Michael Brunn
Chefredakteur

Chefredakteur

Aufgrund finanzieller Zwänge und mangelhafter Abfallbewirtschaftungspläne lande noch immer zu viel Müll auf Deponien. Die Prüfer stellten fest, dass der Recyclingmarkt unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet. Außerdem werde in einigen Fällen nur ein sehr geringer Teil des Mülls getrennt, und die von den Bürgern gezahlten Entsorgungsgebühren deckten nicht immer die wirklichen Kosten.

Zugleich wurde Martin Garth für die Zeit vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Mai 2031 zum Sprecher der Geschäftsführung ernannt. Damit folgt er auf Andreas Freund, der zum 1. Juli 2026 in den Ruhestand eintreten wird.

Eine europäische Forschungsinitiative unter der Leitung von Fraunhofer Umsicht sucht integrierte Lösungen für das Recycling von Textilabfällen. Das Projekt AUTOLOOP will ein System aufbauen, mit dem bis zum Jahr 2050 jährlich 1,24 Millionen Tonnen Textilabfälle verwertet und potenziell über 130.000 Arbeitsplätze in der gesamten EU geschaffen werden könnten.

Das führt zu Bodenkontaminationen, hohen CO2-Emissionen und letztlich dazu, dass wertvolle Rohstoffe wie Glas, Kunstharze und Metalle verloren gehen. Das Forschungsprojekt Plas4Plas entwickelt jetzt ein innovatives Plasmaverfahren zur Rückgewinnung dieser hochwertigen Rohstoffe aus den glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK). Wichtiger Partner im Projekt ist unter anderem die TU Bergakademie Freiberg (TUBAF).

Die Kreislaufwirtschaft ist der Schlüssel zu nachhaltigem Wirtschaften und Ressourcenschonung. Die Vision „Zero Waste" setzt über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf ein konsequentes Wertstoffmanagement und Reduktion von Abfällen zur Entsorgung.

Die am 6. November verabschiedete Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) sorgt für mehr Übersicht: Künftig müssen Sammel- und Rücknahmestellen für Elektro-Altgeräte bundesweit mit dem in der Novelle vorgegebenen Symbol „Elektrogeräte Rücknahme" gekennzeichnet werden.

Von der zertifizierten Altreifenentsorgung über die Nutzung runderneuerter Reifen für kommunale Flotten und die Straßensanierung mit Gummiasphalt bis zum Einsatz von Produkten aus Reifen-Gummigranulat im kommunalen Städtebau. Im Fokus der Veranstaltung in den Räumen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm) standen Best Practices, Fördermöglichkeiten und konkrete Projektansätze für Kommunen.

Die Rundtour - organisiert von Maxime Rehbock in Kooperation mit Nico Büttner von der ELM Recycling GmbH & Co. KG - führte zum ELM-Standort Albbrennstoff GmbH in Allmendingen und zu Schwenk Zement und zeigte eindrucksvoll die Bandbreite nachhaltiger Stoffströme.

Die Anlage, die im August 2027 in Betrieb genommen werden soll, wird die modernste Einrichtung zur Aufbereitung von Hausmüll in Lateinamerika sein und neue Maßstäbe für technologische Kompetenz und Ressourcenrückgewinnung in der Kreislaufwirtschaft setzen.
Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat für Deutschland ausweist, hat sich der Verbrauch seitdem stark reduziert: von rund 57 Tüten pro Kopf im Jahr 2018 auf etwa 31 im Jahr 2023. Deutschland erfüllt damit die EU-Vorgabe, den Verbrauch auf höchstens 40 Tüten pro Person und Jahr zu senken.