Europas Verpackungsmarkt entdeckt Biomasse
Biobasierte Kunststoffe stehen trotz ihres bislang geringen Marktanteils vor einer strategischen Aufwertung im europäischen Verpackungsmarkt.

Biobasierte Kunststoffe stehen trotz ihres bislang geringen Marktanteils vor einer strategischen Aufwertung im europäischen Verpackungsmarkt.

Eine Verbändeumfrage sieht erhebliche Risiken durch die geplante Kunststoffverpackungssteuer. Verbände warnen vor Absatzrückgängen.

Laut Eurostat erzeugte die EU im Jahr 2024 35,9 Kilogramm Kunststoffverpackungsabfälle pro Person und recycelte 42,4 Prozent davon, ein leichter Anstieg gegenüber 2023.

Ob Kunststoffverpackungen tatsächlich als Sekundärrohstoffe in den Kreislauf zurückgeführt werden können, entscheidet sich zu einem erheblichen Teil bereits bei Materialwahl, Konstruktion und Ausstattung.

Die Stiftung Initiative Mehrweg fordert, Mehrwegverpackungen von der geplanten Kunststoffsteuer auszunehmen. Der Kabinettsbeschluss wurde vertagt.

Kunststoffverpackungsabfälle aus dem Gesundheitswesen stellen einen mengenmäßig relevanten, bislang unzureichend genutzten Wertstoffstrom dar.

Eine Studie beziffert erstmals den fossilen CO₂-Fußabdruck typischer Papiertragetaschen in Euro-pa. Die Papierherstellung hat den größten Anteil.

Nach fünf Jahren Verpackungscheck sieht die Deutsche Umwelthilfe keine grundlegende Verbesserung beim Verpackungsangebot der untersuchten Handelsketten. Bei mehreren Anbietern ist der Anteil an vorverpacktem Obst und Gemüse gestiegen.

Beim Parlamentarischen Abend des BDE haben Vertreter aus Politik, Behörden und Recyclingwirtschaft einen breiten Konsens zum dringenden Handlungsbedarf bei der Ökomodulation nach § 26a Verpackungsgesetz signalisiert. Der Verband fordert, die erzielte Einigkeit nun rasch in konkrete Regelungen zu überführen.

Recyclingfähigkeit entscheidet sich nicht allein am Material oder am konstruktiven Aufbau einer Verpackung, sondern ebenso an den tatsächlich verfügbaren Sortier- und Verwertungswegen.