Im Mittelpunkt stand das Vergaberecht: Nach Ansicht der Referenten eröffnet es öffentlichen Auftraggebern bereits heute umfangreiche Spielräume, um Ersatzbaustoffe aktiv bei Ausschreibungen zu bevorzugen. Vielfach fehle es jedoch am Willen, diese Möglichkeiten auszuschöpfen. Zugleich widersprachen Schmidmeyer und Fischer dem Vorwurf, Ersatzbaustoffe verteuerten Bauprojekte – im Gegenteil könnten sie angesichts steigender Rohstoffpreise zur Kostensenkung beitragen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Qualitätssicherung. Thomas Fischer erläuterte, dass das QUBA-Qualitätssiegel den Nachweis ermöglicht, dass Ersatzbaustoffe alle bautechnischen und umweltrechtlichen Anforderungen erfüllen und damit Primärbaustoffen gleichwertig sind – auch ohne spezielle Abfallende-Verordnung. Die Ersatzbaustoffverordnung wurde von zahlreichen Veranstaltungsteilnehmern als ausreichende Grundlage bewertet. „Die Branche braucht derzeit keine zusätzlichen Vorschriften mehr, sondern endlich eine konsequente Umsetzung der bestehenden Regelungen", so das Fazit von Stefan Schmidmeyer.







