Michael Brunn
Chefredakteur

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Die USA gelten nicht gerade als Musterland beim Recycling. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Wissenschaftler der Iowa State University haben jetzt in einem Artikel im „Journal of Environmental Management" ausgeführt, wie eine erweiterte Herstellerverantwortung das ändern könne.

Deutschland benötigt viele Rohstoffe, ist aber besonders in Bezug auf Metalle weitgehend vom Import abhängig - mit entsprechenden Risiken. Ein wichtiger Ansatz für eine unabhängigere Rohstoffversorgung ist das Recycling. Um diese Option zu stärken, hat die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) einen Dialogprozess durchgeführt. Jetzt liegt der in Zusammenarbeit mit Acatech erstellte „Abschlussbericht Dialogplattform Recyclingrohstoffe - Handlungsoptionen zur Stärkung des Beitrags von Recyclingrohstoffen für die Versorgungssicherheit mit Metallen und Industriemineralen" vor.

München hat sich viel vorgenommen: Die Stadt will Circular City werden und bis 2035 klimaneutral sein. Der erstmals auf Städteebene erstellte „Circularity Gap Report" der Circle Economy Foundation wirkt da zunächst ernüchternd: Die Zirkularitätsrate von 2,4 Prozent liegt weit unter dem globalen Durchschnitt von 7,2 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch, warum die Chancen, die Ziele zu erreichen, gar nicht so schlecht stehen.

Nachdem es der Waste-to-Energy (WtE)-Branche lange Jahre sehr gut ging, gab es 2022 einen deutlichen Einbruch. Aber nach nur einem Jahr scheint die Talsohle durchschritten. Diesen Eindruck vermittelt zumindest das „Branchenbarometer Waste-to-Energy 2023" von Ecoprog in Zusammenarbeit mit Cewep.

Die EU sieht vor, dass künftig Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff einen Mindestrezyklatanteil enthalten müssen. Wie soll das aber beim chemischen Recycling funktionieren? Der europäische Recyclerverband Euric hat dazu seine Vorstellungen in einem Positionspapier veröffentlicht.

Metales Bolueta ist ein 1980 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz nahe Bilbao in Spanien.

Immark AG, ein Unternehmen der Thommen Group, ist Pionier und Marktführer im Bereich der Wiederverwertung und Entsorgung von Elektronikschrott in der Schweiz.
Das am 15. Mai 2023 verkündete Einwegkunststofffondsgesetz verpflichtet Herstellerinnen und Hersteller ab 2024, die Kosten für ihre in Straßen oder Parks als Abfälle eingesammelten Einwegkunststoffprodukte zu tragen.

Der BDE hat anlässlich des in den nächsten Wochen erwarteten Referentenentwurfs zur Transformation des Vergaberechts die Forderung nach einem Recyclinglabel bekräftigt. BDE-Präsident Peter Kurth: „Ein Recyclinglabel macht die Beschaffung einfacher und unbürokratischer. Ein solches staatliches Gütesiegel wäre ein Turbo für die Transformation. Es ist unverzichtbar."

Ab 2024 stehen allen österreichischen Betrieben für die nächsten drei Jahre 267 Millionen Euro für Investitionen in Energie, Umwelt und Klima zu.