Michael Brunn
Chefredakteur

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Eigentlich steht die Abfallvermeidung ganz oben in der Abfallhierarchie der EU. Das hat auch gute Gründe, da so ein erheblicher Teil an Umweltauswirkungen vermieden werden könnte. Die Realität sieht anders aus. Daher hat die Europäische Umweltagentur (EEA) versucht, ein Konzept zur besseren Überwachung der Abfallvermeidung zu entwickeln.

Bis 2030 will die EU den Einsatz von Sekundärmaterialien in Produkten gegenüber 2020 verdoppeln. Derzeit stagniert diese Quote aber eher. Die Europäische Umweltagentur (EEA) zeigt Maßnahmen auf, wie das Ziel vielleicht doch noch erreicht werden kann.

Bei vielen Verfahren des chemischen Recyclings ist es relativ schwierig, bei neuen Produkten den Rezyklatanteil zu ermitteln. Dies kann in der Regel nur über Massebilanzen erfolgen. In einem neuen Bericht im Auftrag von Zero Waste Europe wird ausgeführt, unter welchen Bedingungen für das mechanische Recycling dadurch keine Nachteile entstehen.

Neue Geschäftsmodelle spielen eine wesentliche Rolle, um den Wandel von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft zu bewältigen. Doch woher kommen diese neuen Geschäftsmodelle und welches Potenzial haben sie? Darum ging es im RECYCLING talk Ende Mai. Die Referenten waren sich einig, dass Start-ups und neue Geschäftsmodelle große Chancen für etablierte Unternehmen bieten.

Die erweiterte Herstellerverantwortung spielt seit etwa 30 Jahren eine wichtige Rolle in der Umweltpolitik. Aber ist sie immer das beste Instrument? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Bericht von NHO, Norsk Industri und Sjomat Norge.

Die internationale Staatengemeinschaft verhandelt über ein Abkommen, um das globale Plastikproblem in den Griff zu bekommen. Der UNEP-Bericht „Turning off the Tap: How the world can end plastic pollution and create a circular economy", der im Vorfeld des nächsten Konsultationstreffens Ende Mai in Paris veröffentlicht wurde, soll zur Lösungsfindung beitragen.

Mehr als 330 Teilnehmer*innen aus über 40 Ländern trafen sich Anfang Mai in Wien auf der „Going Green - Care Innovation", um über den aktuellen Stand beim E-Schrott-Recycling zu diskutieren.

Die Umweltprüfberichte sollen den Mitgliedstaaten helfen, bessere Ergebnisse im Umweltbereich zu erzielen. Der aktuelle Bericht untersucht für Deutschland die Ergebnisse seit dem letzten Bericht 2012. Die Kritikpunkte überraschen dabei wenig.

Bis 2030 sollen die erneuerbaren Energien in Deutschland einen Anteil von 80 Prozent haben. Zudem soll die Stromversorgung bis 2035 nahezu vollständig auf erneuerbaren Energien basieren. Die Kurzstudie „Die Rolle von Biogas für ein klimaneutrales, 100 Prozent erneuerbares Stromsystem 2035" von Forschenden des Wuppertal Instituts und des Deutschen Biomasseforschungszentrums untersucht, welchen Platz Biogas in einem künftigen Energiesystem einnehmen kann.

Viele Alttextilien werden heute verbrannt, weil sie aus den unterschiedlichsten Gründen nicht recycelt werden können. Das gilt auch für das Abfallaufkommen in Bayern. Das Bifa Umweltinstitut hat nun gemeinsam mit dem Institut für Textiltechnik in Augsburg untersucht, inwieweit Textilabfälle für die Produktion von Wasserstoff genutzt werden können.