BDE sieht Lücken im EU-Winterpaket
Der BDE bewertet den politischen Ansatz grundsätzlich positiv, sieht jedoch keine ausreichenden Antworten auf die aktuelle wirtschaftliche Lage der Kunststoffrecycler.

Der BDE bewertet den politischen Ansatz grundsätzlich positiv, sieht jedoch keine ausreichenden Antworten auf die aktuelle wirtschaftliche Lage der Kunststoffrecycler.

Wilms vertritt den BDE und ist Geschäftsführer von Remondis Service International. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Abfallmanagement, Recycling und sekundären Rohstoffen sowie in EU-bezogenen politischen Diskussionen zur Kreislaufwirtschaft.

Die Europäische Kommission hat ein Paket mit Pilotmaßnahmen vorgestellt, das den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschleunigen und den Kunststoffsektor in der EU stärker in den Binnenmarkt integrieren soll. Der Schwerpunkt liegt auf Harmonisierung, Marktstabilität und Investitionsanreizen für Recycling und Sekundärrohstoffe.

Kein Wunder - handelt es sich doch um einen praktischen Brennstoff, der leicht zu händeln ist und im heimischen Ofen für langanhaltende wohlige Wärme sorgt. Oft werden die Holzbriketts aus Spänen und Resthölzern von holzverarbeitenden Industrien gepresst. Eine ebenso gute Möglichkeit ist es jedoch, unbehandeltes Altholz, zum Beispiel aus Paletten, als Ausgangsmaterial zu nutzen.

Das Unternehmen betreibt mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen, darunter Essen, Dortmund, Münster, Velbert und Herten. Zum Leistungsportfolio zählen Abfallbehandlung und -verwertung, Metallumschlag, Vorbehandlungsanlagen gemäß Gewerbeabfallverordnung, Akten- und Datenträgervernichtung sowie die Behandlung von Elektroaltgeräten nach ElektroG.
Ebenso auf der Agenda des Umweltministerrats standen die Finanzierung von Schadensbehebungen bei Batteriebränden und eine mögliche Verpflichtung von E-Commerce-Plattformen zur Einhaltung der EU-Vorschriften.
Der Umweltrat befasste sich in seiner letzten Sitzung des Jahres und unter dänischer Präsidentschaft in Anwesenheit von EU-Kommissarin Jessika Roswall mit zentralen umweltpolitischen Vorhaben. Die Schlussfolgerungen setzen zugleich Akzente für die Prioritäten der kommenden Ratspräsidentschaft

Ziel des Joint Ventures ist die Übernahme und Weiterentwicklung des bestehenden Altholz- und Biomassegeschäfts der PEG. Der Schwerpunkt liegt auf der Aufbereitung, Vermarktung und Belieferung von Altholz sowie Biomasse, insbesondere für regionale Biomassekraftwerke.
Erstellt wurde es von Rechtsanwältin Prof. Dr. Angela Dageförde (DAGEFÖRDE Öffentliches Wirtschaftsrecht) sowie Rechtsanwältin Dr. Andrea Vetter (Dolde Mayen & Partner). Hintergrund ist die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie, die die Rollen und Zuständigkeiten in der Textilabfallwirtschaft neu ordnet und grundlegende Entscheidungen über Aufgabenverteilung und Finanzierung erforderlich macht.

Europa befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation, die durch den gesetzlich verankerten Weg zur Klimaneutralität geprägt ist. Der aktuelle Bericht „Trends and Projections in Europe 2025" der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt deutliche Fortschritte, aber auch kritische Lücken auf, die ein schnelles Umsteuern erfordern.

Trotz verschärfter EU-Vorgaben kommt die Bewirtschaftung von Siedlungsabfällen in vielen Mitgliedstaaten nur langsam voran. Fehlende Investitionen, unzureichende getrennte Sammlung und schwache Recyclingmärkte verhindern höhere Recyclingquoten. Gleichzeitig greifen Kontroll- und Durchsetzungsmechanismen der EU oft zu spät. Der Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt, dass eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nur durch bessere Planung, stabile Märkte und konsequente Umsetzung erreichbar ist.

