Michael Brunn
Chefredakteur

Chefredakteur


Mit dem Green Deal rückt die EU Textilien in den Fokus ihrer Kreislaufstrategie. Der steigende Ressourcenverbrauch und das wachsende Aufkommen an Alttextilien erzeugen politischen Druck, hochwertige Recyclingverfahren zu etablieren. Die von der Stiftung GRS beauftragte Studie „Stand der Technik und Entwicklungsbedarf zu Recycling- und Verwertungsverfahren für Textilien" des Faserinstituts Bremen unter-sucht dafür den Stand der Technik und den Entwicklungsbedarf.

Seit dem 1. Januar 2025 gilt eine Pflicht zur getrennten Sammlung von Textilabfällen, parallel zur EU-weiten Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) im Rahmen der EU-Textilstrategie. Beide Regelungen müssen gemeinsam umgesetzt werden. Die erweiterte Herstellerverantwortung soll dabei nicht nur ökologische Ziele fördern, sondern auch die bestehende Sammel- und Entsorgungsinfrastruktur stabilisieren. Die Anwaltskanzleien Dageförde und Dolde Mayen & Partner haben in dem Rechtsgutachten „Die Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien in Deutschland unter Beachtung des besonderen Stellenwerts kommunaler und gemeinnütziger Sammlungsträger" im Auftrag des VKU die europäischen Vorgaben, ihre Bedeutung für Deutschland und die nationalen Gestaltungsspielräume analysiert. Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für ein EPR-System zu schaffen, das sowohl den Anforderungen der Kreislaufwirtschaft als auch den praktischen Realitäten der Entsorgungswirtschaft gerecht wird.

Hensel Recycling bringt langjährige Erfahrung im Edelmetallrecycling und in der Prozessentwicklung ein. Die Weber GmbH verfügt über Kompetenzen in Konstruktion, Engineering, Automatisierung sowie im Bau kundenspezifischer Maschinen und Anlagen. Durch die Verbindung dieser Kenntnisse sollen technische Ansätze entstehen, die insbesondere an der Schnittstelle von Automatisierung und Recycling ansetzen.

Der Zugang zu funktionierenden Toiletten, Möglichkeiten zum Händewaschen und zu Menstruationshygiene ist vielerorts nicht gewährleistet.

Im Mittelpunkt stehen die öffentliche Beschaffung als Instrument zur Förderung von Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sowie die praktische und rechtliche Weiterentwicklung der Ersatzbaustoffverordnung.

Thematisiert wurden unter anderem die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, der Einsatz erneuerbarer Rohstoffe, der Aufbau leistungsfähiger Sammelsysteme sowie aktuelle Entwicklungen in Sortier- und Recyclingtechnologien. Beiträge lieferten Vertreter aus Industrie, Forschung und Recyclingwirtschaft, darunter Fachleute von Plastics Europe Deutschland, dem nova-Institut, Tomra, ERFMI und der BKV.

In der Europäischen Union fallen jährlich rund 6,9 Millionen Tonnen Textilabfälle an. Nur ein kleiner Teil wird getrennt gesammelt und wiederverwendet oder recycelt, der Großteil jedoch deponiert oder verbrannt. Mit der EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien wurde ein politischer Rahmen geschaffen, der ab 2025 die getrennte Sammlung verpflichtend macht. Voraussetzung für wirksame Maßnahmen ist jedoch ein genaues Verständnis der Mengen, Qualitäten und Verwertungswege von Post-Consumer-Textilien. Während hierzu in West- und Nordeuropa bereits Studien vorliegen, fehlen belastbare Daten aus Süd- und Osteuropa. Die Untersuchung „Fate and Composition of Textile Waste from Italy, the Czech Republic and Romania" des Joint Research Centre schließt diese Lücke und analysiert Textilabfälle aus Italien, Tschechien und Rumänien.

Die Kunststoffbranche beklagt sich seit geraumer Zeit, nun hat die Europäische Kommission reagiert. Unmittelbar vor Weihnachten wurde ein Aktionsplan vorgestellt, der der arg gebeutelten Branche helfen soll. Die Frage ist nur, wie kurzfristig die angekündigten kurzfristigen Maßnahmen tatsächlich sind.

Die grüne Ökonomie hat sich zu einem der weltweit dynamischsten Wachstumsmärkte entwickelt. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und technologischer Herausforderungen überschritt ihrjährliches Marktvolumen 2024 fünf Billionen US-Dollar und wird bis 2030 voraussichtlich über sieben Billionen US-Dollar erreichen. Der Bericht „Already a Multi-Trillion-Dollar Market: CEO Guide to growth in the green Economy" des World Economic Forum in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group zeigt, dass die Transformation keine Zukunftsvision mehr ist, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor für Wirtschaft und Politik.

Der Aktionsplan „RESourceEU" der Europäischen Kommission zielt darauf ab, die kritischen Rohstoffabhängigkeiten Europas deutlich zu reduzieren und die Versorgungssicherheit entlang zentraler Wertschöpfungsketten zu stärken. Aufbauend auf dem Critical Raw Materials Act setzt die Kommission auf einen kombinierten Ansatz aus beschleunigter Projektentwicklung, koordinierter Finanzierung, strategischen Partnerschaften und einer europäischen Infrastruktur für Marktdaten, Stockpiling und gemeinsame Beschaffung.