
Künstliche Intelligenz kann nicht nur die Identifikation von Kunststoffen verbessern, sondern steuert zunehmend ganze Stoffstromnetzwerke. Das Projekt „ValueFlex" liefert Erkenntnisse zum hochwertigen mechanischen Recycling flexibler Haushaltskunststoffe. Sensorbasierte Sortierung gewinnt mehr Thermoplaste aus Altfahrzeugen, senkt Emis-sionen und ermöglicht geschlossene Kreisläufe. Chemisches Recycling gilt als Hoffnungsträger für schwer verwertba-re Kunststoffabfälle - doch erst die richtige Massenbilanz ermöglicht den großindustriellen Einsatz. Biobasierte Kunststoffe senken fossile Abhängigkeit, stellen Recycling und Sortierung aber vor technische und wirtschaftliche Hürden. Europas Kunststoff-Kreislaufwirtschaft verliert trotz Fortschritten an Tempo: Recycling, Kapazitäten und Investitionen bleiben zurück.

Gemischte Polyolefine gelten als Achillesferse des mechanischen Recyclings: Phasenseparation, Geruchsprobleme und Qualitätsverluste begrenzen ihre hochwertige Wiederverwertung.

Wie im Rest Europas hat auch in Großbritannien der Kunststoffrecyclingsektor mit der wirtschaftlichen Lage zu kämpfen.

Die Regulierung von Kunststoffen gehört zu den wichtigsten Feldern europäischer Umwelt- und Kreislaufwirtschaftspolitik.

Seit 2022 hat die Alliance to End Plastic Waste im Projekt „ValueFlex" zusammen mit Ceflex, Roland Berger und HTP Engineering an der Entwicklung einer mechanischen Recyclinganlage für flexible Kunststoffabfälle aus Haushalten gearbeitet.

Chemisches Recycling gilt als Hoffnungsträger für schwer verwertbare Kunststoffabfälle - doch erst die richtige Massenbilanz macht den großindustriellen Einsatz möglich.

Die europäische Kunststoffwirtschaft steht unter massivem Transformationsdruck: Während Politik und Industrie den Ausbau zirkulärer Stoffströme vorantreiben wollen, verliert Europa bei Produktion, Recyclingkapazitäten und Investitionen zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit.

Immer mehr Industriezweige sehen sich zunehmend in der Pflicht, den Anteil an wiederverwertetem Material in Kunststoffbauteilen und Verpackungen zu steigern.

Steigende Qualitätsanforderungen an Rezyklate, verschärfte Regulierung und komplexere Materialströme erhöhen den Druck auf Sortier- und Recyclingprozesse von Kunststoffabfällen.

K3I-Cycling verbindet künstliche Intelligenz und Materialanalytik, um Kunststoffrezyklate für industrielle Anwendungen zu bewerten.

Das Fraunhofer CCPE untersucht im Projekt GREEN den Einsatz von Kunststoffrezyklaten für die Herstellung von Geotextilien.

Ein Konsortium von 16 Unternehmen und Organisationen hat das InFACT-Projekt gestartet, um neue Recyclingwege für flexible Kunststoffverpackungen zu entwickeln. Die Initiative bringt Interessengruppen aus der gesamten Verpackungswertschöpfungskette zusammen, mit dem Ziel, postkonsumierter Kunststoffabfälle in neue Verpackungsanwendungen umzuwandeln, einschließlich Lebensmittelkontaktverpackungen.

Demnach sank das jährliche Wachstum der zirkulären Kunststoffproduktion in Europa von 13,6 Prozent im Jahr 2022 auf 1,2 Prozent im Jahr 2024. Die zirkuläre Produktion erreichte damit 8,7 Millionen Tonnen beziehungsweise 15,8 Prozent der gesamten Kunststoffproduktion. Weltweit stieg das Wachstum der zirkulären Kunststoffproduktion dagegen von 5 auf 7,7 Prozent. Auch die Nachfrage europäischer Verarbeiter nach zirkulären Kunststoffen entwickelte sich schwächer. Das Wachstum ging im selben Zeitraum von 16,2 auf 4 Prozent zurück.