Michael Brunn
Chefredakteur

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Während es auf Lebensmittelverpackungen zahlreiche Informationen über die Inhaltsstoffe des Produkts gibt, fehlen Angaben zu Herkunft und Zusammensetzung der Verpackungen. Die EU fordert in der neuen europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) sowohl Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen als auch eine detaillierte Informationsbereitstellung zur Verpackung. Anknüpfend an diese Ausgangslage erarbeitete das Forschungsprojekt COPPA als Konsortium aus sieben Projektpartnern einen Demonstrator zum Einsatz eines digitalen Produktpasses. Das vom Kunststoff-Zentrum SKZ geleitete fast abgeschlossene Projekt wird vom 15. Juli 2022 bis 14. Juli 2025 durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Am 20. Juni kam die DGAW in Berlin im Haus der Kreislaufwirtschaft zu Vorstandssitzung, Mitgliederversammlung und einer Fachveranstaltung zusammen.
Diese Maßnahme ist aus Sicht des bvse ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Reparierbarkeits-Index gibt Aufschluss darüber, ob ein Produkt langlebig und nachhaltig konzipiert wurde oder ob es sich um ein Gerät mit kurzer Lebensdauer handelt. Kriterien wie die Anzahl der Schritte zur Demontage, der Zugang zu Reparaturinformationen, die Verfügbarkeit von Software-Updates sowie die Art der Verbindungselemente fließen in die Bewertung ein.

Das AZuR-Netzwerk bewertet diese Entwicklung positiv: Sie stärkt die inländische Recyclingwirtschaft und schafft eine wichtige Grundlage für den Ausbau der stofflichen und chemischen Altreifenverwertung in Europa.

Gastgeber der diesjährigen Kunststoffland NRW-Mitgliederversammlung war das Mitgliedsunternehmen Intertek Analytical Services in Geleen.
Hintergrund ist die massive Belastung der Branche durch stark steigende Trassenpreise - mit drastischen Folgen für den intermodalen Wettbewerb.
„Ein ökologisches Design ist der Schlüssel für effizientes Recycling und den Schutz unserer Umwelt", erklärt Johannes Hanke, bvse-Experte für Altfahrzeugverwertung. „Der Kreislaufgedanke muss fester Bestandteil von Forschung und Entwicklung werden."
Die entstehenden Rezyklate eignen sich aufgrund ihrer hohen Reinheit vor allem für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen. „Die neue EU-Verpackungsverordnung verpflichtet die Hersteller von Kunststoffverpackungen dazu, einen gewissen Anteil an Recyclingmaterial zu verwenden. Bei Lebensmittelverpackungen ist dies besonders herausfordernd - chemisches Recycling kann hier einen positiven Beitrag leisten", erklärt Carl Dominik Klepper, Vorsitzender der AVU. Als Ausgangsmaterial sollten nur Kunststoffabfälle verwendet werden, die mechanisch nicht hochwertig recycelbar sind - dies gilt oft für komplexe Materialien oder hochgradig vermischte Abfälle.Für eine sinnvolle Integration des chemischen Recyclings in die Kreislaufwirtschaft fordert die AVU klare und faire Rahmenbedingungen. „Vor allem muss endlich festgelegt werden, in welchem Umfang man chemisch recycelte Kunststoffe als Recyclinganteil im Endprodukt anrechnen kann", betont Carl Dominik Klepper. An einer EU-weiten Lösung wird seit Jahren gearbeitet. Die AVU signalisiert dabei ihre Zustimmung zu Massenbilanzierungsverfahren, sofern sichergestellt ist, dass damit keine Übervorteilung eines Recyclingverfahrens verbunden ist und jener Anteil, der zu Brennstoffen umgewandelt wird, später nicht als Recyclinganteil in Produkten gezählt werden darf. „Um Vertrauen zu schaffen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher zudem transparent über chemisches Recycling informiert werden. Um Betrug effektiv auszuschließen, müssen lückenlose Zertifizierung und strenge Kontrollen zum Standard werden. Dies gilt für Rezyklate aus allen Recyclingverfahren, insbesondere beim Import."
Der TÜV-Verband begrüßt die politische Einigung im Rat der Europäischen Union zur Neufassung der EU-Verordnung über Altfahrzeuge (End-of-Life Vehicles, ELV Directive). Damit setzt die EU aus Sicht des TÜV-Verbands ein starkes Zeichen und übernimmt international eine Vorreiterrolle beim Recycling und dem Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Ein Konsortium unter der Koordination des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat dafür Technologien entwickelt, die Robotik, Künstliche Intelligenz und intelligente Sensorik zu einem funktionsfähigen System verbinden.