Einheitliches Label für erneuerbare Kohlenstoffquellen
Nach einer rund dreijährigen Entwicklungsphase wurde das Label im April 2025 eingeführt. Es steht für Produkte, Zwischenprodukte und Rohstoffe zur Verfügung.

Nach einer rund dreijährigen Entwicklungsphase wurde das Label im April 2025 eingeführt. Es steht für Produkte, Zwischenprodukte und Rohstoffe zur Verfügung.

Eine aktuelle Conversio-Studie zeigt, dass Deutschland deutlich höhere Kunststoffrecyclingmengen erreichen könnte. Chemische Verfahren können das mechanische Recycling ergänzen, insbesondere bei Abfällen, die sich stofflich nur eingeschränkt verwerten lassen.
Seine Analyse zeigt: Ein eigentlich gut funktionierender Wertstoffkreislauf droht ins Stocken zu geraten - und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig. „Wir stehen an einem Punkt, an dem ein jahrzehntelang stabiles System ins Wanken gerät", sagte Uphoff vor den 160 Teilnehmenden in der Landesvertretung Hessen zu Beginn seines Vortrags.

Das Ziel: echte Kreislaufwirtschaft für Lebensmittelverpackungen, indem gebrauchte PET-Verpackungen wieder in neue, lebensmitteltaugliche Schalen mit gleicher hoher Qualität verwandelt werden.

Vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Vorgaben und technischer Entwicklungen betonten die veranstaltenden Verbände, dass verlässliche, marktorientierte gesetzliche Leitplanken entscheidend sind, um Fortschritte in Recycling und Ressourceneffizienz langfristig abzusichern. Die Wirtschaft dürfe außerdem nicht mit zusätzlichen Kosten durch den Aufbau neuer Institutionen belastet werden. Dies müsse sich auch im neuen Verpackungs-Durchführungsgesetz klar widerspiegeln.
Um diese Stärke für Wertschöpfung und Produktion im Land gezielt zu nutzen, braucht es jetzt jedoch entschlossenes politisches Handeln.

Die im Entwurf vorgesehene Errichtung einer zusätzlichen Organisation für Verpackungsreduzierung mit jährlichen Kosten von rund 90 Millionen Euro sowie die geplante 70-Prozent-Mehrwegquote gehen deutlich über die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) hinaus, die lediglich eine zehnprozentige Mehrwegpflicht bis 2030 vorsieht. Dies würde etablierte Recyclingstrukturen sowie die Investitionssicherheit in der Branche unnötig gefährden, die Verpackung weiter verteuern und zu einem erhöhten Bürokratieaufwand führen.

Im Rahmen des zweiten Stakeholder-Dialogs „Erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien - Nationale Umsetzung und Umweltziele" kamen gestern in Berlin Vertreter und Vertreterinnen aus Industrie, Handel, NGOs, PROs, Entsorgungswirtschaft, Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um über konkrete Anforderungen und Lösungswege für eine erfolgreiche Umsetzung der künftigen Herstellerverantwortung im Bereich Textil zu diskutieren.

Ein Begriff, den man sich merken muss: „Organisation für Herstellerverantwortung" (OfH).

Betreiber von Anlagen, die besonders geeignet sind, schädliche Umwelteinwirkungen hervorzurufen oder sich sonst nachteilig auf die Allgemeinheit auszuwirken, unterliegen Nachsorgepflichten.