Implizite Kosten, explizite Gewinne
Der Klimawandel ist ein klassisches Problem öffentlicher Güter: Die Kosten der Emissionsminderung fallen lokal an, der Nutzen verteilt sich global. Diese Asymmetrie erschwert internationale Kooperation und begünstigt das Festhalten an fossilen Energieträgern, die vielerorts durch explizite und implizite Subventionen gestützt werden. 2022 beliefen sich diese Subventionen weltweit auf rund 7 Billionen US-Dollar, wovon 82 Prozent auf implizite Komponenten entfielen. Ihre Abschaffung gilt als Schlüsselmaßnahme, um ökonomische, gesundheitliche und klimapolitische Ziele zu verbinden, bleibt jedoch politisch umstritten. Das Diskussionspapier „The Welfare Effects of Explicit and Implicit Subsidies on Fossil Fuels" des ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung untersucht mit einem multi-regionalen, multi-sektoralen allgemeinen Gleichgewichtsmodell die Wohlfahrtseffekte der Abschaffung solcher Subventionen und der Einführung lokaler Pigou-Preise, die die externen Effekte internalisieren.