Laut Plastics Recyclers Europe hat sich die Wettbewerbsfähigkeitskrise, in der sich die europäischen Kunststoffrecycler befinden, 2024 weiter verschärft. Im Bericht „Plastics Recycling Industry Figures 2024" werden anhaltend hohe Rohstoffpreise, steigende Produktions- und Stromkosten sowie unregulierte billige Importe als die wesentlichen Gründe für die Krise genannt. Der Druck habe zu geringeren Kapazitätsauslastungen und geringeren Margen geführt.

Beschleunigte Genehmigungsverfahren und reduzierte Berichtspflichten bieten Unternehmen der Entsorgungs- und Recyclingbranche die Chance, notwendige Infrastruktur zügiger auszubauen. Gleichzeitig sieht der Verband zentrale Risiken bei den Erleichterungen im Bereich der erweiterten Herstellerverantwortung, die in dieser Form zu weit gehen.

Alttextilien werden bislang überwiegend thermisch verwertet, was wertvolle Polymerressourcen unwiederbringlich vernichtet und die Chance auf eine nachhaltige Wiederverwendung verhindert. Das Projekt CloseT setzt auf chemisches Recycling mittels Solvolyse. Hierbei sollen gemischte Alttextilfasern in einem kontinuierlichen Prozess unter Einsatz eines Doppelschneckenextruders chemisch recycelt werden. Die im Recyclingprozess gewonnenen Reaktionsprodukte sollen unmittelbar als Rohstoffe in der Kunststoffverarbeitung Anwendung finden.

Die Textilindustrie verursacht durch Überproduktion und kurze Nutzungszyklen erhebliche Umweltbelastungen. Obwohl die EU ab 2025 eine getrennte Sammlung von Textilien vorschreibt, bleibt die tatsächliche Recyclingfähigkeit vieler Produkte fraglich, da Mischgewebe und Elemente wie Reißverschlüsse oder Knöpfe die Verwertung erheblich erschweren. Die Studie „Assessing the Circularity Potential of Textile Flows for Future Markets in Denmark: A Study of Textile Anatomy" von dänischen Wissenschaftler*innen untersucht am Beispiel des dänischen Marktes, wie die Kombination aus Faserzusammensetzung, Lagen und Zierelementen die Kreislauffähigkeit beeinflusst. Die Studie wurde in „Sustainable Production and Consumption" veröffentlicht.

Vor zehn Jahren wurde das Pariser Klimaschutzabkommen verabschiedet. Wie jedes Jahr hat UN Environment die Fortschritte auf dem Weg zum Erreichen der dort beschlossenen Ziele untersucht. Wie der „Emissions Gap Report 2025" deutlich zeigt, geht die Entwicklung zwar in die richtige Richtung, das aber viel zu langsam.

Stampflehm, also verdichteter Lehm, gilt als einer der nachhaltigsten Baustoffe. Er wird aus Lehm, Grobsand und Kies hergestellt und benötigt weder chemische Bindemittel noch energieintensive Brennprozesse. Trotz dieser günstigen Ökobilanz war er lange eine Nische. Das ändert sich.

Experten aus dem Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben in einer umfassenden Untersuchung die Langzeiteigenschaften von Kunststoffen analysiert. Dabei wurden gleiche Proben nach 15 Jahren erneut getestet. Die Ergebnisse sind ein positives Zeichen für die Kreislaufwirtschaft und die Verwendung von Rezyklaten.

Nach einer rund dreijährigen Entwicklungsphase wurde das Label im April 2025 eingeführt. Es steht für Produkte, Zwischenprodukte und Rohstoffe zur Verfügung.

Das Ziel: echte Kreislaufwirtschaft für Lebensmittelverpackungen, indem gebrauchte PET-Verpackungen wieder in neue, lebensmitteltaugliche Schalen mit gleicher hoher Qualität verwandelt werden.