Mineralische Materialien mit hydraulischen Eigenschaften wie Beton können im Zuge der Erhärtung und damit einhergehenden Mineralisierung CO2 binden. Der im Bauschutt vorhandene Abbruchbeton weist ähnliche Bindungseigenschaften auf. Dieses Bindungspotenzial kann im Zuge der Herstellung von Recyclingbaustoffen genutzt werden. Dazu wird RC-Baustoff nach der Zerkleinerung in Silos biogenem CO2 ausgesetzt, bis eine Sättigung erreicht ist. Der mit CO2 versetzte (carbonatisierte) Recyclingbaustoff kann anschließend wie üblich verwendet werden, z. B. im Straßenbau oder bei der Herstellung von Recyclingbeton.
„Um eine klimaneutrale Produktion zu erreichen, sind viele Bausteine notwendig. Dazu gehört der Umbau der Industrie für den Einsatz von erneuerbaren Energien genauso wie die Erforschung und Nutzung neuer Technologien. Die Themen Carbon Capture und Storage gehören zu den Optionen, die wir als vielversprechend identifiziert haben“, so REMEX-Geschäftsführer Michael Stoll.
Die praktischen Erfahrungen, die Remex in Recklinghausen mit der CO₂-Speichertechnik sammelt, sollen die politischen Diskussionen um mögliche Lösungswege für die Erreichung der Klimaziele unterstützen. Die Umsetzung im Großmaßstab wird zeigen, ob die Technik – branchenweit betrachtet – zum relevanten Faktor beim Klimaschutz werden kann.
Dass die Wahl für die Implementierung der ersten NRW-Anlage auf das Recklinghausener Werk gefallen ist, ist kein Zufall. Remex plant auf dem gleichen Gelände für rund 4 Mio. € den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes für die Region Westfalen-Ruhr. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2026 geplant.







