Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Die Versorgung mit kritischen Mineralien gewinnt durch die steigende Nachfrage vor allem im Energiebereich immer mehr an Bedeutung. Der „Global Critical Minerals Outlook 2025" der internationalen Energieagentur zeigt, dass eine ausreichende Versorgung nicht als selbstverständlich gesehen werden könne.

Auch in diesem Jahr war der Altkunststofftag des bvse wieder gut besucht. Rund 300 Teilnehmer*innen fanden den Weg nach Dresden, um die aktuellen Probleme der Branche zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand allerdings ein Abschied.

Mit dem Binnenmarkt verfügt die EU über eine erhebliche Wirtschaftsmacht. Allerdings funktioniert der Markt noch längst nicht so wie er sollte. Mit einer neuen Strategie will die Kommission dies nun ändern.

Zwar ist E-Schrott der am schnellsten wachsende Abfallstrom der Welt, dennoch findet er noch zu wenig Beachtung bei der Bewirtschaftung. Allerdings erfordert die Bewältigung des Problems mehr als nur technische Lösungen. Nach Auffassung von Forschenden der Universität von Nevada ist eine Kombination aus kosteneffizienten chemischen Recyclingtechnologien sowie vorausschauenden politischen Reformen für die effektive Bewirtschaftung und Reduzierung von Elektroschrott die Lösung. In dem Bericht „Exploring the e-waste crisis: strategies for sustainable recycling and circular economy integration", der in „Recycling" erschienen ist, stellen sie ihren Ansatz vor.

Auch in Großbritannien nimmt das Aufkommen an Mobiltelefonen stetig zu. Bisher gelingt es aber nicht, größere Mengen für die Wiederverwendung oder das Recycling zurückzugewinnen. Resource Future hat im Auftrag von WWF-UK untersucht, woran das liegt und was man dagegen tun kann.

Kommt die Rettung des Klimas aus dem All? Seit geraumer Zeit wird das sogenannte Geoengineering diskutiert, das Eingriffe in das Klimasystem in großem Umfang vorsieht. Der Bericht „Solar Radiation Modification (SRM) - Wirkweise, Risiken und Governance eines Eingriffs in das globale Klimasystem durch solares Geoengineering" des Umweltbundesamts zeigt aber, dass vieles davon bestenfalls Wunschdenken ist.
Den Hauptanteil am Nettoaufkommen der Abfälle in Deutschland nehmen die Bau- und Abbruchabfälle ein. 2023 lag diese Kategorie mit rund 62 Prozent (199 Millionen Tonnen) im Schwankungsrahmen der Vorjahre. Mit rund 90 Prozent (Verwertungsquote) wird ein hoher Anteil dieser Abfälle verwertet.

Die Ergebnisse machen deutlich: Die quantitative Verfügbarkeit von Stahlschrott in Deutschland reicht aus, um den steigenden Bedarf zu decken. Entscheidend wird die Verfügbarkeit von hochwertigen Schrottqualitäten sein, die für den Einsatz in den zunehmend elektrischen Produktionsrouten - etwa in Elektrolichtbogenöfen (EAF) - erforderlich sind. Hier zeichnen sich Engpässe ab, wenn nicht gezielt in Sammlung, Sortierung und Aufbereitung investiert wird.Vor diesem Hintergrund fordern die BDSV, der bvse und der VDM entschlossenes Handeln von Politik und Industrie: „Die deutsche Stahlrecyclingwirtschaft kann den steigenden Schrottbedarf decken, wenn die Unternehmen in der Lage sind, in moderne Aufbereitungsanlagen und Qualitätssicherungstechnologien zu investieren", erklärt BDSV-Geschäftsführer Guido Lipinski. „Analog zu den milliardenschweren Förderzusagen für die Stahlindustrie braucht es auch eine Unterstützung der Recyclingwirtschaft, um die notwendigen Infrastrukturen für eine klimafreundliche Stahlproduktion aufzubauen."Zudem fordern die Verbände Investitionsgarantien sowie langfristige Abnahmevereinbarungen mit der Stahlindustrie, um die Finanzierung von Aufbereitungsanlagen wirtschaftlich abzusichern. Nur so könne die Branche aktiv zur Transformation beitragen und die Versorgung der deutschen Stahlwerke mit klimafreundlichem Stahlschrott langfristig sicherstellen.„Die Transformation der Stahlindustrie ist ohne eine leistungsfähige Recyclingwirtschaft nicht zu schaffen", betont bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. „Jetzt kommt es darauf an, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Potenziale auch gehoben werden."Aus Sicht von BDSV, bvse und VDM liefert die Studie eine differenzierte und belastbare Grundlage für die Diskussion um die künftige Rohstoffversorgung der Stahlindustrie. Ein genereller Mengenmangel an Schrott ist nicht zu erwarten - bei hochwertigen Qualitäten könnten jedoch Engpässe entstehen, sofern nicht rechtzeitig investiert wird. Deshalb ist es wichtig, dass Stahlrecyclingwirtschaft und Stahlindustrie frühzeitig gemeinsam Lösungen für die Aufbereitung, Qualitätsverbesserung und Diversifizierung der Schrottquellen entwickeln, um die Rohstoffversorgung langfristig zu sichern und die Klimaziele zu erreichen.
Der BDE begrüßt die EU-Pläne für nachhaltige Fahrzeugkreisläufe, warnt jedoch vor einer Aufweichung der Rezyklatquoten und fordert eine konsequente Umsetzung.
Der Bundesrat bittet die Bundesregierung in einer am 11. Juli 2025 gefassten Entschließung, den europäischen Aktionsplan für Stahl und Metalle so schnell wie möglich umzusetzen. Ziel sei es, die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie in Deutschland nachhaltig zu sichern.