Scholz Holding zieht nach London
Die Scholz Holding hat in den letzten Tagen umfangreiche Maßnahmen zu einer finanziellen Restrukturierung eingeleitet. Dies berichtet der bvse auf seiner Webseite.
Die Scholz Holding hat in den letzten Tagen umfangreiche Maßnahmen zu einer finanziellen Restrukturierung eingeleitet. Dies berichtet der bvse auf seiner Webseite.
Ein kommunales Monopol bei der Wertstofferfassung sei weder verbraucher- noch umweltfreundlich, so das Unternehmen in einer Pressemeldung.
Das Unternehmen erwartet für die kommenden zwölf Jahre einen kumulierten Umsatz von 287 Mio. €.

Vorstandsmitglied Martin Becker-Rethmann hat die Alba-Group zum Jahresende 2015 verlassen.

Kunststoffverpackungen machen fast 40 Prozent der weltweiten Kunststoffproduktion aus und aufgrund ihrer kurzen Lebenszyklen gilt ihr Recycling als Schlüsselfaktor für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Trotz steigender Sammlungsvolumina ist bisher nur ein kleiner Teil als hochwertiges Recyclingmaterial auf den Markt gekommen. In der Studie "Enhancement in Post-Consumer Mechanical Recycling of Plastics: Role of Design for Recycling, Specifications, and Efficient Sorting of Packaging Material" untersuchten österreichische Wissenschaftler drei zentrale Hebel für hochwertiges Kunststoffrecycling: Design for Recycling (DfR), Bindespezifikationen und effiziente Sortiertechnologien. Ihre Wechselwirkung bestimmt, ob Materialflüsse in geschlossenen Kreisläufen geleitet oder in untergeordnete Anwendungen heruntergefahren werden. Die Studie wurde in "Polymers" veröffentlicht.

Viele Bereiche der europäischen Industrie sind auf die Verfügbarkeit von Permanent-magneten angewiesen, die Seltene Erden enthalten. Diese sind aber nicht in Europa verfügbar, sondern stammen zu sehr großen Teilen aus China. Daher ist eine neue Strategie erforderlich. Wie die aussehen könnte, hat Circular Republic in dem Bericht „Closing the loop on rare earth magnets" ausgeführt.

Die Abfallwirtschaft ist ein zentrales Handlungsfeld der europäischen Kreislaufwirtschaft. EU-Richtlinien geben ambitionierte Ziele vor, doch eine wirksame Steuerung erfordert belastbare Daten zu ökologischen und öko-nomischen Auswirkungen. Bisher stützen sich viele Bewertungen jedoch auf mengenbasierte Indikatoren wie Recyclingquoten oder Deponierungsraten, die nur eingeschränkt die tatsächliche Umwelt- und Kostenbilanz widerspiegeln. Besonders problematisch ist, dass meist nur gesammelte Abfallmengen berücksichtigt werden, während die tatsächlich erzeugten Mengen mit Fehlwürfen und nicht erfassten Strömen oft verborgen bleiben. Dadurch werden Ineffizienzen im System übersehen und Prioritäten verzerrt. Die Studie „Comprehensive as-sessment of environmental and economic impacts of the entire EU waste management system" von Wissen-schaftlern aus Dänemark und Spanien stellt ein Modell vor, das beide Perspektiven miteinander verbindet und zugleich ökologische und ökonomische Bewertungen integriert. Die Studie wurde in „Waste management" veröffentlicht.

Ob Wiegescheine, Lieferscheine oder Analysen: Viele Dokumente in der Entsorgungsbranche werden noch manuell erfasst - und damit fehleranfällig und zeitintensiv. Ein neues KI-Tool verspricht Abhilfe und könnte den Weg zu einer konsequent digitalisierten Kreislaufwirtschaft erleichtern.

Noch für dieses Jahr hat Umweltminister Carsten Schneider ein Maßnahmenprogramm angekündigt, mit dem die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie praktisch umgesetzt werden soll. BDE und VBS haben nun ihrerseits ein „Sofortprogramm Kreislaufwirtschaft" vorgelegt, in dem die derzeit wichtigsten Anliegen der Branche zusammengefasst werden.

Die EU strebt mit dem Green Deal eine deutliche Steigerung der Kunststoffrecyclingquote an, doch aktuell werden nur etwa 27 Prozent der Abfälle tatsächlich verwertet. Neben dem mechanischen Recycling rücken physikalische und chemische Verfahren in den Fokus, deren Umwelt- und Kosteneffekte bislang wenig erforscht sind. Die Studie „Environmental and economic assessment of plastic waste recycling and energy recovery pathways in the EU" spanischer und italienischer Wissenschaftler vergleicht die wichtigsten Verwertungswege auf Basis europäischer Primärdaten und liefert Entscheidungshilfen für Politik und Wirtschaft. Die Studie wurde in „Resources, Conservation & Recycling" veröffentlicht.

