Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Es basiert auf der vom Klimaschutzministerium des Landes Brandenburg geförderten Machbarkeitsstudie „TexPHB" und zeigt auf, wie Textilabfälle in neue Wertschöpfungsketten integriert werden können.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Digitalminister Dr. Fabian Mehring MdL. Er betonte: „Die Zukunft unserer Wirtschaft entscheidet sich nicht durch Verzicht und Verbote. Wer glaubt, wir könnten Wohlstand und Klimaschutz durch Askese erkaufen, irrt gewaltig. Unser Weg heißt Innovation - und die Kreislaufwirtschaft ist ihr stärkster Verbündeter. Sie verwandelt Abfall in Rohstoff, verlängert den Lebenszyklus von Ressourcen und macht uns unabhängiger von äußeren Zwängen. Damit sichern wir nicht nur Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch unsere Freiheit. Gerade die mittelständischen Entsorgungsunternehmen in Bayern zeigen eindrucksvoll, wie man mit Mut und Erfindergeist aus ökologischer Verantwortung ökonomische Stärke formt. In Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung wird daraus eine der mächtigsten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit."

Das geplante Sondervermögen der Bundesregierung für Infrastruktur zeigt noch nicht die erhoffte Wirkung, wenn auch das ifo-Institut München für den Tiefbau im Jahr 2026 ein Wachstum von rund 7% prognostiziert. Die Erwartung der Industrie ist daher groß. Obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Recycling- und Tiefbaubranche weiter von Ungewissheit geprägt sind, tat dies der Stimmung auf der RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE (RATL) am vergangenen Wochenende in der Messe Karlsruhe keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Demonstrationsmesse für Bau, Abbruch und Recycling blickt auf drei erfolgreiche Messetage mit einem in Summe nahezu konstanten Zulauf an Besuchenden auf der Messe in Karlsruhe. Während es im Hallenbereich schwerpunktmäßig um digitale Technik und Service-Themen ging, wurde das ertüchtigte Freigelände Peter-Gross-Bau Areal für die Präsentation und Demonstration von Maschinentechnik aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen genutzt.

Die neue DynaShape Technologie reagiert auf Materialformen und Schüttdichten eines Polymers automatisch und regelt die Maschine selbstständig auf das jeweilige Optimum. In umfangreichen Testläufen, bei denen unterschiedliche Produktionsperioden inklusive Materialwechseln simuliert wurden, verzeichnete Pure Loop eine Produktivitätssteigerung von bis zu zehn Prozent.
Die Zukunft hat schon begonnen, aber sie steckt noch in den Kinderschuhen - so lässt sich der hochinteressante Vortrag von Benedikt Ostlender, Betriebsleiter des Entsorgungszentrums Warden der AWA Entsorgung GmbH, treffend umschreiben. Ostlender referierte beim bvse-Ausschuss Technik, Logistik und Digitalisierung im Rahmen eines Treffens bei der bvse-Jahrestagung in Bad Gögging über die Herausforderungen und Chancen beim Einsatz elektrisch betriebener Arbeitsmaschinen in der Abfallbehandlung.

Zum Auftakt der Fachmesse RecyclingAKTIV/TiefbauLIVE (RATL) in Karlsruhe haben fünf Branchenverbände aus Bau-, Abbruch- und Recyclingwirtschaft ein gemeinsames Positionspapier mit dem Titel „Fünf Forderungen der Baubranche, Abbruch- und Recycling-Wirtschaft an die Politik" vorgestellt.
Grundsätzlich begrüßen die deutschen Recyclingverbände bvse, BDSV und VDM im Einklang mit ihrem europäischen Dachverband Recycling Europe (vormals EuRIC) die Versuche zum Schutz der wichtigen Stahlindustrie. Der „Buy European" Ansatz in der öffentlichen, aber auch privatwirtschaftlichen Beschaffung von Stahl ist nachvollziehbar - vor dem Hintergrund der enormen, steuerfinanzierten Aufwendungen für die Sanierung europäischer Infrastruktur und Rüstung.

In der Abfallwirtschaft sind sowohl Fahrzeuge als auch Fahrer täglich hohen Anforderungen ausgesetzt. Hunderte von Stopps, schwere Lasten und anspruchsvolle städtische Umgebungen erfordern eine robuste, leistungsstarke Technologie, insbesondere wenn es um Getriebe geht. Für Renova ist die Wahl des richtigen Getriebes der Schlüssel zu einem produktiven, effizienten und nachhaltigen Arbeitstag.

Die umfangreiche Serienausstattung des mobilen Prallbrechers sei gezielt auf die Behandlung von mineralischen Bauabfällen ausgerichtet. So verfüge er über einen Überbandmagneten zur Ausschleusung von FE-Metallen. Dies schließt gerade auch die Bewehrungen aus gebrochenem Stahlbeton ein, welche bis zu einem Durchmesser von 17 mm problemlos in der Prallkammer gebrochen werden. Zur genauen Definition des Endproduktes lassen sich sowohl der Abstand als auch der Winkel der Prallschwingen hin zum Brechrotor jederzeit anpassen. Möglich sind so Korngrößen von 0 bis 80 mm. Um eine konstante Qualität zu gewährleisten, wird die Materialgröße nach dem Brechvorgang außerdem durch ein integriertes Siebsystem genau definiert und von Überkorn befreit. Dieses Überkorn wird anschließend über ein Rückführband in den Aufgabetrichter zurückgeleitet, sodass ein geschlossener Brechkreislauf entsteht. Alternativ kann das Rückführband auch ausgeklappt und als Haldenband zur Erzeugung einer weiteren Fraktion genutzt werden.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Debatte über die nationale Umsetzung hat der Arbeitskreis Alttextilien des BDE seine Position zur Stärkung der Textilkreislaufwirtschaft konkretisiert. Ziel ist es, sich an erfolgreichen Modellen anderer Stoffströme zu orientieren - und aus früheren Fehlern zu lernen.