Michael Brunn
Chefredakteur

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Die Sammlung ist inzwischen in mehr als 620 Gemeinden in 17 Kantonen verfügbar. Sammelsäcke werden an 1.431 Verkaufsstellen angeboten, die Rückgabe erfolgt an 715 Sammelstellen.

Das Unternehmen geht auf eine technische Innovation des Ingenieurs Josef Martin zurück. Mit der Entwicklung des vertikal geneigten Rückschubrostes etablierte er ein Verfahren, bei dem sich der Brennstoff durch die Schwerkraft zurückbewegt, während der Abfall kontinuierlich nach vorne transportiert wird. Dieses Prinzip bildet bis heute die Grundlage zahlreicher thermischer Abfallbehandlungsanlagen des Unternehmens.
Gleichzeitig zeigt die Analyse eine deutliche internationale Dynamik. Insbesondere China, aber auch Südkorea und Japan, steigern ihre Innovationsaktivitäten im Bereich zirkulärer Technologien erheblich schneller als Deutschland. Der Vorsprung besteht - er ist jedoch nicht selbstverständlich.

Die EU richtet ihre Kunststoffindustrie konsequent mit der Recyclabilität aus und schafft verbindliche Standards mit neuen Anforderungen an Wiederverwertbarkeit und den Einsatz von Recyclingmaterialien, die globale Auswirkungen haben. Für China, als einen der größten Exporteure in die EU, bedeutet das, dass Produkte und Verpackungen in Zukunft nicht nur preislich, sondern vor allem auch in Bezug auf Regulierung wettbewerbsfähig sein müssen. In ihrem Bericht "Auswirkungen der EU-Recyclingvorschriften auf Chinas wichtigsten verpackungsintensiven Exportsektoren" zeigen ICIS und CPCIF, wie sich Europas regulatorischer Rahmen zu einem globalen Maßstab entwickelt, der Produktions- und Materialentscheidungen in chinesischen Unternehmen neu gestaltet.

Kunststoffe sind wesentliche Materialien im modernen Alltag, aber ihre Haltbarkeit und Vielseitigkeit verursachen erhebliche Belastungen sowohl für die Ökologie als auch für die menschliche Gesundheit. Durch physikalische, chemische und biologische Prozesse zerfallen sie in Mikro- und Nanopartikel, die in Böden, Wasser und Atmosphäre nachgewiesen werden können. Gleichzeitig gibt es zunehmende Hinweise auf toxikologische Effekte wie entzündliche Reaktionen, oxidativen Stress und endokrine Störungen, während die langfristigen gesundheitlichen Folgen weitgehend unklar bleiben. Vor diesem Hintergrund sind Strategien zur Reduzierung des Plastikeinsatzes, zur Entwicklung standardisierter Erkennungsmethoden sowie zur Förderung nachhaltiger Recycling- und Upcycling-Technologien von entscheidender Bedeutung. Die Studie "From Harm to Hope: Tackling Microplastics' Perils with Recycling Innovation" von italienischen Wissenschaftlern bietet einen Überblick über die Entstehung, Erkennung und gesundheitliche Relevanz von Mikroplastik sowie aktuelle Ansätze zur Kreislaufwirtschaft. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Molecules" veröffentlicht.

Aus politischer Sicht wird das Konzept der Wiederverwendung hoch geschätzt, ist jedoch sowohl rechtlich als auch operativ nicht ausreichend verankert. Es greift in etablierte Materialfluss- und Geschäftsmodelle ein, jedoch ohne klare Spezifikationen, Anreize oder Verantwortlichkeiten gestützt zu sein. Für die Abfallwirtschaft führt dies zu widersprüchlichen Zielen, zusätzlichen Kosten und einem gewissen Maß an Unsicherheit. Die Frage, ob Wiederverwendungsziele tatsächlich zu echter Abfallvermeidung führen oder lediglich eine symbolische politische Wirkung haben, bleibt daher offen. Im Bericht "Ziele für Wiederverwendung und Vorbereitung für Wiederverwendung in der Europäischen Union" hat die in Belgien ansässige NGO RReuse aktuelle Wiederverwendungspraktiken und mögliche neue Designs untersucht.

Das Gesundheitssystem verbessert das menschliche Leben und die Gesundheit, verursacht aber gleichzeitig erhebliche Umweltverschmutzung. Die Produktion, Nutzung und Entsorgung von medizinischen Produkten erzeugt große Abfallmengen und trägt etwa 4-5 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen aus. Einwegprodukte, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, sind besonders problematisch. Obwohl sie die Patientensicherheit erhöhen, führen sie zu hohem Ressourcenverbrauch und Abfallproduktion - verschärft durch die COVID-19-Pandemie. Gleichzeitig eröffnen neue Materialien, modulare Designs und verbesserte Sterilisationsverfahren Möglichkeiten, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in die Medizintechnik zu integrieren. Ziel der Studie "Kreislaufwirtschaft der Materialien in der Gesundheitsbranche: Chancen und Herausforderungen" australischer Wissenschaftler ist es, die Potenziale und Herausforderungen der zirkulären Nutzung von Medizinprodukten zu analysieren und Wege zu finden, nachhaltige Lösungen in einer sicherheitskritischen Umgebung zu finden. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Resources, onservation & Recycling" veröffentlicht.

Die Studie "Unpacking policy coherence: a network analysis of the EU policy mix for the circular economy", durchgeführt von Forschern aus Belgien und den Niederlanden, untersucht die Kohärenz der EU-Politiken zur Kreislaufwirtschaft aus der Perspektive wirtschaftlicher Akteure. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Sustainable Production and Consumption" veröffentlicht.

Trotz ehrgeiziger Klimaziele bleibt die Marktdurchdringung biobasierter Kunststoffe im Vereinigten Königreich niedrig. Die bestehenden Abgaben- und Steuersysteme haben bisher kaum Anreize geschaffen, biogene Alternativen mit fossilen Kunststoffen konkurrenzfähig zu machen. Im Gegenteil, unkoordinierte Regulierungen schaffen neue Marktverzerrungen, die nachhaltige Innovationen verlangsamen statt fördern. Der Bericht "Fixing fossil market failures: the impact of UK taxes on bio-based plastics" von BB-REG-NET erklärt, welche Reformen notwendig wären, um die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft tatsächlich zu beschleunigen.

In den letzten Jahren hat sich die Kreislaufwirtschaft zu einem zentralen Modell nachhaltiger Wirtschafts- und Umweltpolitik entwickelt. Trotz aller Fortschritte bleibt die aktive Beteiligung der Verbraucher jedoch begrenzt. Die Studie "Bringing the Consumer into the picture - normalising the circular economy", durchgeführt von WPI Economics im Auftrag von SUEZ UK, untersucht, warum bestehende Ansätze der Kreislaufwirtschaft bisher nur begrenzt aus Verbrauchersicht wirksam waren und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um zirkuläre Praktiken im Alltag zu normalisieren.