Gallium wird vor allem in Halbleitern, LEDs und Photovoltaikmodulen eingesetzt und gilt als kritischer Rohstoff für die Energiewende. Bisher wird es überwiegend als Nebenprodukt bei der Aluminiumproduktion gewonnen. Die neue Anlage verfolgt den Ansatz, alternative Quellen zu erschließen und vorhandene Materialien im Kreislauf zu halten.
Kern des Projekts ist ein Verfahren, das Gallium aus flüssigen Reststoffen abscheidet und für eine weitere Verwendung aufbereitet. Damit könne, so die Beteiligten, nicht nur die Abhängigkeit von Importen verringert, sondern auch der ökologische Fußabdruck der Industrie reduziert werden.
Die Pilotanlage ist Teil eines Verbundprojekts, an dem Forschungseinrichtungen und Industriepartner beteiligt sind. Ziel ist es, das Verfahren unter realen Bedingungen zu erproben und Erkenntnisse für einen späteren industriellen Einsatz zu gewinnen.
Nach Einschätzung von Fachleuten ist der Start in Freiberg ein wichtiger Schritt, um die Versorgung Europas mit kritischen Rohstoffen langfristig abzusichern.





