Michael Brunn
Editor-in-Chief
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Weltweit fallen jährlich rund 120 Millionen Tonnen Textilabfälle an. Ein großer Teil wird verbrannt, exportiert oder deponiert. Zugleich verändern Regulierung, Entsorgungskosten und Rohstoffbedarf den Markt. Seit 2025 müssen Textilien in der Europäischen Union getrennt erfasst werden. Zudem verschärfen Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung den Handlungsdruck. Ab Juli 2026 dürfen große Unternehmen unverkaufte Kleidung und Schuhe nicht mehr vernichten.

Die Analyse basiert auf 30 Interviews mit energieintensiven Industrieunternehmen, die bereits kohlenstoffdioxidarme Technologien einsetzen. Im Mittelpunkt stehen technische, wirtschaftliche, infrastrukturelle, regulatorische und gesellschaftliche Einflussgrößen auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion.

Der BRV-Tag zeigte neue Ansätze für Kreislaufwirtschaft im Baubereich. Themen waren Bodenaushub, Recycling-Baustoffe, Vegetationstragschichten und neue Deponieregelungen.

Die IFAT Munich 2026 verzeichnet Rekordzahlen bei Ausstellern und Besuchern. Im Fokus standen Kreislaufwirtschaft, Ressourcensicherheit und resiliente Wasserinfrastrukturen.

Reiling Glas Recycling und AGC Glass Europe führen Windschutzscheiben aus Produktionsabfällen in einen industriellen Flachglas-zu-Flachglas-Recycling-Kreislauf zurück.

Das Netzwerk zählt nach eigenen Angaben mehr als 80 europäische Partner. Ziel ist es, Reifen möglichst vollständig im Kreislauf zu halten. Dazu gehören Reparatur, Nachprofilierung, Runderneuerung sowie mechanische und chemische Verwertung.

Bereits zuvor setzte Schlenter eine PFREUNDT WK60-Radladerwaage mit angebundenem Webportal ein. Nun ergänzte das Unternehmen die bestehende Infrastruktur um eine stationäre Unterflur-Fahrzeugwaage. Ziel ist eine durchgängige und automatisierte Abwicklung der Materialströme.

Mit dem Messeauftritt rückte das Unternehmen die digitale Weiterentwicklung der Recyclingbranche in den Fokus. Stadler präsentierte Konzepte für datenbasierte Betriebsabläufe und vernetzte Anlagensteuerung. Dabei standen Anwendungen zur Verbesserung von Anlagenleistung, Verfügbarkeit und Prozessstabilität im Mittelpunkt.

Seit 2014 würdigen die Veranstalter Unternehmen und Persönlichkeiten, die mit technologischen Entwicklungen und neuen Verfahren die Kreislaufwirtschaft voranbringen. Die Auszeichnungen wurden in den Kategorien Lebenswerk, innovative Recyclinglösung und zukunftsweisende Techniklösung vergeben. Zusätzlich verlieh die Jury einen Sonderpreis für inklusives Recycling.

Für das laufende Jahr erwartet die Branche ein nominales Umsatzwachstum von 2,3 Prozent. Im Jahr 2024 hatte der Umsatz noch um 1,3 Prozent nachgegeben. 2025 folgte mit einem Plus von 1,5 Prozent eine erste Erholung. Auch der Auftragseingang entwickelt sich positiv. Nach einem realen Rückgang um 0,8 Prozent im Jahr 2024 stieg er 2025 um 2,2 Prozent. Für 2026 erwarten die Unternehmen ein Plus von 4,5 Prozent.