Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Es wird zu viel Kleidung produziert, verkauft und entsorgt. Im Glauben, Gutes zu tun, werden Alttextilien von den Österreicher*innen sehr gewissenhaft wohltätigen Organisationen gespendet. Diese werden jedoch - wie eine aktuelle Recherche von Greenpeace ergeben hat - nur in seltenen Fällen tatsächlich wieder genutzt bzw. recycelt. Der Grund: Es lohnt sich wirtschaftlich meistens nicht. Damit sich das ändert, fordert der VOEB schon seit Jahren, dass die Modeindustrie Verantwortung und die Kosten für die Entsorgung bzw. Wiederverwertung von der von ihr produzierten Kleidung übernimmt. Dieses sogenannte „Verursacherprinzip" wird heute bereits bei Produzenten von Getränkeflaschen oder Elektrogeräten angewendet. „Auch Produzenten von Textilien, insbesondere auch Fast Fashion aus dem Ausland, müssen sich ihrer Verantwortung stellen", betont Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB. „Eine erweiterte Herstellerverantwortung würde den Aufbau einer Infrastruktur in Österreich ermöglichen, die Alttextilien je nach Beschaffenheit kostendeckend wiederverwertet bzw. recycelt." Auch ein Exportverbot für Textilien, die keiner Wiederverwendung oder stofflichen Verwertung in Drittstaaten zugeführt werden, ist für den VOEB vorstellbar.

Die Kunststoffsortieranlage wurde als Joint Venture von Tomra Feedstock und Plastretur entwickelt und firmiert nun unter der neuen Marke Områ - ein Name, der das gemeinsame Engagement beider Unternehmen für nachhaltige Verwertung symbolisiert. Mit einer Jahreskapazität von 90.000 Tonnen setzt Områ als erste Sortieranlage dieser Art in Norwegen neue Maßstäbe. Nach erfolgreicher Kaltinbetriebnahme zu Beginn dieses Jahres trat das Projekt Ende April in die Phase der Warminbetriebnahme ein und verarbeitete erstmals reale Abfallströme. Der vollständige kommerzielle Betrieb ist für November 2025 vorgesehen.
Während in Genf 184 Staaten über ein UN-Plastikabkommen verhandeln, appelliert der BDE an ein ambitioniertes Regelwerk, das die Plastikverschmutzung bis 2040 beendet. Alle Phasen des Kunststoff-Lebenszyklus - von Produktion bis Entsorgung - müssen erfasst werden. Weltweit werden über 400 Mio. Tonnen Plastik produziert, nur 10 Prozent recycelt. „Es braucht entschlossenes Handeln, um diese Plastikflut einzudämmen", so BDE-Präsidentin Anja Siegesmund.

Das LCA wurde nach den international anerkannten Standards ISO 14040/44 durch das Fraunhofer UMSICHT durchgeführt und einem Review durch die GreenDelta GmbH unterzogen. Es analysiert den gesamten Lebenszyklus der Silphie-Faser bzw. des Silphie-Papiers - von der Aussaat über die Verarbeitung bis hin zur Herstellung des Papiers. Die Berechnungen wurden exemplarisch für Silphie-Papier mit einer Grammatur von 115 g/m² durchgeführt und liefern belastbare, wissenschaftlich fundierte Ergebnisse zur Umweltwirkung des Materials über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

„Diese Bundesregierung hat sich selbst keine Schonfrist gegeben - und das gilt gerade für die Ressorts, die für Rohstoffsicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Resilienz entscheidend sind", erklärt die Geschäftsführende BDE-Präsidentin Anja Siegesmund. „Unsere Branche ist bereit, sofort wirksame Beiträge zu leisten, damit Deutschland unabhängiger von Rohstoffimporten wird, die CO₂-Emissionen sinken und Innovationen schneller den Markt erreichen. Aber wir brauchen dafür jetzt bessere Rahmenbedingungen. Von Resilienz und Rohstoffsicherheit zu sprechen, ist das eine. So zu handeln, das andere. Wie passt es zusammen, dass schwarz-rot mehr Rohstoffsicherheit will und gleichzeitig den Rohstofffonds im Haushalt deutlich gestutzt hat?"
Am 18. August 2025 jährt sich das Inkrafttreten der zentralen Anforderungen der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 zum ersten Mal. Die neue Verordnung regelt den gesamten Lebenszyklus von Batterien und schafft erstmals ein europaweit einheitliches Rechtsinstrument mit direkter Gültigkeit.
Als die amtierende Bundesregierung vor rund 100 Tagen ihren Koalitionsvertrag vorlegte, hat die NE-Metallindustrie zentrale Passagen mit vorsichtigem Optimismus aufgenommen.

Um Betriebe gezielt auf diese Anforderungen vorzubereiten, haben die Heartpiece GmbH und der Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München (TUM) den kostenlosen „DPP Readiness Check" vorgestellt.

Sekundärrohstoffe, die nachhaltig dafür sorgen die Umwelt zu schonen und die Kreislaufwirtschaft in Österreich zu stärken, sind rechtlich nach wie vor Abfall. Die Folge: Sobald die Transportdistanz über 200 Kilometer beträgt, müssen sie gesetzlich per Bahn befördert werden - und landen so in einem bürokratischen Nadelöhr.

ABB Motion setzt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft konsequent um - und zwar während des gesamten Lebenszyklus von Produkten. Dies beginnt bereits bei deren Entwicklung mit Blick auf Materialeinsparung und Abfallvermeidung und reicht über die effiziente Nutzung bis zum Recycling wiederverwertbarer Komponenten. Ideal dafür geeignet sind Elektromotoren. Etwa 45 Prozent des weltweit erzeugten Stroms wird von Elektromotoren verbraucht, die in verschiedensten Anwendungen wie Pumpen, Lüftern oder Gebläsen im Einsatz sind. Mehr als 300 Millionen elektrische Antriebssysteme sind rund um den Globus in Betrieb. Dies demonstriert eindrucksvoll die wichtige Bedeutung von industriellen Elektromotoren, wenn es um die Maximierung von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht.