Der Druck auf die natürlichen Systeme wird weiter zunehmen. Das sozioökonomische Wachstum in Verbindung mit der Zunahme der Weltbevölkerung hat zu einem Anstieg des Ressourcenverbrauchs und der Abfallproduktion geführt, mit zerstörerischen Auswirkungen auf den Planeten. Es wird geschätzt, dass die Hälfte aller Treibhausgasemissionen und 90 Prozent der globalen Biodiversität und des Wasserstresses auf die Gewinnung und Verarbeitung von Ressourcen für den menschlichen Konsum zurückzuführen sind. Die Weltbevölkerung wächst weiter und damit nimmt auch das Abfallaufkommen weiter zu. Daher muss der Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, die auf erneuerbaren Energien basiert, beschleunigt werden. Dieser Wandel berge aber auch die Gefahr, die Probleme der Ressourcenknappheit und der Abfallproduktion weiter zu verschärfen.Eine der Hauptursachen für diese Herausforderungen ist das vorherrschende lineare Wirtschaftsmodell, das durch den „Take-make-waste"-Ansatz für Produktion und Verbrauch gekennzeichnet ist. Dieses Modell geht von einem konstanten Angebot an neuen natürlichen Ressourcen aus und unterstellt, dass die negativen Auswirkungen von entsorgten Produkten am Ende ihrer Lebensdauer begrenzt sind. Beide Annahmen sind falsch: Die natürlichen Ressourcen, vorwiegend Trinkwasser und fossile Brennstoffe, werden immer knapper, und die Umweltverschmutzung hat ein kritisches Niveau erreicht, das Gesundheitsprobleme und irreversible Schäden an Flora und Fauna verursacht. Bestehende Strategien zur Eindämmung der Umweltverschmutzung wie Abfallwirtschaft und Recycling seien zwar wichtig, reichen aber nicht aus, um die wachsenden Herausforderungen zu bewältigen.