Know-how in Planung und Umsetzung technischer Anlagenkonzepte.

Euro Separadora ist in Portugal in der Sammlung, Sortierung, dem Transport und der Verwertung von Abfällen tätig. Das Unternehmen verarbeitet unter anderem Abfälle aus Industrie und Gewerbe, Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Bau- und Abbruchabfälle. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen für industrielle Anwendungen.

Holland Recycling ist seit 2010 auf die Entsorgung und Aufbereitung ausgedienter IT-Geräte spezialisiert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Elektronikrecycling mit Schwerpunkt auf der Rückgewinnung von Metallen aus elektronischen Bauteilen und Leiterplatten. Das Unternehmen verarbeitet Leiterplatten in mehr als 25 unterschiedlichen Qualitäten und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Rückgewinnung wertvoller Metalle.

Während der zweitägigen Konferenz wurden 24 Fachvorträge sowie mehrere Diskussionsrunden präsentiert. Vertreter aus Industrie, Forschung, Start-ups und Finanzierungsinstitutionen diskutierten, wie digitale Technologien zur Entwicklung zirkulärer Materialsysteme beitragen können. Dabei stand insbesondere der Einsatz künstlicher Intelligenz entlang der industriellen Wertschöpfungsketten im Mittelpunkt.

Das europäische Forschungsprojekt FlexCycle (Flexible Robotic Automation Techniques for Soft Materials Recycling) entwickelt Robotik- und KI-Systeme für das Recycling flexibler Materialien. Das Projekt wird im EU-Programm Horizon Europe gefördert und verfügt über ein Budget von 7,5 Millionen Euro. Insgesamt sind zwölf Partner aus sechs Ländern beteiligt. Während der vierjährigen Projektlaufzeit entstehen autonome Systeme, die komplexe Produkte wie Kleidungsstücke, elektrische Kabel oder Komponenten aus Brennstoffzellen identifizieren, zerlegen und wertstoffhaltige Bestandteile zurückgewinnen können.

Während QUBA für Güteüberwachung, Qualitätssicherung und Zertifizierung zuständig ist, stellt N1 Circular mit der SITE DEPOT Community ein digitales Stoffstromnetzwerk bereit, über das Angebote sichtbar gemacht werden können.

Die „Circular Economy Landkarte NRW" wurde am 11. März auf der Fachmesse Circular Valley Convention in Düsseldorf vorgestellt. Die Landkarte wird von der Leitstelle CE.NRW betrieben, die unter dem Dach von NRW.Energy4Climate angesiedelt ist.

Die Studie untersucht regelmäßig zentrale Kennzahlen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zählen Produktionsmengen, Einsatzbereiche von Kunststoffen, das Aufkommen von Kunststoffabfällen sowie deren Verwertung und der Einsatz von Rezyklaten.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass KI bereits in verschiedenen Anwendungen eingesetzt wird und bis 2030 eine zunehmende Bedeutung für Effizienz, Qualitätskontrolle und Kreislaufführung von Kunststoffen erlangen kann. Voraussetzung für eine breitere Nutzung sind interoperable Datenstrukturen, technische Standards und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle.

Über den europäischen Verband Recycling Europe hat sich der Verband an einem gemeinsamen Positionspapier beteiligt. Darin wird auf erhebliche Rechts- und Planungsunsicherheiten für Unternehmen der Recyclingwirtschaft hingewiesen.