Chemie als Kreislaufkiller

Die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaftsweise zählt zu den großen Leitbildern zeitgenössischer Umwelt- und Ressourcenpolitik. Kunststoffe nehmen in dieser Debatte eine Schlüsselrolle ein: Sie sind langlebig, vielseitig einsetzbar und allgegenwärtig - aber eben auch persistent, schwer zu recyceln und oft mit gefährlichen Chemikalien versetzt. Recycling gilt als zentrale Lösung zur Reduktion von Kunststoffabfällen. Doch die Realität zeigt: Die globalen Recyclingquoten sind niedrig, die Qualität recycelter Materialien unzureichend, und toxische Inhaltsstoffe behindern die sichere Wiederverwertung. Der Artikel „Addressing the toxic chemicals problem in plastics recycling" geht der Frage nach, wie eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft gelingen kann, ohne dabei Gesundheits- oder Umweltgefahren zu verschärfen. Veröffentlicht wurde der von Wissenschaftler*innen aus Schweden, Deutschland, Nigeria und den Niederlanden von Cambridge University Press.