Michael Brunn
Chefredakteur

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Wenn das sortierte Material direkt in die eigene Betonproduktion geht, gibt es keinen Puffer. Was die Sortierung durchlässt, landet im eigenen Produkt. Das macht die Qualitätsanforderung an SORTAG besonders konkret: Die Anlage muss so sortieren, dass die mineralische Fraktion den Normen für RC-Beton genügt, die in der Schweiz zu den strengsten weltweit gehören.

Die Datengrundlage erlaubt es, den Brechprozess gezielt zu analysieren und betriebliche Abläufe anzupassen. Über einen längeren Zeitraum lassen sich Entwicklungen erkennen und Maßnahmen zur Prozessoptimierung ableiten.

Die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft erfordert eine durchgängige Datengrundlage über alle Stufen der Wertschöpfung hinweg. Erst durch die strukturierte Erhebung und Analyse wird sichtbar, in welchem Umfang Materialien im Kreislauf geführt werden und an welchen Stellen Verluste oder Qualitätsminderungen auftreten. Die Plattform setzt hier an und kombiniert datenbasierte Analysen mit Ansätzen zur Verhaltensänderung in Unternehmen.

Die IFAT 2026 dient als Plattform zur Vorstellung technischer Lösungen, die auf diese veränderten Anforderungen reagieren. Vorgestellt werden unter anderem Pumpensysteme der HOMA Pumpenfabrik GmbH, die auf den Einsatz in stark belasteten Abwasserströmen ausgelegt sind.

Während einzelne Vorschläge richtige Impulse für eine stärkere Kreislaufwirtschaft setzen, warnt der BDE vor Regelungen, die über die europäischen Vorgaben hinausgehen, etablierte Marktstrukturen gefährden und dringend notwendige Investitionssicherheit untergraben. Handlungsbedarf besteht vor allem bei der Übergangsregelung zur neuen Herstellerdefinition (Ziffer 6): Der BDE empfiehlt, Änderungen bei der Systembeteiligungspflicht erst mit Wirkung ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten zu lassen, um systemgefährdende Finanzierungslücken bei den Produzentenverantwortungsorganisationen zu vermeiden. Ein entsprechendes Rechtsgutachten liegt dem BDE vor.

Vertreter der CSU-Landtagsfraktion erörterten diese und weitere Themen mit dem Vorstand des VBS.

Der Gemeinschaftsstand in Halle B1 bündelt erstmals die Aktivitäten der Submarken Wilo FSM, Wilo Likusta, Wilo Martin und Wilo Steinhardt.

Die Studie „Treibhausgas-Szenarien für die langfristige Budgetprognose 2025" des österreichischen Umweltbundesamtes 2025 zeigen deutlich: Österreich wird selbst bei zusätzlichen Maßnahmen seine Klimaziele bis 2030 voraussichtlich verfehlen.

Elektroaltgeräte sind ein Quell des Ärgers: Die Mengen nehmen stetig zu, das ohnehin schon komplexe Recycling wird durch Designentwicklungen erschwert und mit jeder neuen Batterie droht Brandgefahr. Daher schlägt Recycling Europe in der „EU Recyclers' Roadmap: For a circular & future-proof e-waste sector" sechs Maßnahmen vor, mit denen es besser werden soll.

E-Schrott zählt zu den wertstoffreichsten, zugleich aber technisch anspruchsvollsten Abfallströmen welt-weit. Angesichts steigender Rohstoffpreise, wachsender Mengen und verschärfter Umweltanforderungen geraten klassische, chemikalien-intensive Recyclingverfahren zunehmend unter Druck. Reagenzienfreie Technologien, die auf physikalischen Trennprinzipien basieren, versprechen höhere Energieeffizienz, geringere Emissionen und neue Wege in der urbanen Rohstoffgewinnung. Die Studie „Review of Rea-gent-Free Electronic Waste Recycling: Technology, Energy, Materials and Spatial Effects" von Wissen-schaftler*innen aus Kasachstan und Kroatien analysiert den Stand der Technik und bewertet industrielle Perspektiven. Die Studie wurde in „Recycling" veröffentlicht.