Michael Brunn
Chefredakteur

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Das Forschungsprojekt „TheKey", gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, untersucht Verfahren für das Recycling von Mischgeweben. Im Projekt wurde nun ein erster Meilenstein erreicht. Unter industrienahen Bedingungen konnten aus polyesterhaltigen Textilabfällen die Monomere Terephthalsäure und Ethylenglykol zurückgewonnen werden. Die gewonnenen Ausgangsstoffe erfüllen gängige Industrienormen und können für die Herstellung von neuem Polyester eingesetzt werden.

Medienberichten zufolge bleibt der von Umweltminister Norbert Totschnig vorgelegte Gesetzesentwurf hinter diesen Anforderungen zurück. Demnach enthält der Entwurf weder verbindliche sektorale Emissionspfade noch wirksame Korrekturmechanismen und nennt das Zieljahr 2050 statt des im Regierungsprogramm sowie in der Industriestrategie festgelegten Jahres 2040.

Ziel ist es, das Recycling von thermogeformten PET-Schalen im industriellen Maßstab zu stabilisieren und die Herstellung lebensmitteltauglicher rPET-Schalen aus Post-Consumer-Material zu ermöglichen.

Diese Materialien können grundsätzlich als Sekundärrohstoffe genutzt werden. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe empfiehlt deshalb, ausgediente Ausrüstung über Altstoffsammelstellen zu entsorgen, damit sie in entsprechende Recyclingströme gelangen kann.

Polystyrol wird häufig für Lebensmittelverpackungen eingesetzt, etwa für Joghurt- und Milchproduktebecher. Das Material bietet eine hohe Stoßfestigkeit und schützt Lebensmittel während Transport und Lagerung. Gleichzeitig gilt Polystyrol grundsätzlich als recycelbar. Das über den Gelben Sack erfasste Material stammt überwiegend aus Lebensmittelverpackungen. Dennoch werden Polystyrol-Verpackungen zunehmend seltener sortiert und dem Recycling zugeführt, da die erfassten Mengen zurückgehen.

Mehrere Beiträge machten deutlich, dass zirkuläre Geschäftsmodelle zunehmend Teil langfristiger Unternehmensstrategien werden. Kreislaufwirtschaft wird dabei nicht mehr ausschließlich als Umweltinstrument verstanden, sondern als Ansatz zur Sicherung von Rohstoffen und zur Stabilisierung industrieller Wertschöpfung.

Die Convitrum GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft der Reiling Unternehmensgruppe sowie der Anlagenbauingenieure Kevin Auner und Erwin Schaller. Das Unternehmen verbindet Erfahrungen aus dem industriellen Photovoltaik-Recycling mit Know-how in Planung und Umsetzung technischer Anlagenkonzepte.

Euro Separadora ist in Portugal in der Sammlung, Sortierung, dem Transport und der Verwertung von Abfällen tätig. Das Unternehmen verarbeitet unter anderem Abfälle aus Industrie und Gewerbe, Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Bau- und Abbruchabfälle. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen für industrielle Anwendungen.

Holland Recycling ist seit 2010 auf die Entsorgung und Aufbereitung ausgedienter IT-Geräte spezialisiert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht das Elektronikrecycling mit Schwerpunkt auf der Rückgewinnung von Metallen aus elektronischen Bauteilen und Leiterplatten. Das Unternehmen verarbeitet Leiterplatten in mehr als 25 unterschiedlichen Qualitäten und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Rückgewinnung wertvoller Metalle.

Während der zweitägigen Konferenz wurden 24 Fachvorträge sowie mehrere Diskussionsrunden präsentiert. Vertreter aus Industrie, Forschung, Start-ups und Finanzierungsinstitutionen diskutierten, wie digitale Technologien zur Entwicklung zirkulärer Materialsysteme beitragen können. Dabei stand insbesondere der Einsatz künstlicher Intelligenz entlang der industriellen Wertschöpfungsketten im Mittelpunkt.