Michael Brunn
Chefredakteur

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Ziel der Zusammenarbeit ist es, fossiles Ethylacetat schrittweise durch eine biobasierte Alternative zu ersetzen. Der Ansatz konzentriert sich auf sogenannte Drop-in-Lösungen, die ohne Anpassungen bestehender Produktions- und Lieferketten eingesetzt werden können.

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe realisieren das Projekt auf Basis eines Anlagenkonzepts, das in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Rytec entwickelt wurde. Rytec verfügt über fachliche Erfahrung in der Biogaserzeugung, der biologischen und thermischen Abfallbehandlung sowie in der Energie-, Abfall- und Deponietechnik und war für die planerische Auslegung der Gesamtanlage verantwortlich.
Hintergrund ist die verpflichtende Einführung des digitalen Abfallverbringungssystems (DIWASS) und neue formale Anforderungen bei der Nutzung des Annex-VII-Formulars für innergemeinschaftliche Abfallverbringungen. Nach Einschätzung der unterzeichnenden Verbände sind wesentliche technische und organisatorische Voraussetzungen derzeit noch nicht vollständig vorhanden. Zentrale Durchführungsregelungen wurden erst 2025 verabschiedet; technische Schnittstellen, Benutzeroberflächen und Registrierungsprozesse sind bislang nicht flächendeckend operativ.

In der neuen Projektphase werden fünf Forschungs- und Entwicklungsprojekte schrittweise realisiert. Inhaltlich befassen sich diese mit der Entwicklung neuer Compounds für Extrusionsanwendungen unter Einsatz von Gummimehl, mit der strahleninduzierten Devulkanisation zur Wiederverwendung bislang eingeschränkt nutzbarer Gummimehlfraktionen sowie mit der Herstellung leistungsfähiger Rezyklate aus ambient vermahlenem Material für elastomere Rezepturen. Weitere Projekte adressieren den Einsatz von Gummimehl in Hochwasserschutzsystemen, insbesondere für die Instandsetzung von Deichen, sowie die Entwicklung eines gummimodifizierten Niedrigtemperaturasphalts mit angepassten Verarbeitungseigenschaften und reduzierten Emissionen.

Sie dient als Referenz für Interessengruppen entlang der Kunststoffwertschöpfungskette, einschließlich Recycler, Konverter, Markeninhaber und politische Entscheidungsträger, und unterstützt evidenzbasierte Entscheidungsfindung.

Hohe Energiepreise, ein strukturell unfairer internationaler Wettbewerb und gravierende Vollzugsdefizite bei bestehenden EU-Vorgaben setzen die europäische Recycling- und Kunststoffindustrie massiv unter Druck. Über 30 Verbände und Unternehmen, darunter der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, warnen daher eindringlich vor einem industriepolitischen Blindflug und haben strategische Empfehlungen vorgelegt, die darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit zirkulärer Kunststoffe „Made in Europe" zu stärken und gleichzeitig ökologische Zielsetzungen konsequent umzusetzen.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungs- und Entwicklungsprogramm wird von der Northern Graphite Corporation koordiniert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Weitere Partner sind die Rain Carbon Germany GmbH sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Vor diesem Hintergrund hat die Schweizer Bachmann Group das Projekt PAC2PAC initiiert. Ziel ist die Abbildung eines durchgängigen Kreislaufs für PET-Verpackungen, bei dem aus gebrauchten Verpackungen erneut lebensmitteltaugliche Verpackungen entstehen. An der Machbarkeitsstudie beteiligten sich die Unternehmen Sesotec, Starlinger Viscotec, Krones und PET-MAN, die jeweils ihre Technologien und ihr Prozesswissen einbrachten.

Dies gilt trotz politischer Zielsetzungen zur Defossilisierung der europäischen Wirtschaft. Der Bericht analysiert konkrete regulatorische Hemmnisse, ordnet sie den jeweiligen Rechtsakten zu und erläutert deren Auswirkungen auf Investitionen und Marktentwicklung. Zugleich formuliert die Studie Ansatzpunkte für anstehende Gesetzesrevisionen auf europäischer Ebene.

Die Vereinbarung sichert die kontinuierliche Abnahme der im Müllheizkraftwerk Pirmasens erzeugten Wärme und schafft damit eine verlässliche Grundlage für die bestehende und zukünftige Fernwärmeversorgung in der Kommune.