SRU-Gutachten bestätigt Kritik an der Gewerbeabfallverordnung
Das aktuelle Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen kommt zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung des Umweltrechts in Deutschland erhebliche Defizite aufweist.

Das aktuelle Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen kommt zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung des Umweltrechts in Deutschland erhebliche Defizite aufweist.

Die Welt steht an einem Wendepunkt im Umgang mit wachsendem Abfall. Schlechte Abfallbewirtschaftung hat erhebliche Folgen, bietet aber zugleich Chancen: Investitionen in nachhaltige und effiziente Systeme können Wachstum, Arbeitsplätze und Innovation fördern. Besonders die Kreislaufwirtschaft, die auf Wiederverwendung und Werterhalt setzt, kann Abfall in einen Motor nachhaltiger Entwicklung verwandeln. Der Bericht „What a Waste 3.0" der World Bank Group liefert dazu aktuelle Daten und Analysen zu globalen Trends im Abfallmanagement.

Die geplante europäische Altfahrzeugverordnung kann die Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor stärken. Nach Auffassung des BDE sollte die Verordnung insbesondere die stoffliche Verwertung von Metallen weiter fördern.

Im Zuge des Kohleausstiegs baut Enercity sein Wärmeerzeugungsportfolio aus und setzt dabei verstärkt auf Fernwärme aus der thermischen Abfallverwertung am Standort Hannover-Lahe.

Deutschland verfügt über einen umfassenden Rechtsrahmen für die Kreislaufwirtschaft. Aber die Recyclingpotenziale bleiben dennoch oft ungenutzt. Das Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) „Umweltrecht zwischen Anspruch und Realität: Implementation als Kernaufgabe von Umweltpolitik" zeigt, dass nicht fehlende Vorschriften das zentrale Problem darstellen, sondern deren unzureichende Umsetzung.

Der AVU-Verpackungsmonitor 2026 zeigt, dass Verpackungsrecycling einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Treibhausgasemissionen leistet.

Das BMUKN baut seine Zusammenarbeit mit Interpol im Kampf gegen grenzüberschreitende Umweltkriminalität weiter aus.

Wie die Studie „High voltage selective fragmentation on Swedish mineral fraction of incineration bottom ash (MIBA)" von Wissenschaftler*innen aus Schweden und der Schweiz zeigt, eröffnet die Hochspannungs-Fragmentierung neue Perspektiven für die Rückgewinnung von Metallen aus Müllverbrennungsaschen. Zusätzliche Metallgehalte von bis zu 2,2 Prozent konnten erschlossen werden, während gleichzeitig neue, homogenere Stoffströme entstehen. Doch regulatorische Grenzen und materialtechnische Herausforderungen bremsen die industrielle Umsetzung bislang aus. Die Studie wurde in „Waste Management" veröffentlicht.

Interzero will künftig lebensmitteltaugliche Rezyklate aus Polypropylen-Verpackungen gewinnen, die über den Gelben Sack gesammelt werden. Hintergrund sind die Anforderungen der europäischen PPWR, die schrittweise verbindliche Rezyklatquoten für Kunststoffverpackungen einführt.

Die Notwendigkeit der Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft wird kaum noch in Frage gestellt. Eine praktische Umsetzung findet dennoch nicht statt. Dies gilt insbesondere für die Wertschöpfungskette Kunststoff. Das Problem besteht darin, dass Klimaneutralität bis 2045 eine völlig neue Aufstellung der Wertschöpfungskette erfordere. Die dazu erforderlichen Investitionen können von den Akteuren aber kaum erbracht werden. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffrecycler sei bedroht. Daher hat das Positionspapier „Optionen für einen funktionsfähigen Markt für Kunststoffrezyklate" des Wuppertal Instituts im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt untersucht, welche Rahmenbedingungen für einen tragfähigen Markt für Kunststoffrezyklate erforderlich sind.