Den Teufelskreis durchbrechen
Obwohl Kunststoffe in fast allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle spielen, gibt es zwei große Probleme mit dem Material. Erstens gelangt Kunststoff durch unsachgemäße Entsorgung und Verschmutzung in die Umwelt. Zweitens stellt sich die Frage, wie man das Material am Ende seiner Lebensdauer behandelt. Eine Kreislaufwirtschaft, die Abfall vermeidet und Materialien im Umlauf hält, kann beide Probleme lösen. Allerdings werden derzeit nur etwa 9 % aller Plastikmüllabfälle weltweit recycelt. Die Studie "Disruptive technologies that deliver a circular economy for plastics", die von australischen Wissenschaftlern in "Next Sustainability" veröffentlicht wurde, untersuchte daher disruptive Technologien, die die Rückgewinnung und das Recycling von Kunststoffen ermöglichen. Disruptive Technologien werden definiert als solche, die eine bestehende Technologie erheblich verdrängen, eine Branche transformieren oder eine neue Branche schaffen. Die Studie identifizierte Biokunststoffe, chemisches Recycling, synthetische Biologie, rückverfolgbare Kunststoffe und Abfalltrennung als die wichtigsten disruptiven Technologien. Diese wurden hauptsächlich im Hinblick auf Patente untersucht.