Michael Brunn
Chefredakteur

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Die Transformation zu einer klimaneutralen Industrie verstärkt den Druck auf energieintensive Sektoren wie Stahl, Aluminium, Zement und Kunststoffe. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft zu, da sie Emissionen senkt, Ressourcenabhängigkeiten reduziert und wirtschaftliche Resilienz stärkt. Die JRC-Studie „Capturing the Potential of the Circular Economy Transition in Energy-Intensive Industries" zeigt, welches zusätzliche Dekarbonisierungspotenzial durch zirkuläre Maßnahmen erschlossen werden kann und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Die Transformation des europäischen Zement- und Betonsektors hin zu einer Kreislaufwirtschaft bietet erhebliches Potenzial zur Senkung von Emissionen, zur Reduktion des Rohstoff- und Energieverbrauchs sowie zur Stärkung der strategischen Autonomie der EU. Der Bericht „Environmental and Socio-Economic Impacts of the Circular Economy Transition in the EU Cement and Concrete Sector" des Joint Research Centres (JRC) zeigt, wie technische, normative und politische Innovationen zusammenwirken müssen, um die zirkuläre Transformation dieses ressourcenintensiven Sektors erfolgreich zu gestalten.

Wertstoffsammelplätze sind unverzichtbar für die Kreislaufwirtschaft - sorgen im Wohnumfeld jedoch immer wieder für Konflikte. Vor allem Lärm durch Altglas- und Altpapiercontainer wird von Anwohnenden als störend empfunden. Die Studie „Beurteilung und Minderung des Lärms bei Recyclingvorgängen", die das Lärmkontor im Auftrag des Umweltbundesamts durchgeführt hat, zeigt, wo die Geräusche entstehen, was aktuelle Messungen belegen und mit welchen praxisnahen Maßnahmen Kommunen, Entsorger und Hersteller Lärmbelastungen wirksam reduzieren können.

Die globale Bautätigkeit ist einer der zentralen Treiber des weltweiten Ressourcenverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Während die internationale Gemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen das Ziel formuliert hat, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, steigt der CO₂-Fußabdruck des Bausektors seit Jahrzehnten dynamisch an. Die Diskrepanz zwischen politischer Ambition und realer Entwicklung könnte in den kommenden Jahrzehnten zu einem entscheidenden Engpass werden. Die Studie „Carbon footprint of the construction sector is projected to double by 2050 globally" von Wissenschaftler*innen aus China, Deutschland, den Niederlanden und Österreich zeigt, dass der Sektor allein ausreichen könnte, um das verbleibende CO₂-Budget für das 1,5-Grad-Ziel zu verbrauchen, selbst wenn andere Industrien vollständig dekarbonisiert würden. Die Studie wurde in „Communications Earth & Environment" veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wirtschaftliches Handeln zur Stabilisierung und Wiederherstellung ökologischer Systeme beitragen kann. Bestehende Strategien wie Klimaneutralität, Effizienzsteigerungen und Recycling werden als notwendige, jedoch nicht ausreichende Ansätze eingeordnet, um die ökologischen Herausforderungen zu bewältigen.

Die Auswertung zeigt, dass koordinierte Governance-Strukturen eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung von Klima- und Energiepolitik sind. Städte und Regionen übernehmen dabei eine operative Rolle, insbesondere bei Planung, Finanzierung und Realisierung von Maßnahmen vor Ort.

Reifen Draws ist seit 50 Jahren als Entsorgungsfachbetrieb tätig und betreut Kunden aus Reifenhandel, Autohäusern und Kfz-Betrieben in einem regionalen Einzugsgebiet. Das Unternehmen organisiert die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Altreifen.

Der VAK IFAT München 2026 Auftritt zeigt Kommunalfahrzeuge, Fahrzeugshows und Branchenthemen der Kreislaufwirtschaft sowie das 70-jährige Verbandsjubiläum.

Die Anlage verarbeitet bis zu 200 Tonnen trockener Mischwertstoffe pro Tag. Sie ist auf heterogene Inputströme ausgelegt und ermöglicht eine weitgehende Rückgewinnung verwertbarer Materialien bei gleichzeitiger Reduzierung von Reststoffen.

Auf der IFAT 2026 präsentieren RUF Maschinenbau und das Tochterunternehmen C.F. Nielsen am Stand 232 in Halle B5 Technologien für das Brikettieren unterschiedlicher Reststoffe. Im Fokus stehen hydraulische und mechanische Brikettiersysteme für Anwendungen in der Entsorgungswirtschaft, im Recycling sowie in der Verarbeitung von Sekundärrohstoffen.