Michael Brunn
Chefredakteur

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Trotz des Rückgangs lag das Exportvolumen 2024 immer noch um 58,5 Prozent über dem Niveau von 2004 - ein Anstieg um 13,2 Millionen Tonnen.

Gleich zu Beginn machte Mike Hayes, Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling, die komplexe Lage auf dem Markt deutlich: „Die Altpapierunternehmen stehen inmitten dieser großen Preissprünge und müssen versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Weil der Wind sich schnell und ohne Vorwarnung dreht." Chancen und Risiken lägen eng beieinander - ein ständiger Tanz auf dünnem Eis. Trotzdem bleibt Altpapier ein Eckpfeiler der Kreislaufwirtschaft. Deutschland erreichte 2024 eine Altpapiereinsatzquote von 83 Prozent - ein internationaler Spitzenwert. Hayes: „Altpapier ist in Europa die Blaupause für den Begriff der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft."

Im Westfield Hamburg-Überseequartier wurden Standardpressen mit integrierten Wiegeeinheiten installiert, um die Abfälle von über 200 Gewerbetreibenden in einem gemeinsamen Behälter zu sammeln. Dadurch wird die Anzahl der vor Ort benötigten Behälter reduziert. Eine koordinierte Logistik gewährleistet eine effiziente Entsorgung und trägt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei. „Veolia und das Westfield Hamburg-Überseequartier vereint das Ziel, seine Geschäftstätigkeit auf den ökologischen Wandel auszurichten", sagt Sebastian Kornisch, Leiter zentraler Vertrieb von Veolia. Durch die Implementierung modernster Technologien und Prozesse optimiert Veolia die Abfallströme, reduziert den Ressourcenverbrauch und maximiert die Weiterverwendung von Abfällen als Rohstoffe. „Dadurch profitiert das Westfield Hamburg-Überseequartier von einer besseren Recyclingquote und reduziert gleichzeitig seinen ökologischen Fußabdruck", so Kornisch weiter.

Saubermacher Recycling sortiert und recycelt im Rhein-Main-Gebiet über eine Milliarde Haushaltsbatterien jährlich. Um dem steigenden Recyclingbedarf bestmöglich zu begegnen, erweitert das Unternehmen gemeinsam mit Meinhardt seine Kapazitäten für Batterien sowie Elektrogroß- und Kleingeräte von Waschmaschinen über Smartphones und Wasserkocher. Die neue Anlage wird am Standort von Meinhardt in Ginsheim-Gustavsburg nach höchsten Sicherheits- und Brandschutzstandards errichtet. Die Inbetriebnahme ist für das kommende Jahr geplant. Die Gründung des Joint Venture findet vorbehaltlich der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die zuständigen Behörden in Deutschland und Österreich statt.

Asahi Kasei fertigt und liefert Ionenaustauschmembranen, Elektrolysezellen, Elektroden und Know-how für den Betrieb von Elektrolyseanlagen. Elektrolyseure verwenden elektrischen Strom, um Salzwasser (Sole) in Chlor, Wasserstoff und Natronlauge zu spalten. Diese chemischen Produkte werden dann in einer Vielzahl von weiteren Anwendungen verwendet. Edelmetalle wie Iridium und Ruthenium werden zur Herstellung von Elektroden und anderen Komponenten für Elektrolysesysteme verwendet.

Damit die Sammelmenge erhöht wird, fordert der VOEB ein bundesweites 4-Tonnen-Prinzip, bei dem jeder Haushalt und jede Wohnanlage je eine Restmüll-, Papier-, Bio- sowie Verpackungstonne hat, die regelmäßig entleert werden. 84 Prozent der Befragten halten das für eine gute Idee.

Kunststoffe machen heute den größten Teil der Fremdstoffe im Bioabfall aus. Sie zersetzen sich nach und nach zu Mikroplastik, verschmutzen die Bioabfälle und geraten über die daraus entstehende Komposterde in die Umwelt. Mit der neuen Regelung sollen solche Verschmutzungen im Boden und im Wasser deutlich reduziert werden und damit auch die von Mikroplastik ausgehenden Gefahren für die Menschen und die Natur.

So heißt es, dass die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs nur international geregelt werden könne. Daher sollte das geplante globale Kunststoff-Abkommen so schnell wie möglich umgesetzt werden. Dort sollte auch eine Obergrenze für die globale Kunststoffproduktion festgelegt werden.

Anja Siegesmund, Geschäftsführende Präsidentin des BDE, betont: „Wir stehen an einem Wendepunkt der Textilwirtschaft. Mit unserem Positionspapier setzen wir klare Zeichen: Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz sind nicht nur Zukunftsvisionen, sondern müssen dringend in die Praxis umgesetzt werden. Unsere Branche fordert ein Umdenken, das von der Wiederverwendung von Alttextilien bis hin zu innovativen Recyclingstrategien reicht - und zwar unter voller politischer Unterstützung."

Die europäische chemische Industrie, die ein Eckpfeiler der Produktion mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung und ein wichtiger Wegbereiter zahlreicher anderer Branchen ist, steht am Scheideweg. Die Branche befindet sich aufgrund des globalen Wettbewerbs, steigender Energiekosten und wachsender regulatorischer Anforderungen in einer akuten Krise. Einst führend bei Patenten und Produktion, liegt Europa heute hinter China und den USA zurück - ein deutliches Zeichen nachlassender Wettbewerbsfähigkeit. Die starke Nutzung von fossilem Kohlenstoff als Rohstoffbasis durch den Sektor (über 90 %) verschärft diese Herausforderungen, da sie Abhängigkeiten schafft und die Kontrolle über den eigenen CO₂-Fußabdruck einschränkt - und das zu einem Zeitpunkt, an dem Europa mit der Notwendigkeit eines grünen Wandels ringt, um langfristigen Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Anzeichen einer fortschreitenden Deindustrialisierung der chemischen Industrie in der EU sind unübersehbar.