Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments (IMCO) hat am 7. Juli einen Initiativbericht zur Revision des Vergaberechts verabschiedet. Zwar benennt der Bericht wichtige Handlungsfelder wie Digitalisierung, Qualitätskriterien und KMU-Support - doch im Kern bleibt er deutlich hinter den Erwartungen zurück: verbindliche Standards zur Green Public Procurement (GPP) fehlen weitgehend, und die Forderung nach umfassenden Ausnahmen für In House Vergaben und öffentlich öffentliche Kooperationen ist ein offener Schlag gegen fairen Wettbewerb.

Im Rahmen der turnusmäßigen Landesversammlung des bvse-Landesverbandes Bayern am 9. Juli 2025 im Maritim Hotel Ingolstadt wurde nicht nur ein neuer Landesvorstand gewählt - die Veranstaltung war zugleich von einem bewegenden Abschied geprägt: Christiane Neuhaus, die ihr Amt als bayerische Landesvorsitzende bereits im vergangenen Jahr nach langjährigem und engagiertem Wirken niedergelegt hatte, wurde feierlich verabschiedet.

EEW Energy from Waste (EEW) hat heute den Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr 2024 veröffentlicht. Aufbauend auf dem Vorjahresbericht informiert das Unternehmen über Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Bericht folgt weiterhin dem international anerkannten Standard der Global Reporting Initiative (GRI).
Zukünftig sollen die digitalen Angebote der Faun-Tochter Koco und des Zöller-Unternehmens Scantec gemeinsam mit Visy unter einem Dach vereint werden und ein neues digitales Kompetenzzentrum gebildet.

Bis 2050 will die Europäische Union klimaneutral werden. Bis zum Erreichen der Zwischenziele 2030 bleiben nur noch fünf Jahre. Daher ist es dringender denn je, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Andernfalls drohen steigende Energiekosten und eine wachsende Abhängigkeit von Drittländern. Die vollständige Umsetzung des bestehenden Rechtsrahmens zur Erreichung der Klima- und Energieziele für 2030 sei die Voraussetzung dafür, dass die EU auf Kurs bleibt, um das Ziel für 2040 und die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen und gleichzeitig das volle Potenzial des Übergangs auszuschöpfen. Mit der aktuellen Bestandsaufnahme „EU-wide assessment of the final updated national energy and climate plans. Delivering the Union's 2030 energy and climate objectives" will die Europäische Kommission prüfen, ob die Umsetzung im erforderlichen Maß erfolgt.

In den vergangenen Jahren wurden einige Maßnahmen eingeführt, um den internationalen Handel mit Kunststoffabfällen besser kontrollieren zu können. Die OECD hat in dem „Working Paper" „Monitoring trade in plastic waste and scrap 2025" untersucht, ob sich diese Maßnahmen bisher ausgewirkt haben.

Seit 2018 hat Circle Economy den ersten „Circularity Gap Report" veröffentlicht. Seitdem kennt der Indikator nur eine Richtung: nach unten. Das liegt aber nicht daran, dass weniger recycelt wird, ganz im Gegenteil. Aber der Verbrauch von Primärrohstoffen steigt deutlich schneller.

Für das kommende Jahr plant die Europäische Kommission ein Gesetz zur Kreislaufwirtschaft. Der europäische Recyclingverband Euric hat einige Ideen, was darin stehen könnte.

Baumaterialien haben meist einen enormen Ressourcenverbrauch und sind auch erheblich für CO₂-Emissionen verantwortlich. Um die Klimaziele zu erreichen, muss sich dies ändern. Das Ifeu-Institut hat in seinem Bericht „Ziegel-Roadmap zur Ressourceneffizienz" untersucht, wo in der Herstellung und Verwendung von Ziegeln Potenziale liegen.

Während die Reparatur von Produkten früher absolut üblich war, hat sie in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung verloren. Gründe dafür sind vor allem höhere Reparaturkosten und günstige Preise für neue Produkte. Im Kontext einer Kreislaufwirtschaft kommt der Reparatur und damit der längeren Nutzung von Produkten allerdings eine wichtige Rolle zu. Die Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung, das Bundesinstitut für Berufsbildung und das Institut für Innovation und Technik haben im Auftrag des Umweltbundesamts vor allem untersucht, welche wirtschaftliche Auswirkungen mehr Reparaturen hätten. Die Ergebnisse wurden in der Studie „Wenn private Haushalte mehr reparieren" zusammengefasst.