Michael Brunn
Chefredakteur

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Kunststoffe leisten schon jetzt einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz. Die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen voranzutreiben, wird die CO₂-Bilanz der Kunststoffbranche weiter verbessern. Die Positionen und vorgeschlagenen Maßnahmen verstehen sich als Appell in Richtung Kunststoffindustrie, Politik und Öffentlichkeit, zusammen die Verantwortung für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz zu übernehmen, aktiv an der Realisierung der Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen mitzuwirken und die von EU-Seite definierten Standards umzusetzen.

Um natürliche Ressourcen mechanischer und mechatronischer Produktsysteme ganzheitlich über den Lebensweg hinweg einzusparen, ist die Anwendung situativ geeigneter Gestaltungsrichtlinien (Design-for-X-Strategien) notwendig. Der Ressourcencheck „Produktentwicklung - Auslegung und Konstruktion" ermöglicht es Entwicklungsingenieur*innen, Konstrukteur*innen und Industriedesigner*innen, die ressourcenbewusste Auslegung und Konstruktion ihrer technischen Produkte zu überprüfen und zu verbessern.

Die neue ASR-Anlage von Matec sammelt und veredelt Schredderleichtfraktionen (SLF) und Zorba-Materialien von insgesamt sechs anderen Matec-Anlagen. Sie umfasst zwei separate Sortierlinien, die auf unterschiedliche Materialströme und Zielmetalle ausgerichtet sind. Während eine Linie Edelstahl und Schwermetalle konzentriert, ist die zweite Linie auf die Separation von Metallen aus einer Leichtfraktion ausgerichtet. Auch kleinste Partikel unter 6 mm werden aufbereitet und dem Recyclingprozess zugeführt. Insgesamt sind in Tomakomai 10 Steinert-Sensor-Sortiersysteme, 6 Nichteisen-Metallabscheider sowie 2 Elektromagneten im Einsatz.

Ziel ist es, durch diverse Schlüsselinnovationen Polyester/Baumwoll-Mischgewebe vollständig zu recyceln und eine nachhaltige Nutzung dieser Materialien zu ermöglichen. Diese Innovationen zielen auf die Entsorgung und das Recycling von Textilien, die Rückgewinnung von Fremdfaseranteilen, eine Kreislaufschließung mittels Revoltex-Verfahren und Design with Circularity ab.

Für einen geschlossenen Materialkreislauf werden diese Rohstoffe anschließend dem Schüco-Netzwerk für die Produktion nachhaltiger Profile zur Verfügung gestellt.

Die in ForCycle II begonnene genaue Kartierung, Klassifizierung und Digitalisierung der Stäube, sowie Labortests werden in dem Projekt in den Technikumsmaßstab übertragen. Bisher wurden zur Herstellung von Gießereizuschlagsstoffen nur Primärrohstoffe verwendet. Stäube können als Sekundärquellen für Quarz und Metalle dienen und dabei komplett mit allen Bestandteilen verarbeitet werden.

„Die Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß sowie die Halbierung der Übertragungsnetzentgelte machen die Recyclingbranche wieder wettbewerbsfähiger. Darüber hinaus stärkt es die Position der Papier-, Glas- und kunststoffverarbeitenden Industrie, sodass wir uns von diesen Maßnahmen eine verstärkte Nachfrage nach den entsprechenden Sekundärrohstoffen erhoffen", erklärt Rehbock.

Der Sennebogen 850 mit Reichweiten zwischen 17 und 21 Metern wurde laut Hersteller speziell für den Stahlschrott- und Hafenumschlag entwickelt. Das modulare Baukastenprinzip soll auch beim neuen 850 G Hybrid eine Konfiguration nach Kundenwunsch ermöglichen, darunter mit Unterwagenvarianten von stationär bis mobil.

„Unser Ziel ist klar: Nordrhein-Westfalen soll bis 2045 klimaneutral sein. Dafür müssen wir nicht nur unsere Emissionen drastisch senken, sondern langfristig auch mehr CO₂ binden, als wir ausstoßen. Klimaschutz braucht Technologie, und die findet in NRW statt! Neue Technologien entnehmen CO₂ aus der Atmosphäre und binden es dauerhaft. Nordrhein-Westfalen geht hier voran - das zeigt das innovative Projekt von Remex in Recklinghausen, das doppelt auf den Klimaschutz in NRW einzahlt: Die innovative CO₂ CO2-Speicheranlage bindet CO₂ aus Biogasanlagen an Bauschutt, der anschließend wieder im Straßen- oder Tiefbau eingesetzt werden kann. Damit trägt Remex sowohl zu negativen Emissionen als auch zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft in der Baustoffindustrie bei. Innovationen wie diese leisten schon jetzt einen wichtigen Beitrag, um den Klimawandel zu bremsen und unsere Lebensgrundlage zu sichern. Eine gut angelegte Investition in Innovation", so Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist angespannt und die Kreislaufwirtschaft bekommt das zunehmend zu spüren. Welche Impulse braucht die Branche? Und welche Weichen muss die neue Regierung stellen, um Recycling und Ressourcenschonung voranzubringen? Ein Gespräch mit Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, über Chancen, Herausforderungen und notwendige Reformen.