Michael Brunn
Chefredakteur

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Ein zentraler Baustein auf Österreichs Weg zur Klimaneutralität bis 2040 ist die Umgestaltung des Wirtschaftssystems zu einer Kreislaufwirtschaft, in der Treibhausgas-Emissionen, Ressourcenverbrauch und Abfall reduziert werden. Kreislaufwirtschaftstechnologien spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Umweltbundesamt-Expert*innen haben Österreichs Innovationspotenzial und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich analysiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Produktion von Stahl, Kunststoff, Zement und Holzbauprodukten - Industrien, in denen Sekundärrohstoffe künftig verstärkt eingesetzt werden sollen.

URT ist auf die Entwicklung und den Bau verfahrenstechnischer Recyclinganlagen für Elektro- und Elektronikaltgeräte (WEEE) sowie Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Menschen.
In Österreich werden 62 Prozent der Siedlungs- und Haushaltsabfälle recycelt, was einen ein Spitzenwert im europäischen Vergleich darstellt. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des VOEB bestätigt nun, dass auch die Österreicher*innen mit den Leistungen der Unternehmen der Abfallwirtschaft besonders zufrieden sind. Quer durch alle Altersgruppen und Bundesländer stimmen die Befragten den Aussagen zu, dass die Abfall- und Recyclingbranche ein erfolgreicher Baustein der österreichischen Wirtschaft ist (82%) und dass sie dank Recycling wichtige und immer knapper werdende Rohstoffe liefert (72%). Die Branche umfasst mehr als 30.000 Beschäftigte in rund 3.000 Unternehmen und erwirtschaftet jährlich neun Milliarden Euro Umsatz.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden von Januar bis April 2025 Eisen und Stahl sowie Waren daraus im Wert von 1,3 Milliarden Euro aus Deutschland in die Vereinigten Staaten exportiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Exporte dieser Handelsgüter in die USA um 0,4 %. Damit sanken die Eisen- und Stahlexporte in die USA in den ersten vier Monaten 2025 weniger stark als die deutschen Eisen- und Stahlexporte insgesamt, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 % auf 20,7 Milliarden Euro zurückgingen.

Mit dem Referentenentwurf vom 5. Juni 2025 wird ein Sondervermögen mit einem Volumen von bis zu 500 Milliarden Euro zur Investition in Infrastruktur und Klimaneutralität vorgeschlagen.
Werden die Umweltfolgekosten fossiler Energien berücksichtigt, etwa durch die Einführung eines CO₂-Preises, führt dies zu höheren Preisen für Benzin, Öl und Gas. Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, wie sich eine ambitionierte Umwelt- und Klimaschutzpolitik sozial gerecht gestalten lässt.

Die europäische Verordnung zielt darauf ab, die Lebensdauer von Mobilgeräten signifikant zu verlängern - mit klaren Vorteilen für Verbraucher*innen und die Umwelt gleichermaßen. Schon im Jahr 2022 konnte eine Umfrage vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM zeigen, dass nicht nur der Energieverbrauch für die Benutzenden, sondern maßgeblich die Langlebigkeit der Geräte eine Rolle spielt. Für die Umweltbilanz ist letztere ausschlaggebend, denn eine verlängerte Lebensdauer bedeutet nicht nur eine geringere Umweltbelastung bei der Produktion, sondern auch niedrigere Anschaffungskosten, da seltener ein neues Gerät gekauft werden muss. Durch technische Anforderungen an Robustheit, Batterielebensdauer sowie garantierten Zugang zu Ersatzteilen und Softwareupdates soll der durchschnittliche Lebenszyklus eines Mittelklasse-Smartphones von bisher 3,0 auf 4,1 Jahre steigen. So fördert die Initiative nicht nur nachhaltigen Konsum, sondern hilft auch bei der Reduktion von Elektroschrott, welcher eine immer größere Belastung für die Umwelt ist.

In dem bis zu 25 Tonnen fassende Ofen wird Aluminium aus Schrotten und Krätzen recycelt, die aufgrund ihrer Verunreinigungen nur in diesem Ofentyp verarbeitet werden können. Der Name des neuen kippbaren Drehtrommelofens (engl. TRF = tiltable rotary furnace) wurde aus Vorschlägen aus der Belegschaft der Speira Recycling Services ausgewählt. Damit wird ein früh verstorbener Kollege geehrt, der bereits 1999 beim Bau und der Inbetriebnahme des nun ersetzten Ofens gewirkt hat.

Zur K stellt Erema die Intarema 2021 TVEplus mit einem Durchmesser von 2 Metern bei der Preconditioning Unit (PCU) und 212 Millimetern bei der Schnecke erstmals mit durchgehender Extrusionseinheit vor. Bei einem Durchsatz von bis zu 3,5 Tonnen pro Stunde ist die Recyclinganlage mit einer Grundfläche von 15,1 x 3 Metern über zwei Meter kürzer als die bisherige Kaskadenbauweise, bei der zwei Extruder über eine Schmelzeleitung verbunden waren. Die neue Bauweise reduziert darüber hinaus die Massetemperatur, senkt den Energieverbrauch und verringert den Wartungsaufwand.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: „In Zeiten, in denen globale Lieferketten immer fragiler werden, gehen wir heute einen wichtigen Schritt in Richtung Rohstoff-Unabhängigkeit. Die neuen EU-Regeln sichern der deutschen Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb die Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe. Auch Bürgerinnen und Bürger profitieren, weil Ersatzteile künftig besser verfügbar sind und Reparaturen günstiger werden."