Die Bilanz zeigt Fortschritte bei der Reduzierung von Kunststoffverpackungen, dem Einsatz von Rezyklaten und der Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Künftig führt die Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources die Maßnahmen mit erweiterten Zielsetzungen fort.
Fortschritte bei Kunststoffreduktion und Rezyklateinsatz
Die Schwarz Gruppe hatte REset Plastic im Jahr 2018 eingeführt, um den Umgang mit Kunststoff entlang der Wertschöpfungskette messbar zu verbessern. Im Mittelpunkt standen die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs, die Erhöhung des Rezyklateinsatzes und die Optimierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen.
Das Ziel, den Einsatz von Kunststoff in Eigenmarken-Primärverpackungen und Kunststofftransporthilfen gegenüber dem Basisjahr 2017 um 30 Prozent zu senken, wurde übertroffen. Bis Ende des Geschäftsjahres 2025 reduzierte sich der Kunststoffverbrauch um 36 Prozent.
Auch beim Einsatz von Rezyklaten erreichten die Unternehmen ihre Vorgaben. Lidl und Kaufland verwenden inzwischen durchschnittlich 26 Prozent Rezyklat in Kunststoff-Primärverpackungen ihrer Eigenmarken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um sechs Prozentpunkte. Das ursprünglich festgelegte Ziel von 25 Prozent wurde damit erfüllt.
Recyclingfähigkeit stößt auf regulatorische Grenzen
Ein weiteres Ziel von REset Plastic bestand darin, Eigenmarken-Primärverpackungen aus Kunststoff bis 2025 möglichst recyclingfähig zu gestalten. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Anteil recyclingfähiger Verpackungen um vier Prozentpunkte auf 67 Prozent.
Nach Angaben der Unternehmensgruppe entspricht dieser Wert derzeit dem technisch und regulatorisch erreichbaren Niveau. Anforderungen an Produktschutz, Materialeinsatz und Rezyklatanteil begrenzen die weitere Optimierung einzelner Verpackungslösungen. Hinzu kommen offene Fragen zur künftigen europäischen Bewertungsmethodik im Rahmen der geplanten Verpackungsverordnung. Bis zu deren endgültiger Ausgestaltung dient weiterhin der deutsche Mindeststandard als Grundlage für die Berechnung der Recyclingfähigkeit.
Unabhängig davon verfolgen die Unternehmen weiterhin das Ziel, die Recyclingfähigkeit ihrer Eigenmarkenverpackungen kontinuierlich zu verbessern.
REset Resources erweitert den Ansatz
Mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources entwickelt die Schwarz Gruppe ihren bisherigen Ansatz weiter. Die neue Strategie umfasst sämtliche Verpackungsmaterialien und bezieht den gesamten Produktlebenszyklus in die Zielsetzungen ein.
Die Handlungsfelder reichen von der Reduzierung des Materialeinsatzes über den verstärkten Einsatz von Rezyklaten bis hin zur Optimierung des Verpackungsdesigns für das Recycling. Damit werden die bisherigen Schwerpunkte von REset Plastic in erweiterter Form fortgeführt.
An der Umsetzung beteiligt sind die Unternehmensbereiche Lidl, Kaufland, PreZero, Schwarz Produktion und Schwarz Digits. Ziel ist es, Materialkreisläufe zu schließen, Ressourcen effizienter zu nutzen und die Abhängigkeit von globalen Rohstoff- und Lieferkettenrisiken zu verringern.
Kreislaufwirtschaft als strategischer Faktor
Der Abschluss von REset Plastic zeigt die zunehmende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für Handel, Verpackungsmanagement und Rohstoffversorgung. Neben ökologischen Aspekten gewinnen Ressourceneffizienz, Versorgungssicherheit und die Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund soll REset Resources die bisherigen Fortschritte weiterführen und die Transformation zu geschlossenen Materialkreisläufen unterstützen.






