Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Eigentlich kennt die Wirtschaft nur eine Richtung: nach oben. Ein dauerhaftes Wachstum gilt als Grundlage für Wohlstand. Dass das nicht immer gut ist für die Umwelt und auch für viele Menschen ist ebenfalls kein Geheimnis. Das Konzept der Suffizienz könnte dazu beitragen, einige der aktuellen Probleme zu lösen. Die Nachwuchsforschungsgruppe EnSu macht in ihrem Bericht „Krisenfest, sozial und umweltgerecht - Impulse zur Entwicklung einer Suffizienzstrategie für Deutschland" Vorschläge, wie das in der Praxis aussehen könnte.

Mit einem Stahlbedarf von über sieben Millionen Tonnen pro Jahr ist die Automobilindustrie einer der ressourcenintensivsten Sektoren der EU. Und diese Nachfrage steigt weiter. Die Umweltbelastung der Stahlproduktion könnte durch den zirkulären Einsatz von Stahl reduziert werden. Dies gilt jedoch nur, wenn der verstärkte Einsatz von recyceltem Stahl in der Fahrzeugherstellung nicht dazu führt, dass das Material aus anderen Sektoren oder Regionen umgeleitet wird.

Stahl gilt als das am häufigsten recycelte Material der Welt. Es gibt jedoch nur wenige Informationen darüber, wie zirkulär die Stahlindustrie tatsächlich ist. In der Studie "Globale Stagnation und regionale Unterschiede im Stahlrecycling" haben Wissenschaftler aus Japan, den Niederlanden, Österreich und Australien den tatsächlichen Zustand der Branche untersucht. Der Artikel wurde in "Resources, Conservation & Recycling" veröffentlicht.

Wie kann eine Kreislaufwirtschaft im Vereinigten Königreich bis 2040 umgesetzt werden? Die ESA hat zu diesem Thema nachgedacht.

Verbraucher spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung eines Kreislaufwirtschaftsmodells, werden aber bei der Umsetzung von Transformationsmaßnahmen noch nicht ausreichend berücksichtigt. Das OECD Digital Economy Paper "Making digital business models, tools and technologies for reliable environmental information and consumer engagement in the circular economy" zeigt, wie dies mit Hilfe digitaler Technologien verändert werden kann

Mit dem „Aktionsplan für die europäische chemische Industrie" nimmt sich die Europäische Kommission nun eine weitere Branche vor. Ziel des Plans ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der chemischen Industrie in der EU zu stärken.

Die Herausforderungen, vor denen Deutschland und auch andere Länder stehen, sind groß. Wie meistert Deutschland diese Herausforderungen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Gutachten „Transformationskompass 2025 - Herausforderungen und Chancen für Unternehmen in Deutschland", welches das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung der Grünen erstellt hat.

Rechtliche Rahmenbedingungen und technologische Möglichkeiten spielen offensichtlich eine wichtige Rolle bei der Umwandlung zu einer Kreislaufwirtschaft. Die Rolle der Verbraucher wird jedoch oft unterschätzt. Und vor allem müssen sie Vertrauen in die Kreislaufwirtschaft als Konzept haben. Der Bericht "The tipping point: building trust in the circular economy", veröffentlicht von BSI und der Universität Cambridge, behandelt die Frage, wie dieses Vertrauen sowohl geschaffen als auch aufrechterhalten werden kann.

Die Finanzierung der Kreislaufwirtschaft ist bisher nur schlecht dokumentiert. Dies liegt teilweise an seiner komplexen, multidimensionalen Natur. Solange es keine standardisierte und weit verbreitete Berichterstattung über Investitionen in Modelle der Kreislaufwirtschaft gibt, wird sich wenig ändern. Es ist jedoch unerlässlich, die aktuellen Finanzströme zu verstehen, um die gesellschaftliche Abhängigkeit von zunehmend knappen Ressourcen zu verringern. Mit ihrem Bericht "Tracking Capital Flows in the Circular Economy" möchte die globale Impact-Organisation Circle Economy das Bewusstsein für dieses Thema schärfen.

Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Das ist aber in einigen Bereichen herausfordernd. Daher wird in einigen Bereichen die Abscheidung von fossilem CO₂ unvermeidlich sein. Daher ist für das Erreichen der Klimaziele auch eine zentrale Kohlenstoffstrategie notwendig. Das Wuppertal Institut hat die „Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung von CCU, CCS und CDR" untersucht.