Potenziale von Alttextilien erschließen
Das SKZ startete den Wettbewerb Mitte 2025. Er ist Teil eines vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts zur Verbesserung des Textilrecyclings. Ziel ist es, die stoffliche Nutzung von Alttextilien auszubauen. Hintergrund sind die bislang niedrigen Recyclingquoten in diesem Abfallstrom, obwohl viele Alttextilien recyclingfähige Kunststoffe enthalten.
Kunststoffbauteile aus Alttextilien im Fokus
Die Teilnehmenden sollten ein Kunststoffbauteil entwickeln, das aus recycelten Textilien hergestellt werden kann. Als mögliches Fertigungsverfahren stand unter anderem der dreidimensionale Druck im Mittelpunkt. Am Wettbewerb beteiligten sich Studierende sowie eine Berufsschulklasse mit unterschiedlichen Konzepten für den Einsatz von Recyclingkunststoffen.
Fachjury bewertet die Einreichungen
Ein interdisziplinäres Gremium des SKZ aus den Bereichen Recycling, Materialtechnik und Verfahrenstechnik bewertete die eingereichten Arbeiten. Die Jury berücksichtigte insbesondere die technische Umsetzbarkeit, den praktischen Nutzen und die Anwendbarkeit der Konzepte.
Den ersten Platz belegte Joscha Tschammer. Sein Entwurf eines Regalwinkels aus Recyclingmaterial überzeugte durch seine Umsetzbarkeit und den vorgesehenen Einsatz im Alltag. Das SKZ fertigte einen Prototyp des Bauteils an und übergab ihn im Rahmen der Preisverleihung.
Breites Anwendungsspektrum für Recyclingkunststoffe
Die weiteren eingereichten Konzepte verdeutlichten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffbauteilen aus Alttextilien. Die Vorschläge reichten von Schutzhüllen für Mobiltelefone bis zu Bauteilen für Hausinstallationen.
Der Wettbewerb zeigt das Interesse junger Menschen an technischen Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und an neuen Ansätzen zur stofflichen Verwertung von Alttextilien. Gleichzeitig liefert er Impulse für die Entwicklung weiterer Anwendungen im Kunststoffrecycling.







