Michael Brunn
Chefredakteur

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In der Summe ist das Material wesentlich leichtgängiger und somit geeigneter für weitere Prozessschritte in Preform-Spritzgussmaschinen oder Folienextrudern mit gravimetrischer Dosierung. Darüber hinaus ist bei kompaktierten Kunststoffen der spezifische Energiebedarf bei der Extrusion geringer und der Durchsatz höher.

Zum Beispiel sollen im Rahmen des europäischen Green Deals bis 2030 55 % der Kunststoff-Verpackungsabfälle recycelt werden. Hierzu sind zum einen ein besseres Konzept für die Recyclingfähigkeit der Materialien, zum anderen aber auch bessere Sortierleistungen erforderlich. Aufgrund der technischeren und fragmentierteren Abfälle wird es zu einer Herausforderung, die Qualität und die Erkennung der verwertbaren Materialien zu garantieren. Die Innovation erhält somit eine zentrale Stellung im Kernbereich der Strategien der industriellen Recyclingunternehmen.
Das Urteil hat enorme Tragweite für Unternehmen fast aller Branchen, neben dem LEH beispielsweise für Drogerie-, Bau-, Garten-, Mitnahmemöbelmärkte, Tierbedarf oder Spielwaren. Denn es bedeutet: Wer seinen Kund*innen Permanenttragetaschen anbietet, ist vorbehaltlich einer abschließenden Klärung durch das Bundesverwaltungsgericht verpflichtet, das Recycling dieser Verpackungen zu finanzieren. Ein Unternehmen aus dem LEH-Bereich hatte gegen eine Einordnungsentscheidung der ZSVR geklagt. Es vertritt die Auffassung, dass Permanenttragetaschen keine Verpackungen, sondern Produkte sind. Das Unternehmen begründete dies im Verfahren damit, dass Kund*innen die Tragetasche mehrfach und auch zu anderen Zwecken verwenden könnten und es sich somit um eine Allzwecktasche handelt.

HPECycle setzt auf ein bundesweites Netzwerk von Fachbetrieben der Holzpackmittelbranche. Seit Ende 2024 nehmen zahlreiche HPE-Mitgliedsunternehmen an dem System teil und stellen sicher, dass Unternehmen ihre gebrauchten Paletten und andere Holzverpackungen regional abgeben können. Die Paletten werden in den Annahmestellen fachgerecht geprüft, gegebenenfalls gereinigt und repariert, um sie erneut in den Wirtschaftskreislauf einzuführen.
Besonders hervorzuheben sei der sogenannte Karbonatisierungseffekt: während der Lagerung bindet die Schlacke auf natürliche Weise atmosphärisches CO₂. Dies führt dazu, dass HMV-Schlacke als CO₂-Senke wirkt - also mehr CO₂ speichert, als bei ihrer Verarbeitung ausgestoßen wird. Dadurch ergeben sich nach Verrechnung der erforderlichen Energie der Aufbereitung der HMV-Schlacke negative CO₂-Emissionen von bis zu 20,0 kg CO₂e pro Tonne HMV-Schlacke.
Das Unternehmen bietet ein Portfolio, das Ersatzbrennstoffe (EBS und SBS), Holzpellets, Altreifen, biogene Abfälle, Gummiabfälle und Kunststoffe umfasst. Zudem bietet Ecocalor die Verwertung von Produkten für Biogasanlagen und Rückständen aus der Trink- und Brauchwasseraufbereitung an.

Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse, erklärt: „Wir begrüßen ausdrücklich diese Einigung. Die dringend erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur können nun in den nächsten Jahren in Angriff genommen werden. Das wird nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands nach drei schwachen Jahren wiederbeleben, sondern auch einen privaten Investitionsschub auslösen." Besonders für die Kreislaufwirtschaft sei dies eine positive Nachricht, da viele Unternehmen unter der schwächer werdenden Nachfrage nach Sekundärrohstoffen und Rezyklaten leiden.

Die europäischen Stahl- und Metallrecycler sollten eigentlich eine wichtige Rolle spielen - sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Rohstoffversorgung. Dazu sind aber bestimmte Rahmenbedingungen erforderlich. Die fordert der europäische Recyclingverband Euric jetzt in seinem „EU Recyclers' circular economy action plan for recycled metals".

Die Eisen- und Stahlindustrie ist für fast 8 Prozent der weltweiten Emissionen im Energiesektor verantwortlich und gehört zu den Industriezweigen mit den höchsten Emissionen. Daher spielt die Dekarbonisierung des Sektors eine wesentliche Rolle beim Erreichen der Klimaziele. Insgesamt müssten die Emissionen des Sektors bis 2050 um 90 Prozent gegenüber 2020 reduziert werden. Dabei können die Kreislaufwirtschaft und Stahlschrotte eine wesentliche Rolle spielen. Das Papier „Circular economy policies for steel decarbonisation" der OECD befasst sich mit der Frage, wie Praktiken der Kreislaufwirtschaft zur Dekarbonisierung von Stahl beitragen können, und zeigt die damit verbundenen Herausforderungen für die Umsetzung und die Politik auf.

Was macht ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft immer kleiner wird? Es sucht sich neue Wege. Das hat auch der japanische Konzern Fujifilm getan. Der ehemalige Spezialist für Filme und Fotopapier ist heute ein diversifizierter Konzern, der in den unterschiedlichsten Bereichen tätig ist. Die Kernkompetenzen hat man beibehalten - und setzt außerdem auf Nachhaltigkeit.