Der beste Anstoß
Die Menge an Haushaltsabfällen wächst weltweit rasant, während nur ein Bruchteil recycelt wird. Ein entscheidender Hebel liegt in der konsequenten Mülltrennung direkt in den Haushalten. Klassische Informationskampagnen greifen dabei oft zu kurz. Einen alternativen Ansatz bietet die Nudge-Theorie. Mit kleinen Veränderungen im Alltag lassen sich Menschen dazu bewegen, Abfälle zuverlässiger zu trennen, ohne Zwang oder finanzielle Anreize. Die zentrale Frage lautet jedoch: Welche Art von Nudge wirkt am besten - und in welchem Wohnumfeld? Die Studie „Which nudge works best? Testing Interventions for recyclable waste across residential types" von thailändischen Forschenden untersucht drei Maßnahmen - Informationsbotschaften, physische Anpassungen der Sammelstellen und Rückmeldungen auf Basis sozialer Vergleiche - und vergleicht ihre Wirkung in Einfamilienhäusern, Reihenhaussiedlungen und Mehrfamilienhäusern. Ziel ist es, praxistaugliche Empfehlungen abzuleiten, wie Abfalltrennung effizient gefördert werden kann. Die Studie wurde in „Cleaner Waste Systems" veröffentlicht.