Michael Brunn
Chefredakteur

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Svensk Plaståtervinning feierte die Eröffnung von Site Zero, einer hochmodernen Kunststoffsortieranlage in Motala, Schweden.
Laut Unternehmen sind ab sofort sämtliche Umverpackungen in Europa zu 100% recycelbar.

Modernes Abfallmanagement und Recycling als zentrale Säulen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind von entscheidender Bedeutung für das Erreichen der globalen Umwelt- und Klimaschutzziele.

So richtig geht es mit der Kreislaufwirtschaft in Deutschland nicht voran. Es gibt zwar viele Ansätze, die aber nicht zu einem einheitlichen Konzept verbunden sind. Wie das geändert werden könnte, zeigen das Fraunhofer ISI und Wuppertal Institut im Auftrag der Bertelsmann- Stiftung in dem Bericht „Deutschlands zirkuläre Zukunft: Wie Missionen die Transformation zur Circular Economy beschleunigen".

Pyrolyse als Teil des chemischen Recyclings gilt zumindest in der Kunststoffindustrie als eine wesentliche Möglichkeit, Kunststoffe im Kreislauf zu führen. Zero Waste Europe sieht das im Bericht „Leaky loop ‚recycling' - A technical correction on the quality of pyrolysis oil made from plastic waste" ganz anders.

Kunststoffe und damit vor allem die Kunststoffhersteller haben ein Problem: Ihre Produkte sind weitgehend linear, verursachen viele Emissionen und stehen auch sonst in der Kritik. Dem will die Branche nun entgegenwirken. Plastics Europe hat einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem Kunststoffe in Europa bis 2050 zirkular und emissionsfrei sind.

100 % recycelbar oder zu 100 % aus Rezyklat - das klingt gut und mag auch manche Verbraucher*innen zum Kauf bewegen. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Dies zeigt der Bericht „100 % Greenwash? Green Claims on PET Beverage Bottles in Europe" von Eunomia, ClientEarth, Ecos und Zero Waste Europe.

Ab 2025 steht der Alttextilmarkt vor großen Herausforderungen. Zur verpflichtenden Getrenntsammlung kommt auch noch die erweiterte Herstellerverantwortung hinzu. ACR+ hat sich bewährte Praktiken im Umgang mit Alttextilien angesehen und macht Vorschläge, wie die Systeme in Zukunft sinnvoll und effizient gestaltet werden können.

Mit der verpflichtenden Getrenntsammlung für Alttextilien soll auch eine erweiterte Herstellerverantwortung eingeführt werden. Aber in welcher Form? Das haben Cyclos und Solutions for business im Auftrag des Umweltbundesamts in der Studie „Erarbeitung möglicher Modelle der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien" untersucht.

In vielen deutschen Branchen entstehen Umweltauswirkungen nicht vor Ort, sondern in den vor- und nachgelagerten Liefer- und Wertschöpfungsketten. Mit dem Gesetz zur „Sorgfaltspflicht in der Lieferkette" müssen sich immer mehr Unternehmen mit diesem Thema auseinandersetzen. Am Beispiel der Elektronikindustrie zeigen Adelphi und Systain Consulting in der Studie „Umweltrisiken und -auswirkungen in globalen Lieferketten deutscher Unternehmen" im Auftrag des Umweltbundesamtes, welche Risiken bestehen und was Unternehmen dagegen machen können.