TÜV Süd Österreich fasst die wichtigsten Neuerungen im Überblick zusammen:
- Klimawandel: Klimaaspekte werden als verpflichtender Bestandteil in die Norm aufgenommen und müssen systematisch berücksichtigt werden.
- Erweiterte Umweltaspekte: Biodiversität, Ressourcenverfügbarkeit und Verschmutzungsniveaus fließen stärker ein – in Übereinstimmung mit der EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie.
- Risikobasierte Planung: Risiko- und Chancenidentifikation sowie Maßnahmenplanung werden klarer strukturiert.
- Lieferkette: Höhere Anforderungen gelten für externe Prozesse sowie vor- und nachgelagerte Lieferkettenstufen, einschließlich Dokumentation und Nachweisführung.
- Managementverantwortung: Das Top-Management muss Umweltaspekte sichtbarer steuern und die Weiterentwicklung der Umweltleistung aktiv vorantreiben.
Mit der Veröffentlichung startete eine Übergangsfrist von voraussichtlich 36 Monaten. Zertifikate nach ISO 14001:2015 behalten damit bis spätestens 14. April 2029 ihre Gültigkeit. Organisationen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um bestehende Systeme zu analysieren, Ziele zu definieren und Verantwortlichkeiten zu klären.




