Michael Brunn
Chefredakteur

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Mit dem Clean Industrial Deal will die Europäische Kommission die Wirtschaft wieder wettbewerbsfähiger machen. Der Deal sieht dabei eine Reihe einzelner Maßnahmen vor, unter anderem einen „Aktionsplan für eine wettbewerbsfähige und kohlenstoffarme Stahl- und Metallindustrie". Der wurde Mitte März veröffentlicht.

Bau-, Renovierungs- und Abbruchabfälle machen etwa ein Drittel des weltweiten Abfallaufkommens aus. Mit Methoden der Kreislaufwirtschaft können Abfälle und die damit verbundenen Umweltauswirkungen erheblich reduziert werden. Verschiedene Länder wenden unterschiedliche Methoden an, um dies zu erreichen. Die von kanadischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie „Review of national policy instruments motivating circular construction" analysierte eine Reihe von Instrumenten in 19 Ländern. Die Studie wurde in „Resources, Conservation & Recycling" veröffentlicht.

Schon seit geraumer Zeit gilt in Europa die Pflicht zur getrennten Sammlung von Bioabfällen. Diese Verpflichtung wird aber längst nicht überall umgesetzt. Das Projekt „Life Biobest" hat Vorschläge für die Umsetzung einer effektiven Bioabfallbewirtschaftung in der EU vorgelegt.

Zirkuläre Bioökonomien zielen darauf ab, biogene Ressourcen effizient zu nutzen, etwa durch die Verwertung von Restbiomasse. Die Verfügbarkeit von Restbiomasse variiert regional, zudem ist ihre Nutzung regional begrenzt. Dementsprechend müssen Regionen mit unterschiedlichen Rohstoffen umgehen. Daher ist das Wissen über die Verfügbarkeit von Restbiomasse für die regionale Planung der Bioökonomie von entscheidender Bedeutung. Wissenschaftler*innen der TU Darmstadt und der Universität Kassel haben einen neuen Ansatz zur Quantifizierung von Restbiomasse entwickelt. Der Beitrag „The regional nature of circular bioeconomy: Comparing the availability of residual biomass at national, regional and city level" wurde in „Resources, Conservation & Recycling" veröffentlicht.

Auch für die Automobilindustrie ist eine Kreislaufwirtschaft die Zukunft. Wie der Bericht „Handlungsempfehlungen für die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie" des Expertenkreises Transformation der Automobilwirtschaft zeigt, müssen dafür aber zunächst noch einige Voraussetzungen geschaffen werden.

Hohe Kosten, wenig Aufträge: Die Lage der deutschen Kunststoffverarbeiter ist laut dem Branchenverband TecPart alles andere als rosig. Mit Besserung ist frühestens im Sommer zu rechnen.

Bereits zum 26. Mal lud das Kumas-Netzwerk zu den Bayerischen Abfall- und Deponietagen. Mehr als 450 Personen fanden den Weg nach Augsburg, um über aktuelle Entwicklungen in der Branche zu diskutieren.

Klimaschutz wird im besten Fall als wirtschaftlich irrelevant, im schlimmsten Fall sogar als wirtschaftsfeindlich gesehen. Das mag zutreffen, wenn es um fossile Industrien geht. Grundsätzlich betrachtet ist offenbar genau das Gegenteil der Fall. Die Boston Consulting Group sowie das Climatraces Lab und die Judge Business School haben untersucht, wie sich der Klimawandel bis Ende des Jahrhunderts auf die Wirtschaft auswirkt. Ihr Bericht: „Too hot to think straight, too cold to panic: landing the economic case for climate action with decision makers" macht deutlich: Ohne Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen wird es sehr teuer.

Wohin bewegt sich der Altpapiermarkt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 27. Altpapiertags Anfang April in Bonn. Das Interesse an Antworten war groß. Mehr als 500 Teilnehmer*innen fanden den Weg nach Bonn.

Pro Kopf fallen in der EU jährlich etwa 16 Kilogramm Textilabfälle an. Davon werden aber lediglich 4,4 Kilogramm für die Wiederverwendung und das Recycling getrennt erfasst. Der größte Teil wird in den Restabfällen gesammelt und anschließend verbrannt oder deponiert. Zudem ist der Textilsektor in erheblichem Ausmaß für Umweltbelastungen verantwortlich.