Michael Brunn
Chefredakteur

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In der Fassung 6.1 ermöglicht der CHI-Assessmentkatalog eine exakte Ermittlung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen aller Materialarten nach der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR). Diese ist seit dem 11. Februar 2025 in Kraft und muss Mitte 2026 operativ umgesetzt sein. Das Regelwerk zielt auf die Reduktion von Verpackungsabfällen und die Förderung einer wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft. Dazu fordert die PPWR eine transparente, belastbare und reproduzierbare Datengrundlage, die nur durch eine quantitative Bemessung und die darauf basierende Beurteilung der Produkteigenschaften gewährleistet ist. „Zur Prämisse der mathematischen Bemessung gibt es schon rein technisch-wissenschaftlich keine akzeptable Alternative", so Sandra Beckamp, Geschäftsführerin des CHI und Co-Autorin des komplett überarbeiteten Kataloges, „Farben geben Orientierung, aber rechnen kann man mit ihnen nicht."

In diesem Zuge haben sich Enercity und EEW Energy from Waste (Helmstedt) darauf geeinigt, die Potenziale der bestehenden thermischen EEW-Abfallverwertungsanlage in Hannover gemeinsam weiter auszubauen und langfristig für die klimafreundliche Fernwärme- und Stromerzeugung in Hannover zu nutzen. Dem vorausgegangen war ein umfassendes Verfahren, in dem auch ein möglicher Neubau einer Enercity-Abfallverwertungsanlage an einem anderen Standort in Hannover geprüft wurde.

Zum anhaltend starken Wachstum von ERDE sollen 2025 flächendeckend knapp 700 Sammelstellen und über 150 Sammelpartner sowie eine Vielzahl teilnehmender Hersteller und landwirtschaftlicher Betriebe beitragen, in Deutschland ebenso wie in der Schweiz.

Dabei kommt auch die Rücknahmetechnologie von Tomra zum Einsatz: In ausgewählten Rewe-Märkten in Friedrichshain-Kreuzberg stehen dafür die Single-feed-Pfandautomaten Tomra T9 bereit, die sowohl Becher von Sykell (Einfach Mehrweg) als auch Recup-Mehrwegbecher annehmen. Mit täglich rund zwei Millionen Einweg-Takeaway-Verpackungen allein in Berlin ist der Handlungsbedarf groß. Jetzt soll das Pilotprojekt zeigen, ob eine unkomplizierte Rückgabe über Pfandautomaten den entscheidenden Unterschied macht.
Batterien werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen, sei es in der Elektromobilität oder in der Energieversorgung. Daher muss die EU sicherstellen, über ausreichende Mengen verfügen zu können.

Beiträge können bis zum 31. Juli 2025 eingereicht werden.

Auf die künftige Bundesregierung kommen gewaltige Herausforderungen zu: massive Verwerfungen in den transatlantischen Beziehungen, andauernder Ukrainekrieg und ungelöste Migrationsthemen, wirtschaftliche Stagnation, Ausrufung nie dagewesener Neuverschuldung und der weiterhin zu adressierende Klimawandel. Noch spannender als die vergangene Wahl wird dieses Mal zu beobachten sein, in welcher politischen Konstellation den Herausforderungen begegnet und vor allem, ob der Politikwechsel auch spürbar wird.

Das Forum Rezyklat hat Empfehlungen für die recyclingoptimierte Gestaltung von Glasverpackungen veröffentlicht.

Die Renewable Carbon Initiative (RCI) hat eine Studie veröffentlicht, die die Vorgaben von Ökobilanz- und CO₂-Fußabdruck-Standards in Bezug auf erneuerbare Kohlenstoffquellen - also Kohlenstoff aus Biomasse, Kohlenstoffabscheidung oder Recycling - analysiert. Durchgeführt vom Nova-Institut im Auftrag der RCI, bietet die Studie eine vergleichende Bewertung, wie zentrale Nachhaltigkeitsrahmenwerke methodische Entscheidungen treffen.
Mehr als zwei Drittel der kommunalen Unternehmen halten das deutsche Klimaziel 2045 unter den geltenden Rahmenbedingungen für unrealistisch. Die Kosten sind aktuell zu hoch, die Finanzierung unklar. Das geht aus einer Umfrage des VKU unter den CEOs von 1.584 kommunalen Unternehmen hervor, die anlässlich der VKU-Verbandstagung in Berlin heute veröffentlicht wurde. 536 Unternehmen beteiligten sich. Deshalb muss es in der neuen Legislaturperiode darum gehen, Kosten zu senken und die Finanzierung zu klären.