Michael Brunn
Chefredakteur

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Insbesondere die Werke brauchen jetzt noch ihre vorhandenen Schrotte auf, um mit relativ geringen Beständen das Jahr zu beenden. Neue Abschlüsse gibt es derzeit kaum, Lieferanten werden auf das neue Jahr vertröstet. Die Rückseite der Medaille: Beim Handel wachsen die Schrottbestände kontinuierlich an, was finanzierungstechnisch und Genehmigungsrechtlich zu Problemen führt. Der derzeit oft kritisierte Export bleibt die einzige Möglichkeit für viele Marktteilnehmer, derzeit noch Geschäfte zu generieren.

Bereits in der vergangenen Woche war die rund 38 Tonnen schwere Mittelspannungsschaltanlage per Teleskopkran gesetzt worden - ein zentrales Element, das die Verbindung der Speichertechnik mit dem öffentlichen Stromnetz herstellt. Auch die Wechselrichter und Transformatoren wurden bereits installiert.

Konzentriert und präzise leiten sie den Rückbau ein. Ein Job, der nichts für schwache Nerven ist, sondern quasi unter Hochspannung erfolgt, auch wenn der Strom für die Rückbauarbeiten abgeschaltet wurde. Bei den Arbeiten kann die Kolonne auf Cat Baumaschinentechnik der Zeppelin Niederlassung Koblenz und sowie auf deren leitenden Verkaufsrepräsentanten Merid Jadadic zählen.

Dabei reicht das Portfolio der möglichen Anlieferungsformen vom Anguss bis zum großvolumigen Anfahrbrocken. Diese werden sortenrein geschreddert, vermahlen oder regranuliert und dann in der kundenseitig gewünschten Form in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt.

Was noch vor 30 Jahren als Abfall galt, ist heute eine wertvolle Ressource: Dank dem Recycling entstehen aus gebrauchten Materialien wieder nutzbare Sekundärrohstoffe, die in neue Produkte einfließen.
Belém zeige zwar: Der Multilateralismus lebt, das Pariser Abkommen steht - aber beim Ausstieg aus den Fossilen und beim Entkoppeln des Wachstums vom Ressourcenverbrauch bleibe die Weltgemeinschaft deutlich hinter dem Notwendigen zurück. Für die Kreislaufwirtschaft sei das ein gemischtes Signal: Sie werde zentral für Klimaschutz und Anpassung gebraucht, bekomme aber immer noch nicht den klaren politischen Vorrang, den es bräuchte. Ausschließlich in Side Events, Presidency-Thementagen und Praxisbeispielen der COP30 drehte sich die Diskussion um Lösungspotentiale zirkulären Wirtschaftens. Hier wurde diskutiert, was Kreislaufwirtschaft praktisch leisten kann - von organischer Abfallverwertung über Methanreduktion bis zu groß angelegten E-Schrott-Sammlungen. Wer die Kreisläufe stärkt, schützt Klima, Ressourcen und Versorgungssicherheit. „Ohne Beschluss zu diesen Potentialen ist die Konferenz eine der verpassten Chancen", so Siegesmund.

Von der Verpflichtung umfasst sind Zusammenschlüsse im Bereich der Erfassung nicht-gefährlicher Haushaltsabfälle, d. h. des Einsammelns von Rest-, Bio- und Sperrmüll sowie Papier, Pappe und Kartonage (PPK) und gemischten Verpackungen und Glas sowie Zusammenschlüsse im Bereich der Aufbereitung von Hohlglas in entsprechenden Aufbereitungsanlagen, soweit es sich nicht um Bagatellfälle handelt und die Umsatzerlöse des Zielunternehmens mindestens 100.000 Euro betragen.

Die 30. Weltklimakonferenz (COP30) in Belém ist mit Beschlüssen unter anderem zur weltweiten Anpassung an den Klimawandel und zur Zusammenarbeit für einen sozial gerechten Klimaschutz zu Ende gegangen.

Derzeit dominiert in Europa das mechanische Recycling, meist in Form von Downcycling. Verfahren, die Materialien zu gleichwertigen Fasern oder neuen Textilien aufbereiten, spielen bislang nur eine Nebenrolle. „Wir sehen beim Textilrecycling eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Stand der Forschung und der industriellen Umsetzung", erklärt GRS PRO-Geschäftsführerin Dr.-Ing. Julia Hobohm und fordert: „Um eine textile Kreislaufwirtschaft zielführend umzusetzen zu können, braucht es politische Unterstützung zur Regelung und Durchsetzung einheitlicher Normen und verbindlicher Rechtsrahmen."
Anja Siegesmund, Geschäftsführende Präsidentin des BDE: „Der Bundesrat hat heute über die Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes beraten. Die im Umweltausschuss empfohlene Anrufung des Vermittlungsausschusses fand im Plenum keine Mehrheit. Dennoch ist die heutige Beratung ein wichtiger Moment für den Umweltschutz und den Schutz der Menschen, die in den Anlagen arbeiten: Die Bundesregierung hat in einer Protokollerklärung ausdrücklich bestätigt, ein gesetzliches Verbot von elektronischen Einweg-Zigaretten auf den Weg zu bringen. Für die Entsorgungswirtschaft ist diese Zusage zentral. In unseren Anlagen brennt es täglich aufgrund falsch entsorgter Lithium-Batterien. Einweg-E-Vapes gehören zu den problematischsten Produkten - sie enthalten fest verbaute Akkus, landen regelmäßig im Rest- oder Verpackungsabfall und stellen damit ein reales Risiko für die Beschäftigten dar. Die Protokollerklärung der Bundesregierung ist ein starkes politisches Signal. Sie macht deutlich, dass die Umwelt-, Gesundheits- und Jugendschutzrisiken nicht länger hingenommen werden. Die verantwortlichen Ressorts - insbesondere das Bundesgesundheits- und das Bundeslandwirtschaftsministerium - können ohne weitere Verzögerung handeln. Die Faktenlage ist eindeutig, und eine lange Vorprüfung ist nicht nötig. Andere europäische Staaten sind längst vorangegangen: Belgien, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Österreich haben Verbote oder entsprechende Gesetzesinitiativen bereits beschlossen. Deutschland darf hier nicht länger hinterherlaufen. Für die Kreislaufwirtschaft ist klar: Ein Einwegprodukt mit integriertem Lithium-Akku, das weder reparierbar noch wirtschaftlich recycelbar ist und zugleich erhebliche Brandgefahren verursacht, hat keinen Platz in einem modernen Ressourcen- und Arbeitsschutzsystem. Ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ist überfällig - zum Schutz der Umwelt, der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Beschäftigten in unseren Anlagen."