Michael Brunn
Editor-in-Chief

Editor-in-Chief


Schüttflix digitalisiert die Baustelle weiter und bietet seit Anfang dieses Jahres neben der Versorgung mit Schüttgütern auch die vollsystemische Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen an.

Der Gebäudesektor spielt beim Klima- und Ressourcenschutz eine wichtige Rolle. In Deutschland stehe er dabei vor besonderen Herausforderungen. Zum einen müsse der hohe Bedarf an Wohnraum gedeckt werden, zum anderen sind zum Erreichen der Klimaziele weitreichende Sanierungsmaßnahmen notwendig. Bis 2030 müssen die Gesamtemissionen etwa halbiert werden. Dazu ist laut WWF die Kreislaufwirtschaft ein zentraler Hebel. Im Hintergrundpapier „Circular Economy im Gebäudesektor" wird der aktuelle Stand vorgestellt. Zudem sollen Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft zur Verbesserung der Situation vorgestellt werden.

Trotz langjähriger Appelle nimmt der Ressourcenverbrauch in vielen Bereichen weiterhin zu - über ein sinnvolles Mas hinaus. Mit dem Papier „Transformation by design, not by disaster! - Zivilgesellschaftlicher Appell zur Senkung des primären Ressourcenverbrauchs", macht ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, dem unter anderem BUND, Heinrich-Boll-Stiftung, Forum Umwelt und Entwicklung, DUH, Greenpeace und Zero Waste Germany angehören, Vorschlage, wie ein besserer Umgang mit Ressourcen aussehen konnte.

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben deutlich gezeigt, wie abhängig Deutschland und die EU an vielen Stellen von Rohstoffimporten ist. Nun will das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Maßnahmen ergreifen, um die Rohstoffversorgung für die Zukunft sicherer zu machen. Im Eckpunktepapier „Wege zu einer nachhaltigen und resilienten Rohstoffversorgung" spielt auch die Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle.

Für die geplante Energiewende in der EU und die dazu benötigte Infrastruktur werden erhebliche Mengen an Rohstoffen benötigt. Mit der Studie „Critical raw materials for the energy transition in the EU: How circular economy approaches can increase supply secu-rity for critical raw materials" will Systemiq aufzeigen, welche Bedeutung die Kreis-laufwirtschaft fur diesen Übergang hat. Vor allem soll die erhöhte Widerstandsfähigkeit betont werden, die angesichts der aktuellen geopolitischen Krisen an Bedeutung gewinnt.

Was nützt das beste Recycling, wenn sich für das Material keine Abnehmer finden? Die Frage nach der Schaffung von Märkten für Sekundärrohstoffe wird daher immer wieder diskutiert. So auch in der Studie „Prüfung konkreter Maßnahmen zur Steigerung der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten und rezyklathaltigen Kunststoffprodukten", die das Öko-Institut und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt haben.
Der weltweite Zementverbrauch betrug 2021 4,65 Milliarden Tonnen. Jede Tonne Zement steht für eine halbe Tonne Kohlendioxid mehr in der Atmosphäre. Die Baubranche gehört damit zu den größten CO₂-Emittenten. Eine der einfachsten Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden zu verringern, ist die Verwendung von Baustoffen mit guten Ökobilanzen. Beim RECYCLING talk ging es im Dezember um die Frage, welche Materialien heute verfügbar sind und welche Entwicklungen darüber hinaus zu nachhaltigem Bauen beitragen können.

Einweg oder Mehrweg - welche Variante ist die ökologisch sinnvollere? Zwei Studien im Auftrag von FEFCO aus dem vergangenen Jahr kamen zu dem Schluss, dass Einweg besser ist. Wissenschaftler*innen vom Fraunhofer IBP und Fraunhofer Umsicht versuchen im Auftrag von „Die Stiftung Initiative Mehrweg" in ihrem Bericht „Zwei Verpackungssysteme im Wettbewerb: Mehrwegsteige aus Kunststoff vs. Einwegkarton aus Pappe", dies zu widerlegen.

Lebensmittelabfalle, die mit über 40 Prozent den größten Teil des festen Siedlungsabfalls ausmachen, konnten in Zukunft zu einer der wichtigsten Ressourcen werden. Durch ihre biochemische Zusammensetzung sind sie eine wichtige Quelle unter anderem für Nährstoffe, Chemikalien und Brennstoffe. Wissenschaftler*innen aus Griechenland haben untersucht, wie alternative Ansätze zur Verwertung von Speiseabfallen sowohl der Umwelt als auch der Wirtschaft nutzen können. Die Studie ist in „Sustainability" erschienen.

Der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung sieht die Entwicklung einer „Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie" vor. Dazu soll es 2023 umfassende Konsultationen mit allen Beteiligten geben. Für die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft hat der BDE schon einmal eine eigene Strategie entwickelt.