Michael Brunn
Chefredakteur

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Jedes Erfassungssystem für Verpackungen (Gelbe Tonne, Wertstofftonne, Gelber Sack oder Depotcontainer) hat seine jeweiligen Vor- und Nachteile. In der Vergangenheit zeigte sich jedoch, dass über die Münchner Depotcontainer jährlich nur ca. 6 kg pro Einwohner an Leichtverpackungen erfasst werden, während der bundesweite Durchschnitt bei ca. 32 kg pro Einwohner liegt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass der Großteil der in München genutzten Verpackungen bislang in der Restmülltonne und damit in der Verbrennung landet. Über ein bürgerfreundliches Holsystem wie die Gelbe Tonne wird sich dieser Wert deutlich steigern lassen. Damit dürfte auch die ein oder andere Restmülltonne in Zukunft überflüssig werden.
In der Branche sind rund 300.000 Beschäftigte tätig, die rund 105 Milliarden Euro jährlich erwirtschaften. Sie leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz: In der Abfallwirtschaft wurden die eigenen Emissionen seit 1990 um fast 90 Prozent (von 38 auf 4,3 Millionen Tonnen CO₂) reduziert. Zudem spart der Einsatz von Recyclingrohstoffen Energie und trägt damit zusätzlich zum Klimaschutz bei.

Stadler, dessen Geschichte 1791 als Dorfschmiede in Altshausen begann, hat sich über acht Generationen hinweg zu einem international anerkannten Technologieführer entwickelt. Heute ist das Unternehmen ein Synonym für hochwertige, maßgeschneiderte Sortiersysteme für verschiedene Abfallarten, die eine effiziente Vorbereitung für das Recycling ermöglichen.
Die Erklärung betrifft alle Unternehmen entlang der Lieferkette, da ohne transparenten Datenaustausch Informationen nicht oder nur eingeschränkt weitergegeben werden können. Jeder Partner der Inverkehrbringer hat hier die Rolle eines Datenlieferanten.

Philippe Doliger, Policy Advisor bei EuRIC Textiles, zeichnete in seinem Vortrag ein klares Bild der Herausforderungen, mit denen die europäische Alttextilbranche derzeit konfrontiert ist. Angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen - etwa durch die EU-Textilstrategie von 2022 - brauche es zukunftsfeste gesetzliche Rahmenbedingungen. Diese Strategie verpflichtet Hersteller, ab 2030 ausschließlich recyclingfähige, reparierbare, langlebige, schadstofffreie, aus überwiegend rezyklierten Fasern hergestellte und ethisch produzierte Textilien auf den Markt zu bringen.

Die Folien werden nach der Sammlung von spezialisierten europäischen Recyclingpartnern sortenrein aufbereitet und zu hochwertigem Rezyklat verarbeitet - ein wertvoller Sekundärrohstoff, der wieder in die Produktion neuer Gewächshausfolien oder anderer Folienanwendungen zurückfließt.

Der von kostenlose Online-Test richtet sich an Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Verpackungsproduzenten über Marken bis zu Recyclern. In nur sieben Minuten liefert er eine erste Einschätzung darüber, wie gut ein Unternehmen auf die neuen Anforderungen vorbereitet ist, beispielsweise in Bezug auf Design-for-Recycling, Materialwahl, Reuse-Quoten und Dokumentationspflichten.

Der erste Veranstaltungstag steht ganz im Zeichen des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen bvse und dem Baustoff Recycling Bayern. Bei einem festlichen Abendempfang im Tagungshotel erwartet die Gäste unter anderem ein Grußwort von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber MdL. In entspannter Atmosphäre treffen sich Vertreter*innen aus Unternehmen, Verwaltung und Politik zum Austausch.

Vier neue Partner stärken das europäische Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Mit diesen vier Neupartnern gewinnen wir wertvolle Expertise in den Bereichen Maschinenbau, Materialkreislauf und Reparatur hinzu. Das schafft frische Impulse und ist ein Gewinn für das ganze Netzwerk", freut sich Christina Guth, AZuR-Koordinatorin.

Ihre Kompetenzen bündeln die beiden Unternehmen in der neuen Gesellschaft SW Baumineralik Donau-Iller GmbH & Co. KG. Die Inbetriebnahme der neuen Bodenwaschanlage ist für Mai 2026 geplant. Für die nassmechanische Aufbereitungsanlage in Achstetten investieren Max Wild und Schwenk einen unteren zweistelligen Millionenbetrag.