Nach Einschätzung von Werner & Mertz fehlen den Inverkehrbringern dadurch weiterhin finanzielle Anreize, Rezyklate einzusetzen. Im Gegenteil: Die zusätzliche Kostenbelastung könne die ohnehin unter Druck stehende deutsche Recyclingbranche weiter schwächen und Investitionen in Recyclinganlagen zum Erliegen bringen.
Als Alternative schlägt das Unternehmen eine Ökomodulation im Rahmen von § 26 des Verpackungsgesetzes vor: Alle Inverkehrbringer von Kunststoffverpackungen würden ein moderat erhöhtes Lizenzentgelt zahlen; wer Verpackungen aus Rezyklat in Umlauf bringt, könne einen Erstattungsbetrag beantragen, der über dem eingezahlten Betrag liegt. So solle ein gezielter Anreiz für hochwertiges Recycling entstehen.
"Die deutsche Plastikabgabe wäre in ihrer derzeit vorgeschlagenen Ausgestaltung nicht hilfreich", sagt Unternehmensinhaber Reinhard Schneider. "Wir fordern stattdessen eine Ökomodulation, die eine Lenkungswirkung aufweist und den Klimaschutz sowie die deutsche Rohstoffresilienz unterstützt."