Wie bei vielen anderen Produkten stellt sich auch bei Batterien am Lebensende die Frage nach dem weiteren Umgang. Bisher gilt das Recycling als die beste Lösung. Wissenschaftler aus den USA, Deutschland und Großbritannien kommen in der Studie „Recycling or Second Use? Supply Potentials and Climate Effects of End-of-Life Electric Vehicle Batteries" zu dem Schluss, dass eine Weiternutzung zumindest aus Umweltsicht die bessere Variante ist. Das heißt aber nicht, dass das Recycling keine Rolle spielt. Die Studie wurde in „Environmental Science & Technology" veröffentlicht.

Kunststoffe bestehen aus weit mehr als nur Polymeren. Ein internationales Forschungsteam hat nun eine globale Übersicht über mehr als 16.000 bekannte Kunststoffchemikalien vorgelegt - darunter über 4.200 besorgniserregende Stoffe. Die Studie „Mapping the chemical complexity of plastics" wurde in „Nature" veröffentlicht.

Eigentlich kennt die Wirtschaft nur eine Richtung: nach oben. Ein dauerhaftes Wachstum gilt als Grundlage für Wohlstand. Dass das nicht immer gut ist für die Umwelt und auch für viele Menschen ist ebenfalls kein Geheimnis. Das Konzept der Suffizienz könnte dazu beitragen, einige der aktuellen Probleme zu lösen. Die Nachwuchsforschungsgruppe EnSu macht in ihrem Bericht „Krisenfest, sozial und umweltgerecht - Impulse zur Entwicklung einer Suffizienzstrategie für Deutschland" Vorschläge, wie das in der Praxis aussehen könnte.

Rechtliche Rahmenbedingungen und technologische Möglichkeiten spielen offensichtlich eine wichtige Rolle bei der Umwandlung zu einer Kreislaufwirtschaft. Die Rolle der Verbraucher wird jedoch oft unterschätzt. Und vor allem müssen sie Vertrauen in die Kreislaufwirtschaft als Konzept haben. Der Bericht "The tipping point: building trust in the circular economy", veröffentlicht von BSI und der Universität Cambridge, behandelt die Frage, wie dieses Vertrauen sowohl geschaffen als auch aufrechterhalten werden kann.

Bis 2050 will die Europäische Union klimaneutral werden. Bis zum Erreichen der Zwischenziele 2030 bleiben nur noch fünf Jahre. Daher ist es dringender denn je, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Andernfalls drohen steigende Energiekosten und eine wachsende Abhängigkeit von Drittländern. Die vollständige Umsetzung des bestehenden Rechtsrahmens zur Erreichung der Klima- und Energieziele für 2030 sei die Voraussetzung dafür, dass die EU auf Kurs bleibt, um das Ziel für 2040 und die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen und gleichzeitig das volle Potenzial des Übergangs auszuschöpfen. Mit der aktuellen Bestandsaufnahme „EU-wide assessment of the final updated national energy and climate plans. Delivering the Union's 2030 energy and climate objectives" will die Europäische Kommission prüfen, ob die Umsetzung im erforderlichen Maß erfolgt.

Die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen werden von der sogenannten Polykrise geprägt. Daher sei in besonderem Maße politische Handlungskompetenz zur Stärkung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Resilienz gefragt. Der Bericht „Politische Handlungskompetenz - Klimaschutz in Zeiten der Polykrise" des Umweltbundesamts hat untersucht, welche Trends die Anforderungen und Möglichkeiten der politischen Handlungskompetenz verändern und wie sie sich auf den Klimaschutz auswirken. Der Bericht wurde im Rahmen des Projekts Klimascan erstellt.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden insgesamt 5.100 Tonnen beziehungsweise 0,6 % mehr Elektroaltgeräte angenommen. Verglichen mit dem Höchststand im Pandemiejahr 2020, als noch gut 1,0 Millionen Tonnen erfasst wurden, bedeutet dies jedoch einen Rückgang um 131.000 Tonnen beziehungsweise 12,6 %.

2005 fiel mit der Elektroaltgeräteverordnung in Österreich der Startschuss für eine neue Elektroaltgeräte-Sammlung. Als erstes Sammel- und Verwertungssystem, das seinen Kund*innen eine Entpflichtung gemäß der Verordnung ermöglichte, wurde im August 2005 die Elektro Recycling Austria GmbH (ERA) vom Umweltministerium genehmigt. In den vergangenen 20 Jahren wurden mehr als 604.000 Tonnen Elektrogeräte gesammelt. Seit 2009 wurden zudem mehr als 18.000 Tonnen Altbatterien gesammelt.

Experten aus dem Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben in einer umfassenden Untersuchung die Langzeiteigenschaften von Kunststoffen analysiert. Dabei wurden gleiche Proben nach 15 Jahren erneut getestet. Die Ergebnisse sind ein positives Zeichen für die Kreislaufwirtschaft und die Verwendung von Rezyklaten.

Der landwirtschaftliche Lohnunternehmer leitet unter anderem einen bekannten Pferdehof mit insgesamt mehr als 350 betreuten Tieren bei Pulheim. Da wird Pferdemist zur relevanten Dimension mit mehr als 5000 Tonnen im Jahr. Die gilt es zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Restprodukten aus dem Lohnunternehmen zu verwerten.