Anforderungen an Pyrolyseöle unter REACH

Pyrolyseöle gewinnen für die Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Sie entstehen durch die thermische Umwandlung von Kunststoffabfällen und Altreifen und können fossile Rohstoffe in industriellen Produktionsprozessen ersetzen.

Anforderungen an Pyrolyseöle unter REACH
© KI/ChatGPT

Dadurch tragen sie zur Schonung natürlicher Ressourcen bei und ermöglichen die stoffliche Nutzung von Materialien, die sich mit konventionellen Recyclingverfahren nicht verwerten lassen.

Einsatz in der chemischen Industrie

Pyrolyseöle finden sowohl als Energieträger als auch als Rohstoff in der chemischen Industrie Verwendung. Sie werden fossilen Ausgangsstoffen beigemischt und dienen als Grundlage für die Herstellung verschiedener Chemikalien sowie von Vorprodukten für die Kunststoffproduktion. Auf diese Weise können Stoffkreisläufe geschlossen und Sekundärrohstoffe in bestehende Wertschöpfungsketten integriert werden.

Regulatorische Anforderungen beachten

Sobald Pyrolyseöle in Verkehr gebracht oder weiterverarbeitet werden, gelten die Anforderungen der europäischen Chemikaliengesetzgebung. Dabei können sich die regulatorischen Pflichten je nach Aufbereitungs- und Verarbeitungsverfahren unterscheiden. Insbesondere thermochemisch behandelte Materialien unterliegen häufig weitergehenden Anforderungen als mechanisch aufbereitete Stoffe.

Pyrolyseöle stellen Unternehmen vor besondere Herausforderungen, da sie unter die Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) fallen. Für Hersteller und Importeure ist daher eine sorgfältige Prüfung der Registrierungsanforderungen erforderlich.

Hohe Komplexität bei der Registrierung

Die REACH-Registrierung von Pyrolyseölen gilt als anspruchsvoll. Ursache hierfür ist vor allem die komplexe und variable chemische Zusammensetzung der Produkte. Diese erschwert die eindeutige Stoffidentifikation und erhöht den Aufwand bei der Erstellung der erforderlichen Registrierungsunterlagen.

Hinzu kommen umfangreiche Anforderungen an Prüfstrategien sowie an die Erfüllung der Informationspflichten im Rahmen des Registrierungsverfahrens. Erfahrungen aus der Begleitung von Herstellern und Importeuren zeigen, dass die Umsetzung der regulatorischen Vorgaben häufig mit erheblichem fachlichem und organisatorischem Aufwand verbunden ist.

Vor diesem Hintergrund unterstützt TÜV SÜD Unternehmen bei der Bewertung ihrer Stoffe und bei der Umsetzung der Anforderungen für die REACH-Registrierung von Pyrolyseölen.

Quelle: TÜD Süd

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