Marius Schaub
Editor RECYCLING magazine

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Das Bundeskabinett hat das Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Branchenverbände begrüßen den Schritt grundsätzlich, bemängeln aber fehlende Verbindlichkeit, vor allem bei der öffentlichen Beschaffung und beim Markthochlauf für Rezyklate.

Für Kommunen, Schulen und Kitas, die Spielplätze barrierefrei gestalten wollen, sind gebundene Fallschutzbeläge aus Reifen-Gummigranulat eine mögliche Alternative zu losen Materialien. Ebene, formstabile Oberflächen ermöglichen auch Kindern mit Rollstühlen oder Gehhilfen die uneingeschränkte Nutzung der Spielfläche.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Ergebnisse der Batteriesammlung für das Jahr 2025: Laut eigenen Berechnungen auf Basis aktueller Mengenmeldungen der Batteriesammelsysteme wurden lediglich 56 Prozent der ausgedienten Gerätebatterien ordnungsgemäß erfasst. Bei Lithium-Ionen-Akkus lag die Sammelquote sogar bei nur 25 Prozent.

Die Hofmann Metall GmbH mit Sitz in Zwickau übernimmt den Recycling-Standort Elstertrebnitz im Leipziger Land. Voraussetzung ist der planmäßige Abschluss der laufenden Erwerbs- und Übergabeprozesse; der Betriebsstart ist für den 13. August 2026 geplant.

Cylib und Vianode haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, in der sie eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und möglichen künftigen Lieferung von recyceltem Graphit für Batterien skizzieren. Das gaben die beiden Unternehmen am 2. Juni 2026 bekannt.

Technische Probleme mit DIWASS führen zu Betriebsunterbrechungen, weil Marktteilnehmer keine Notifizierungsanträge für Exporte in die Türkei und weitere Drittstaaten einreichen können. Die European Waste Management Association (FEAD) nimmt jetzt in einer Stellungnahme Bezug auf eine Rückmeldung der Europäischen Kommission.

Kunststoffe, Kosmetika und Medikamente basieren bislang überwiegend auf Erdöl oder Erdgas. Das EU-geförderte Projekt CarboNcare will diesen Ansatz grundlegend verändern: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité Universitätsmedizin Berlin entwickeln gemeinsam mit acht europäischen Partnern Bakterien, die Methanol in chemische Ausgangsstoffe umwandeln können.

Ab dem 1. Juni 2026 erscheint das Gütezeichen Kompost im neuen Design. Die Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK) hat das bislang runde Zeichen an das Corporate Design von RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung) angepasst: ein einheitliches, rechteckiges Format mit orangem RAL-Schriftzug im oberen Teil.

Der Mainzer Konsumgüterhersteller Werner & Mertz lehnt die von der Bundesregierung geplante Plastikabgabe ab. Das Unternehmen kritisiert, dass der Kabinettsbeschluss zwar rund 1,4 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt einbringen solle, dabei aber nicht zwischen Verpackungen aus Neumaterial und solchen aus recyceltem Kunststoff unterscheide.

Am 5. Mai 2026 traf sich das bvse-Frauennetzwerk auf dem Messestand des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) auf der IFAT in München. Rund 25 Teilnehmerinnen nutzten das offene Format ohne festes Programm für Gespräche und gegenseitigen Austausch.